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Spanien-Urlaub: Alles zur Corona-Inzidenz, Delta-Variante und den Einreise-Regeln

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Die Corona-Lage in Spanien spitzt sich aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante wieder zu. Das Land gilt daher als Hochinzidenzgebiet. Was Reisende beachten müssen.

Genau wie Portugal und Großbritannien steigen die Corona-Zahlen in Spanien wieder an. Gerade die Delta-Variante des Virus, die zuerst in Indien festgestellt wurde, bereitet Experten Sorge. Wo es erst Anfang Juni noch Lockerungen für Urlauber gab*, herrschen nun wieder strengere Regeln – auch auf den beliebten Urlaubsinseln der Balearen. Wie die aktuelle Situation in Spanien ist und worauf Reisende achten müssen, erfahren Sie hier.

Corona-Inzidenz und Delta-Variante: Die aktuelle Lage in Spanien

Spanien war schon mehrmals stark von der Corona-Pandemie betroffen, doch in den letzten Monaten sanken die Infektionszahlen wieder auf ein recht niedriges Niveau. Noch vor wenigen Wochen nahm das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für die meisten Regionen Spaniens wieder auf und die spanische Regierung lockerte seine Einreise-Regeln für Urlauber. Mittlerweile hat sich das Blatt allerdings wieder gewendet: Die Corona-Inzidenz betrug laut dem Gesundheitsministerium in den letzten sieben Tagen 291,87 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Inzidenz der Region Katalonien mit der Metropole Barcelona, die am 23. Juli noch bei 525,04 lag, ist mittlerweile auf 320,06 gesunken (Stand: 3. August, Ministerio de Sanidad) – aber immer noch hoch. Auf den Balearen liegt die Inzidenz bei 354,23.

Die im Juni beschlossenen Lockerungen – auch für Nachtclubs und Diskotheken – scheinen der spanischen Regierung nun zum Verhängnis zu werden. In Katalonien feierten knapp 100.000 Menschen auf drei Musikfestivals. Nun sind vor allem Jüngere und Ungeimpfte laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von den Neuinfektionen betroffen. Die spanische Regierung hat zuvor streng nach Alter priorisiert, sodass nun vorrangig die Älteren vollständig geimpft sind. Die Impfquote liegt laut der Johns Hopkins Universität bei 57,21 Prozent (Stand: 3. August). Gleichzeitig lag aber der Anteil an der Delta-Variante in Spanien mit 75,6 Prozent in den letzten vier Wochen recht hoch (Quelle: GISAID).

Urlaub 2021: Das sind die Einreise-Regeln für Spanien

Reisende, die über den Luftweg nach Spanien einreisen, müssen das Formular zur Gesundheitskontrolle im Spain Travel Health-Portal ausfüllen. Für die Einreise über den Seeweg gibt es ein anderes Formular, ebenfalls im Spain Travel Health-Portal. Alternativ kann das Dokument auch über die kostenfreie SpTH-App ausgefüllt werden. Der QR-Code, der sich daraus generiert, muss bei der Einreise und beim Check-in vorgelegt werden. Auch Fluggesellschaften sind dazu verpflichtet, den QR-Code zu überprüfen. Er kann auch ausgedruckt in Papierform mitgebracht werden. Bei Falschangaben oder einem fehlenden QR-Code drohen Geldstrafen wie das Auswärtige Amt warnt. Das Formular kann frühestens 48 Stunden vor der geplanten Einreise ausgefüllt werden. Wer zu diesem Zeitpunkt noch keine Sitzplatznummer hat, kann dies auch nachträglich ins Formular eintragen.

Bei der Einreise über den Landweg über ein Risikogebiet gilt hingegen für alle Reisenden über zwölf Jahren die Pflicht einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorzulegen, der maximal 48 Stunden alt ist. Ausnahmen bestehen für Personen, die eine vollständige Impfung – mindestens 14 Tage vor Reiseantritt abgeschlossen –, oder eine Genesung, die nicht länger als 180 Tage und nicht später als elf Tage vor der Einreise her sein darf, nachweisen können. Deutschland wird aktuell von Spanien nicht als Risikogebiet eingestuft, dafür aber einige Regionen Frankreichs (Martinique, Corse, Guadeloupe, Guyane, La Réunion, Auvergne-Rhône-Alpes, Bretagne, Grand Est, Hauts-de-France, Ile-de-France, Normandie, Nouvelle-Aquitaine, Occitanie, Pays de la Loire und Provence-Alpes-Côte d’Azur). Es besteht aber eine Befreiung von der Test- und Quarantänepflicht, wenn der Transit innerhalb von 24 Stunden vollzogen ist.

Spanien-Urlaub 2021: Diese Corona-Regeln gelten vor Ort

Für den Urlaub in Spanien ist wichtig, dass Sie sich über die Corona-Maßnahmen der jeweiligen Region, in der Sie sich aufhalten, informieren. In Katalonien gilt zum Beispiel für Barcelona, Girona und Tarragona eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr. Restaurants und Diskotheken schließen um 0.30 Uhr. In anderen Regionen wie der Autonomen Gemeinschaft Madrid wurden die Ausgangssperren hingegen aufgehoben. Es können aber trotzdem Einschränkungen für Zusammenkünfte mehrer Personen oder Restaurantbetriebe herrschen.

Abgesehen davon gilt landesweit an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Dasselbe gilt für öffentliche Verkehrsmittel. Die Maskenpflicht entfällt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Bei groben Verstößen drohen circa 100 Euro Geldstrafe. Kinder unter sechs Jahren sind von dieser Pflicht ausgenommen.

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Inselurlaub auf Mallorca trotz Corona: Corona-Regeln auf den Balearen

Gerade auf den Balearen nimmt das Infektionsgeschehen wieder zu. Die örtliche Regierung verkündete deshalb am Montag (19. Juli) verschärfte Regeln, um die Tourismussaison zu schützen. Wie die Mallorca Zeitung berichtet, soll deshalb vorerst keine generelle Maskenpflicht eingeführt werden, allerdings ist immer dort ein Mundschutz zu tragen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Ab Samstag (24.7.) sollen allerdings Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte im Freien und in Innenräumen zwischen 1 und 6 Uhr morgens verboten werden. Diese Regel richtet sich vor allem gegen Feierwütige und Partygänger, um Trinkgelage zu vermeiden. Wer zusammen in ein Hotel oder eine Finca eingecheckt, gilt als ein Haushalt. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Ausgangssperre, sodass es trotzdem möglich ist, sich um diese Uhrzeit draußen aufzuhalten – nur eben mit dem eigenen Haushalt. Wer trotzdem auf einer illegalen Feier erwischt wird, muss mit den neuen Regeln auch mit einer saftigeren Geldstrafe rechnen: Das Mindestbußgeld für die Teilnahme an einer illegalen Feier soll auf 1.000 Euro erhöht werden.

Die Sperrstunde von Bars und Restaurants soll um eine Stunde auf 1 Uhr morgens vorgezogen werden, zudem sollen in der Außengastronomie nur noch 8 statt 12 und in der Innengastronomie nur noch 4 statt 6 Gäste an einem Tisch erlaubt sein. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens darf zudem der Strand nicht mehr betreten werden.

Diese Regeln gelten für Reiserückkehrer aus Spanien

Für die Rückkehr aus Spanien nach Deutschland gilt für alle Einreisenden ab zwölf Jahren die generelle Testpflicht. Ausgenommen sind Personen mit einem Nachweis über eine vollständige Impfung oder einen Genesenennachweis. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Land Sie einreisen oder mit welchem Verkehrsmittel. Da Spanien ein Hochrisikogebiet ist, muss die digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Ungeimpfte Reisende müssen trotz negativem Test in eine zehntägige Quarantäne, die nach fünf Tagen mit einem weiteren negativen Testergebnis beendet werden kann. Kinder unter 12 können die Quarantäne nach fünf Tagen ohne Test beenden. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © Chris Emil Janßen/imago-images

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