+
Kritische Kommentare über die Türkei Facebook sollten Menschen, die demnächst dorthin reisen möchten, besser unterlassen.

Auswärtiges Amt rät

Türkei-Reisende aufgepasst: Unterlassen Sie spezielle Kommentare auf Facebook

Das Auswärtige Amt hat deutsche Reisende in der Türkei zur Vorsicht bei der Nutzung sozialer Netzwerke aufgerufen. Kommentare könnten sich verheerend auswirken.

Im Einzelfall sei bereits das Teilen oder "Liken" regierungskritischer Beiträge Anlass für ein Strafverfahren wegen "Präsidentenbeleidigung" und anderer Delikte, schrieb das Amt am Dienstag in einer aktualisierten Fassung seiner Reisehinweise.

Auch nicht-öffentliche Kommentare kritisch

Es müsse davon ausgegangen werden, dass auch nicht-öffentliche Kommentare "etwa durch anonyme Denunziation" an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet würden.

Im Falle einer Verurteilung wegen "Präsidentenbeleidigung" oder "Propaganda für eine terroristische Organisation" riskierten Betroffene mehrjährige Gefängnisstrafen. Dabei drohe eine Strafverfolgung schon bei Äußerungen, "die nach deutschen Rechtsverständnis von der Meinungsfreiheit gedeckt sind". Auch bei Einreiseverweigerungen sei "ein Zusammenhang mit anonymen Denunziationen nicht auszuschließen", betonte das Amt.

Lesen Sie hier: Diese Reiseländer sind 2018 besonders gefährlich.

"Erhöhtes Festnahmerisiko"

Das Auswärtige Amt hatte seine Reisehinweise für die Türkei vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung seit dem Putschversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan 2016 sowie der Inhaftierung mehrerer Deutscher mehrfach verändert. Dies sorgte auch für Konflikte zwischen den Regierungen in Ankara und Berlin, weil die Hinweise aus türkischer Sicht zu scharf ausgefallen waren. Der Tourismus ist in der Türkei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

In den am Dienstag aktualisierten Reisehinweisen heißt es weiterhin, es sei in der Türkei "von einem erhöhten Festnahmerisiko auszugehen". Betroffen von den Maßnahmen der türkischen Behörden seien dabei in erster Linie - "aber nicht ausschließlich" - deutsche Staatsbürger mit engen privaten und persönlichen Verbindungen in die Türkei sowie Menschen mit deutscher sowie türkischer Staatsangehörigkeit.

Auch interessant: Fünf Kostenfallen im Urlaub, die Sie noch nicht kannten.

AFP

Wer mit diesem Souvenir in der Türkei erwischt wird, kann zehn Jahre im Gefängnis landen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Da schwimmen Fische im Meer": Die absurdesten Beschwerden von Urlaubern
Zu viel Sand am Strand oder die falsche Sonne: Während sich die meisten Menschen im Urlaub erholen, beschweren sich manche über die skurrilsten Kleinigkeiten.
"Da schwimmen Fische im Meer": Die absurdesten Beschwerden von Urlaubern
Wenn Kreuzfahrtschiffe auf mysteriöse Weise untergehen: Offizier deckt Gefahr auf hoher See auf
Kreuzfahrturlaube sind größtenteils sicher, keine Frage. Und doch lauern auf hoher See Gefahren, die Passagiere nicht einschätzen können. Dies ist eine davon.
Wenn Kreuzfahrtschiffe auf mysteriöse Weise untergehen: Offizier deckt Gefahr auf hoher See auf
Flixbus-Chef verrät: Diesen kleinen Fehler macht wirklich jeder Fernbus-Reisende
Reisen mit dem Fernbus sind durch entsprechende Angebote ebenso günstig wie praktisch. Doch oftmals machen Fahrgäste einen entscheidenden Fehler vor der Reise.
Flixbus-Chef verrät: Diesen kleinen Fehler macht wirklich jeder Fernbus-Reisende
Wo kann ich eigentlich das Auto am Kreuzfahrt-Hafen parken?
Kreuzfahrten liegen im Trend. Doch wo kann man sein Auto am Kreuzfahrthafen parken? Die besten Möglichkeiten und eine Übersicht über die Kosten finden Sie hier.
Wo kann ich eigentlich das Auto am Kreuzfahrt-Hafen parken?

Kommentare