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Rucksacktouristen, die in Australien als Erntehelfer arbeiten, zahlen künftig einen Steuersatz von 15 Prozent ab dem ersten verdienten Dollar. Foto: Wendy McDougall

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Steuersatz für jobbende Touristen in Australien wird gesenkt

Eine Australienreise kann sich nicht jeder so ohne Weiteres leisten. So finanzieren viele ihren Aufenthalt in Down Under etwa als Erntehelfer. Für jobbenden Backpacker gibt es nun eine Steueränderung.

Sydney (dpa) - Wer als Rucksacktourist durch Australien reisen und dabei arbeiten möchte, muss künftig einen Steuersatz von 15 Prozent ab dem ersten verdienten Dollar zahlen. Das kündigte Australiens Finanzminister Scott Morrisson an.

Die Regierung habe sich nach scharfen Protesten von Agrarverbänden und Oppositionsparteien darauf geeinigt, noch deutlicher als vorgesehen von der ursprünglich geplanten Besteuerung von 32,5 Prozent abzugehen. Freibeträge werde es jedoch nicht geben.

Viele der eher finanzschwachen Rucksack-Touristen arbeiten während ihrer Australien-Reise als Erntehelfer in der Landwirtschaft und verdienen sich so etwas hinzu. Bislang mussten die jobbenden Backpacker auf die ersten 18 000 australischen Dollar (aktuell rund 12 600 Euro) keine Steuern zahlen. Da die meisten von ihnen weniger verdienten, kamen sie bisher um Abgaben ganz herum. Diese Regelung will die Regierung nun abschaffen.

Harsche Kritik an den Steuerplänen kam von Bauern und der Opposition. Die Landwirte befürchten, künftig nicht mehr genug Saisonarbeiter zu finden. In der Folge würde ein Teil der Ernte auf den Feldern verrotten. Nach Angaben der Universität Sydney sind um die 60 Prozent der australischen Erntehelfer Rucksacktouristen. Die meisten von ihnen kommen aus Großbritannien, Deutschland, Korea und Taiwan.

Channel 7 video of Morrisson

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