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"Stundenlange Dunkelheit": Wie orientieren sich Piloten auf Nachtflügen?

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Gerade bei Nacht sind Piloten auf verschiedene Signale angewiesen.
Gerade bei Nacht sind Piloten auf verschiedene Signale angewiesen. © picture alliance / Wallace Woon

Für Passagiere sind Nachtflüge gerade auf langen Strecken willkommen, im Dunkeln schläft es sich schließlich besser. Aber wie geht es Piloten bei Nacht?

Ein Flugzeug fliegt bei Nacht in fast vollkommener Dunkelheit. Piloten benötigen daher vielerlei Signale, um sich orientieren zu können. Diese Signale sind sowohl an den Maschinen, als auch auf Start- und Landebahnen angebracht.

"Nichts außer der Windschutzscheibe "

Hoch oben in der Luft verwenden Flugzeuge keine herkömmlichen Scheinwerfer. Stattdessen gibt es eine Menge anderer Beleuchtungen, von denen jede eine andere Funktion erfüllt. "Wenn ich nachts Ozeanüberquerungen mache, gibt es nichts außer der Windschutzscheibe und stundenlanger Dunkelheit", erklärt Pilot und Fluglehrer Tim Sanders gegenüber dem Portal Telegraph.

Die Lichter, die etwa an Autos als Scheinwerfer bezeichnet werden, seien bei Flugzeugen die Landescheinwerfer. Sie kommen bei Annäherung an einen Flughafen zum Einsatz. Diese sind an verschiedenen Stellen der Maschinen angebracht und helfen nicht nur dem Piloten, nachts zu landen, sondern machen das Flugzeug auch für jeden in der Nähe sichtbar. Ein Blinken der Lichter unterstützt diesen Effekt noch.

Lesen Sie hier: Pilot erklärt: Darum geht im Flieger bei Start und Landung das Licht aus.

Weitere Lichter sind rote und grüne LEDs, die anzeigen, in welche Richtung das Flugzeug fliegt. Dies ist vor allem für andere Flugzeuge in der Umgebung wichtig. Die grünen Lichter sind immer rechts angebracht, die roten links. Zudem gibt es sogenannte Anti-Kollisions-Leuchtfeuer. Sie sind an Ober- und Unterseite des Rumpfes befestigt, blinken und sind von rot-oranger Farbe. Sie sind immer eingeschlatet, solange die Triebwerke des Flugzeugs laufen.

Auch am Flughafen schlechte Sicht

"Die meisten von uns halten Flughäfen für ziemlich gut beleuchtete Orte", schreibt Mark Vanhoenacker, wie der Telegraph berichtet. Jedoch seien Rollbahnen sowie Start- und Landebahnen so dezent beleuchtet, dass es manchmal schwierig sei, in der Nacht den richtigen Landesplatz zu finden. Besonders an Flughäfen direkt in der Stadt. Zum Glück seien jedoch, je näher man an den Flugplatz käme, die Anflug- und Pistenleuchten unverwechselbar.

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sca

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