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"Die Margaretha": Schiffe sind weiblich - aber wieso eigentlich?

Tradition?

"Die Titanic" oder "Margaretha": Wieso sind Schiffe eigentlich weiblich?

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"Die Titanic", "die Gorch Fock" - oder einfach "Margaretha". Aber warum eigentlich "die"? Und wieso haben fast Schiffe weibliche Namen?

War es etwa die Einsamkeit der Seemänner, die diesen Brauch hervorbrachte? Heutzutage haben der Tradition nach fast alle Schiffe weibliche Vornamen. Ist dies nicht der Fall, bekommen sie zumindest einen weiblichen Artikel vorne drangehängt. Aber warum ist das eigentlich so?

Wieso sind Schiffe weiblich?

Ob Ruderboot, Segelschiff, Frachter oder Luxusyacht: Schiffsnamen bekommen, auch wenn sie einen maskulinen oder neutralen Namen tragen, immer den Artikel "die" - wie die geschichtsträchtigen Schiffe "die Titanic" oder "die Gorch Fock". Das hat einen Grund: Schiffe wurden schon in der Antike und bei den alten Griechen als weiblich angesehen.

Der Verfasser eines englischen Wörterbuchs über Schiffsausdrücke, John Rousmanière, führt dies darauf zurück, dass im altägyptischen Glauben Schiffe weibliche Wesen darstellten, die Glück bringen sollten. In anderen Ländern, sagt man, seien Schiffe per se weiblich, weil sie schön seien, weil sie launisch seien oder - so heißt es bei den Friesen - weil sie im Hafen auf uns warten.

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Viele weitere Spekulationen gibt es, einem Schiff weibliche Attribute zuzuschreiben. So etwa, dass sie in unbewachten Augenblicken die Kontrolle übernimmt oder sie meist mehr kostet, als der Besitzer vorher hätte ahnen können.

Nach und nach wurden Schiffen weitestgehend weibliche Vornamen gegeben - schließlich klingt "die Margaretha" viel besser als "die Michael". Auch beliebt sind bei der Namenvergabe für Schiffe Orts- oder Tiernamen. Fast nie wird ein Schiff nach einem Mann getauft.

Woher kommt der Brauch, Schiffen weibliche Eigenschaften zuzusprechen?

Wie der Herausgeber des US-Segelmagazins "Sailing" feststellte, seien Segelschiffe weiblich, weil sie schön seien. Schönheit bei Frauen und Schiffen sei gleichermaßen eine "Symphonie der Kurven".

In England begann die Tradition der weiblichen Schiffe bereits sehr früh - ein Schiff war eine "she". Hierzulande wurden Schiffe erst viel später dem weiblichen Geschlecht zugeordnet. Angeblich wurde es zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II. der englische Brauch in Deutschland übernommen. Und so wurde aus "dem Bismarck" "die Bismarck".

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sca

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