+
Piesenalpe bei Balderschwang ist jedes Jahr von Ende Mai bis Ende September bewirtschaftet: Der Arbeitstag auf der Alp dauert rund 14 Stunden (Archivbild).

Trend zur Hütte statt Hotel: Urlaub als Senner

Bis jetzt war es eher ein Klischee, dass gestresste Großstädter im Urlaub aufs Land flüchten. Doch immer mehr Menschen bewerben sich auf Bayerns Almen und Alpen als Hobbysenner auf Zeit. Zum Glück!

Lesen Sie mehr zum Thema:

Kuh und sonst nix: Urlaub als Senner auf der Alm

Es sei eine oft einmalige Gelegenheit, dem Alltagsstress zu entkommen und Natur pur zu erleben, sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) am Mittwoch nach Ministeriumsangaben am Rande der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern bei Schleching im Landkreis Traunstein. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gebe es nochmals eine deutlich gestiegene Resonanz.

Die Bergbauern, die Bayern mit einem Millionenprogramm unterstützt, leisteten unverzichtbare Arbeit. “Mit ihrer oft schweren Arbeit erhalten die Bergbauern nicht nur die Alpenregion als Wohn-, Erholungs- und als Wirtschaftsraum, sie schaffen und pflegen damit auch wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere.“ Die Bewirtschaftung sei auch eine entscheidende Grundlage für den Tourismus im Alpenraum.

Zu Jahresbeginn hatte Bayern ein neues Bergbauernprogramm mit 5,3 Millionen Euro jährlich aufgelegt, das bisherige Fördermöglichkeiten mit neuen Elementen zusammenführt. Etwa können nun auch kleine Investitionen wie in Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von Steillagen gefördert werden.

In Bayern sei in den vergangenen 40 Jahren keine der rund 1.400 Almen und Alpen aufgegeben worden, betonte Brunner. Das sei ein eindeutiger Beleg, dass die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt worden seien. “Wir werden daher auch in Zukunft unsere Berggebiete nicht schutzlos dem Wettbewerb auf den globalisierten Agrarmärkten aussetzen“, versprach Brunner.

Insgesamt halten Bayerns Bergbauern auf 41.000 Hektar Weideflächen jeden Sommer rund 50.000 Rinder, 1.000 Pferde, 500 Schweine und 4.000 Schafe. Im vergangenen Jahr waren rund 100 Rinder auf den Almen abgestürzt oder durch Blitzschlag umgekommen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darum dürfen sich Piloten bei Start und Landung nicht unterhalten
Piloten dürfen während Start und Landung strikt nur Unterhaltung über Arbeitsabläufe führen. Die Gründe für diese Regel haben einen traurigen Ursprung.
Darum dürfen sich Piloten bei Start und Landung nicht unterhalten
Dieses Getränk sollten Sie im Flugzeug besser nicht bestellen
Tomatensaft? Rotwein? Wasser? Alles kein Problem. Nur diese eine Getränkebestellung sollten Sie im Flugzeug besser vermeiden - aus einem bestimmten Grund.
Dieses Getränk sollten Sie im Flugzeug besser nicht bestellen
Dieses scheinbar harmlose Strandfoto hat es ganz schön in sich
Auf der Suchmaschine Bing wird bei jedem Besuch ein anderes Foto angezeigt. Doch auf diesem einen Strandfoto ist ein pikantes Detail zu sehen.
Dieses scheinbar harmlose Strandfoto hat es ganz schön in sich
Rosinenbomber als Linienflugzeug über Kolumbien im Einsatz
Sie fliegen noch. Die legendären Rosinenbomber, die vor fast 70 Jahren West-Berlin während der sowjetischen Blockade versorgt hatten, landen heute in abgelegenen Dörfern …
Rosinenbomber als Linienflugzeug über Kolumbien im Einsatz

Kommentare