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Touristen am Strand von Goa.

Hippie-Paradies

Goa: Urlauber ohne Visum droht künftig Haft

Bei Backpackern ist Goa in Indien sehr beliebt. Die traumhaften Strände an der Küste haben Hippies schon sehr früh als Reiseziel entdeckt. Doch räumen die Behörden auf.

Touristen ohne gültiges Visum oder Pass droht im südindischen Strandparadies Goa künftig Haft. Der Ministerpräsident des Bundesstaats, Manohar Parrikar, sagte am Mittwoch dem Parlament, es werde in den kommenden zwei oder drei Monaten mit Hilfe der Zentralregierung eine spezielle Hafteinrichtung für Ausländer gebaut, die ohne gültiges Visum in dem Hippie-Paradies lebten. Demnach würden sie dort solange festgehalten, bis ihre Heimatländer sie zurücknehmen. Seinen Angaben nach wurden seit 2011 insgesamt 143 Ausländer ohne Visum oder Pass in Goa aufgegriffen.

Die frühere portugiesische Kolonie ist wegen ihrer schneeweißen Strände seit Jahrzehnten bei Rucksackreisenden aus aller Welt beliebt. Einige Ausländer versuchen, langfristig in dem Küstengebiet zu bleiben. Parrikar beklagte, dass viele Ausländer ohne gültiges Visum abtauchten, sobald ihr Fall den Behörden bekannt werde. Andere würden ihre Pässe zerstören, so dass ihre Nationalität nicht klar feststellbar sei. Sie würden dann in Goa bleiben unter dem Vorwand, das Ende ihres Verfahrens abwarten zu müssen. Etliche der Missetäter seien zudem in den Drogenhandel verwickelt.

Die Regierung von Goa verschärfte bereits in den vergangenen Jahren die Kontrollen für Touristen. So wurde Ausländern verboten, in Bars und Restaurants zu arbeiten. Auch strebt die Regierung an, den Verkauf von Land an Ausländer zu erschweren, da diese zunehmend Ferien- und Altenheime an der Küste errichteten. Nach einer Reihe von Gewaltverbrechen verschärfte die hindunationalistische Regierung außerdem die Kontrollen in den Bars und Clubs an den Stränden.

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AFP

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