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Getrübter Badespaß: Viele Luftmatratzen enthalten gefährliche Weichmacher. 

Urlaub: TÜV warnt vor Wasserspielzeug 

Luftmatratzen, Planschtiere oder Schwimmringe - Urlauber kaufen gerne Wasserspielzeuge direkt am Ferienort. Der TÜV Rheinland warnt vor solchen Käufen. Die Produkte enthalten krebserregende Stoffe.

Im Frühsommer 2010 hatten die Tester an den Stränden in Frankreich, Italien und den Niederlanden Luftmatratzen, Schwimmringe und Planschtiere zu Preisen zwischen 69 Cent und 19,90 Euro gekauft und in den eigenen Labors untersucht.

Ergebnis: Fast die Hälfte (43) von 88 geprüften Produkten dürften nicht in der EU verkauft werden. Sie stellten ein Sicherheitsrisiko dar oder seien mit Schadstoffen belastet, teilte der TÜV Rheinland am Freitag in Köln mit.

In 29 Produkten fanden die Prüfer gefährliche Phthalat- Weichmacher, die als krebserregend gelten. Trauriger Spitzenreiter war ein in Italien gekaufter Delfin: Sein Aufblasventil wies einen Wert von 36 Prozent auf - zugelassen sind 0,1 Prozent. Drei Produkte fielen durch, weil Ventile oder andere Kleinteile zu leicht abgerissen werden konnten. Außerdem entdeckten die Prüfer sechs Babyschwimmsitze, die in der EU verboten sind, weil Kinder damit kentern können.

Zwar gebe es für Wasserspielzeug klare europäische Regelungen, aber keine wirksamen Kontrollen, sagte TÜV-Chef Friedrich Hecker. Deshalb sollten Verbraucher diese Produkte nicht in Strandbuden kaufen, sondern bei bekannten Handelsunternehmen oder in Fachgeschäften. Dabei sollte man darauf achten, dass die Spielzeuge Prüfzeichen tragen.

BEI VERLÄSSLICHEN QUELLEN KAUFEN: Fachgeschäfte und Kaufhäuser verfügen über eine interne Qualitätssicherung. Bei der “Bude“ am Strand oder dem Kiosk auf der Promenade ist dies oft nicht der Fall. Der TÜV empfiehlt deshalb, Schwimmhilfen am besten nicht erst im Urlaub zu kaufen, sondern schon vor den Ferien und nach genauer Beratung.

ACHTUNG BEI SCHWIMMLERNHILFEN: Sie sollten das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) tragen. Zudem sollen sie frei won Weichmachern sein, was man an der Kennzeichnung “phthalat-frei“ erkennt.

ALTERS- UND GEWICHTSANGABEN BEACHTEN: Sie sollten dem Kind entsprechen. Ein Kinderschwimmsitz darf kleine Kinder zum Beispiel nicht einengen, Spielzeug für Kinder bis drei Jahre darf keine verschluckbaren Kleinteile enthalten.

SICHT- UND TASTKONTROLLE: Sind die Nähte scharkantig oder die Ventile schlecht verarbeitet, sollte man die Produkte besser nicht kaufen. Sonst besteht die Gefahr, sich zu verletzen.

BESCHRIFTUNG: Der Hersteller oder Importeur muss erkennbar sein. Das ist auch für den Reklamationsfall wichtig.

dpa/ap

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