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Prozess nach Verletzung auf Kreuzfahrtschiff.

Schmerzensgeldforderung

Unfall auf Kreuzfahrtschiff: Frau erhält 6.000 Euro für amputierte Fingerkuppen

Eine Frau hat sich auf einem Kreuzfahrtschiff die Finger in einer Tür eingeklemmt, dass zwei Fingerkuppen amputiert werden mussten. Nun fordert sie Schadenersatz.

Eine Frau hat sich auf einem Kreuzfahrtschiff so arg ihre Finger eingeklemmt, dass zwei ihrer Fingerkuppen noch an Bord amputiert werden mussten.

Nun fordert sie rund 10.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld, weil die schweren Türen zum Außendeck des Kreuzfahrtschiffes nicht richtig gesichert gewesen seien beziehungsweise das Personal nicht ordnungsgemäß überwacht worden sei.

Update: Frau erhält von Kreuzfahrt-Unternehmen 6.000 Euro Schmerzensgeld

Auf einer Kreuzfahrt hatte sich eine Passagierin so übel die Finger in einer Tür eingeklemmt, dass ihr noch an Bord zwei Fingerkuppen amputiert werden mussten. Als Schmerzensgeld und Schadenersatz könnte sie nun 6.000 Euro bekommen - sofern die Prozessbeteiligten den am Mittwoch vor dem Landgericht München I ausgehandelten Vergleich nicht in den kommenden Wochen widerrufen. Der Frau war vor einem Jahr auf einer Mittelmeerkreuzfahrt mit der "MSC Sinfonia" im Hafen von Split eine der schweren Außentüren mit derart viel Wucht auf die Finger geknallt, dass sie sich die zwei Kuppen an der rechten Hand unrettbar quetschte. (AZ 22 O 318/19)

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"Ich habe in mein rohes Fleisch geguckt und habe nur geschrien: 'Meine Finger sind ab'", berichtete die Frau aus Sachsen von dem Moment des Unglücks. "Ich habe meine Fingerkuppen aus dieser Falle rausgepult und bin zum Schiffsarzt gerannt." Auch die Anwältin der Gegenseite nannte den Vorfall tragisch. "Eine andere Frage ist, ob eine zufallende Tür aufgrund einer Windböe überhaupt jemand anderem angelastet werden kann." Die Klägerin hingegen machte geltend, dass der Sicherungsmechanismus der Tür kaputt gewesen und erst nach ihrem Unfall repariert worden sei.

Im Mittelpunkt der Güteverhandlung stand zunächst die juristische Problematik, dass die Frau mit der deutschen Unternehmenstochter nicht die als Reiseveranstalterin auftretende Konzernmutter aus der Schweiz verklagt hatte. Dennoch stimmte deren Rechtsanwältin dem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich zu, ließ aber die Möglichkeit eines Widerrufs offen. Sollte es tatsächlich zu einer Hauptverhandlung kommen, würden dann auch Zeugen zum Zustand der Tür befragt.

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Schmerzensgeldprozess in München: Kreuzfahrtunternehmen wehrt sich

Doch das beklagte Kreuzfahrtunternehmen will sich am Mittwoch, 19. Juni 2019, um 14.00 Uhr vor dem Landgericht München I gegen die Forderungen wehren. Zum einen sieht es sich als falschen Adressaten: Es sei ja nicht der Reiseveranstalter. Zum anderen seien keine Sorgfaltspflichten verletzt worden - der Unfall sei schlicht ein unglücklicher Zufall.

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sca

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