+
Viele traumhafte Urlaubsziele sind nur mit langen Flügen erreichbar - dabei werden hohe Mengen an Schadstoffen ausgestoßen, die die Umwelt belasten. Foto: Philipp Laage

Emissionszertifikate

So kompensiert man die CO2-Emissionen nach Flugreisen

Bei Flugreisen werden hohe Mengen CO2 und andere Schadstoffe ausgestoßen, die die Umwelt belasten. Urlauber können diesen Verbrauch aber mit einer Zahlung an ein Klimaprojekt kompensieren.

Dessau-Roßlau (dpa/tmn) - Wer den eigenen CO2-Verbrauch nach einer Flugreise kompensieren möchte, kann das über eine Zahlung an ein Klimaschutzprojekt tun. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter dafür.

Die Idee: Das durch den Flug ausgestoßene CO2 wird an anderer Stelle eingespart. Hierfür kauft der Reisende Emissionszertifikate.

Achten sollte man bei der Auswahl eines Projekt darauf, dass es ohne die Zertifikatserlöse nicht hätte durchgeführt werden können, erläutert das Umweltbundesamt (UBA) in seinem neuen Ratgeber "Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte". Beispiele sind Projekte zur Aufforstung von Wäldern oder für die Regeneration von Mooren. Hier wird CO2 gebunden.

Seriöse Anbieter erkenne man unter anderem daran, dass sie nicht nur an Kompensationen ein Interesse zeigen, sondern ihren Kunden auch raten, Emissionen möglichst zu vermeiden oder zu verringern. Sie sollten auch offenlegen, wie sie die Emissionen kalkulieren und welchen Projekten in welchen Ländern die Zahlungen zukommen.

Hilfreich können Qualitätsstandards sein, an die sich die Projekte halten. Zu den international am weitesten verbreiteten gehören laut UBA der "Gold Standard" und der "Verified Carbon Standard".

Zusätzlich sollte man sich aber mit dem jeweiligen Projekt auch beschäftigten und schauen, ob etwa ein Jahresbericht zur Verfügung gestellt wird und wie hoch die Verwaltungskosten sind.

Manche Airlines bieten direkt bei der Buchung Ausgleichszahlungen an. Hier sollte man sich die Berechnungsmethode des sogenannten CO2-Fußabdrucks genau anschauen. Wird sie nicht transparent erläutert, raten die Experten des Umweltbundesamtes zum Nachrechnen - Module dafür gibt es bei Anbietern von Ausgleichszertifikaten.

Achten sollte man auf die Detailtiefe, wie etwa die Frage nach der Flugklasse. In der Business-Klasse haben Flugreisende prozentual einen größeren Anteil am CO2-Ausstoß des Fliegers, weil sie mehr Platz in Anspruch nehmen.

Nach dem Erwerb der Zertifikate sollte der Anbieter einen Lösch-Hinweis zeigen, so der Rat der UBA-Experten. So haben Unternehmen nicht mehr die Möglichkeit, zusätzliche Zertifikate zu erwerben, um mehr Emissionen auszustoßen, als sie eigentlich dürften.

UBA - Ratgeber zur freiwilligen CO2-Kompensation

CO2-Rechner des Umweltbundesamtes

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warum Passagiere diesen einen Ort auf dem Kreuzfahrtschiff vergeblich suchen werden
Wer schon einmal auf einer Kreuzfahrt war, dem wird als aufmerksamem Betrachter ein Detail aufgefallen sein: Auf vielen Schiffen fehlt etwas Entscheidendes.
Warum Passagiere diesen einen Ort auf dem Kreuzfahrtschiff vergeblich suchen werden
Wer dieses Verhalten am Flughafen an den Tag legt, zieht den meisten Hass auf sich
Als ob der Aufenthalt am Flughafen nicht schon stressig genug für manche Reisende ist - es gibt immer wieder Passagiere, die mit ihrem Verhalten für Kopfschütteln sorgen.
Wer dieses Verhalten am Flughafen an den Tag legt, zieht den meisten Hass auf sich
Wo das Meer vor Weihnachten zum Schwimmen einlädt
Schnee und kalte Temperaturen gehören für viele zu den Weihnachtsfeiertagen dazu. Doch andere verreisen in dieser Zeit lieber in ein Badeparadies. Beste Bedingen dafür …
Wo das Meer vor Weihnachten zum Schwimmen einlädt
Skisaison im Schwarzwald startet
Der Feldberg gilt als größtes Skigebiet in Baden-Württemberg. Wintersportler dürfen sich auch hier auf den Saisonstart gefasst machen. Die Zahl der Pisten ist zunächst …
Skisaison im Schwarzwald startet

Kommentare