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Unsere Leserreporter in Bodrum an der Türkischen Ägäis: Astrid und Michael Hoß aus Iffeldorf. Die beiden arbeiten in der eigenen Firma, einer Handelsvertretung in der Gartenbranche und machen gerne Sport- oder Wellnessurlaub, bevorzugt im Mittelmeerraum. Einen Flug in der Business Class haben sie sich privat noch nie geleistet.

Urlaubstester

Leserreporter: So war der Türkei-VIP-Urlaub

Wir aus der Reiseredaktion von tz und Münchner Merkur wissen: Unsere Leser sind die besten Urlaubstester. Deshalb schicken wir sie auch so gerne los, um für uns aus allen Regionen der Welt zu berichten.

„Deluxe statt Döner“ war das Thema für unsere beiden Reporter in der Türkei. In der Business Class von Turkish Airlines, mit Zwischenstopp in der luxuriösen Airline-Lounge in Istanbul, flogen Astrid Hoß (45) aus Iffeldorf und ihr Mann Michael (50) nach Bodrum an der Türkischen Ägäis, wo ein Deluxe-Zimmer im noblen Hotel Kempinski Barbaros Bay für die beiden gebucht war. Wie sie den VIP-Urlaub erlebt haben:

München, 8. November

  • Unser erster Flug mit Turkish Airlines und unser erster Flug in der Business Class: So stehen wir also Ende September frühmorgens zum ersten Mal am Check-in-Schalter für die besonderen Reisenden. Bisher hatten wir immer neidvoll beobachtet, wie man mit diesen Tickets schnell und ohne Warteschlange einchecken kann. Heute waren wir es, die mit neidvollen Blicken verfolgt wurden.
  • Der Service in der Business Class verkürzt die Flugzeit auf angenehme Weise. Noch vor dem Start werden verschiedene Säfte in echtem Kristallglas gereicht. Während des Fluges wird warmes und kaltes Frühstück oder Mittagessen in mehreren Gängen auf Porzellan serviert. Die Getränkeauswahl ist äußerst großzügig. Sich hier auf den sonst so beliebten Tomatensaft zu beschränken wäre geradezu ein Frevel.

Unser Flug nach Bodrum (und zurück) erfolgte mit einem Zwischenstopp in Istanbul, was uns die Chance gab, dort die Business Class Lounge von Turkish Airlines zu erleben. Man betritt die Lounge mit dem Vorzeigen des Tickets und checkt damit gleichzeitig für den Anschlussflug ein, kein weiteres Anstellen mehr notwendig.

  • Turkish Airlines fliegt weltweit 260 Destinationen an und das Drehkreuz ist Istanbul. Das spürt man, wenn man die International Lounge betritt. Hier trifft sich die ganze Welt, alle Nationalitäten und Sprachen kommen zusammen! Wir waren beeindruckt von der Größe der Lounge, dem kulinarischen Angebot und den vielen Möglichkeiten, die Zeit zwischen den Flügen zu verkürzen. Jede Menge Computer, eine riesige Bibliothek, Billardtisch, ein Mini-Kino, eine Carrera-Bahn, ein virtueller Golf-Abschlagplatz, Ruheräume und ein Kinderparadies – da darf die Zeit zwischen den Flügen gerne länger dauern.
    Nach weiteren 55 Minuten Inlandsflug ab Istanbul landen wir am Flughafen Bodrum/Mugla und spätestens, als wir das Gebäude verlassen, wird uns klar: Jetzt geht der Luxusurlaub erst richtig los! Statt wie sonst den Massen zu den Schildern der Reiseveranstalter zu folgen, werden wir von einem lächelnden Herrn persönlich in Empfang genommen und zu einem Luxus-Automobil bayerischer Bauart gebracht. Die Fahrt zum Hotel dauert nur 30 Minuten und liefert uns erste wunderschöne Blicke auf die Buchten der türkischen Ägais.
  • Das Fünf-Sterne-Hotel Kempinski Barbaros Bay liegt malerisch oberhalb der Gokova-Bucht, nur 14 Kilometer von der quirligen Stadt Bodrum entfernt und ist trotzdem eine Oase totaler Ruhe. Wir werden auf das Herzlichste willkommen geheißen – und zwar nicht nur, weil wir die angekündigten Urlaubstester sind. Freundlichkeit wird uns in diesem Hotel in den nächsten Tagen überall begegnen.

Unser Zimmer mit Balkon bietet einen Traumblick über den Pool auf das Meer. Das reichhaltige Frühstück ermöglicht es auch Langschläfern, noch bis 11 Uhr die volle Vielfalt des Buffets zu genießen.

Beide genießen den Luxus des Fünf-Sterne-Hotels Kempinski Barbaros Bay.

Der sonnenhungrige Gast hat im Kempinski Barbaros Bay die Qual der Wahl und muss sich entscheiden: Liegen wir am architektonisch toll gestalteten Pool mit Meerblick, direkt am Strand (unterteilt in Ruhebereich oder Familienstrand) oder im dahintergelegenen Garten mit Liegen und Hängematten? Oder, und das war vom ersten Moment an unser Favorit: am direkt unterhalb des Hotels gelegenen Sonnendeck – einer auf Fels gebauten Holzterrasse. Sie ist Erwachsenen vorbehalten, besitzt eine Bar, leise Chill-Musik und perfekten Service. Das freundliche Personal reicht Handtücher, richtet Liegen neu aus, bringt Snacks an die Liege oder an den Tisch und reinigt im Fall der Fälle sogar mal die Sonnenbrille. Ja, das ist Luxus pur, und wir durften ihn genießen...

Astrid Hoß schreibt Reporter-Tagebuch am Meer.

Um den Hunger nach einem anstrengenden Tag des Nichtstuns zu stillen, wartet das Hotel mit vier Restaurants auf (zusätzlich tagsüber noch das Poolrestaurant und das Sundeck): Wir haben am Anfang das Restaurant Olives ausprobiert. Ein, wie wir fanden, perfekter kulinarischer Einstieg in die türkische Küche auf hohem Niveau: leckere kalte und warme Vorspeisen (Meze), Salatbuffet, kleine warme Zwischenspeisen, die vom Koch frisch zubereitet an den Tisch gebracht werden und Hauptspeisen, bei denen sowohl Fleisch- und Fisch-Liebhaber, aber auch Vegetarier fündig werden. Die Weinauswahl (international und national) erfolgt hier übrigens per iPad, wahlweise in Englisch oder Türkisch, mit entsprechender Weinlegende. Nach dem Essen bietet sich die Terrasse der Bar mit wunderschönem Blick auf die beleuchtete Poollandschaft für einen Schlummertrunk an.

Wir testeten auch das italienische Restaurant La Luce, das wunderschön auf einer Terrasse über dem Meer liegt. Geführt wird es von Adriano, der fließend Deutsch spricht, und seiner deutschen Lebensgefährtin.

Erwähnen wollen wir auf jeden Fall noch den riesengroßen Spa-Bereich, der nicht nur das türkische Hamam und verschiedene Saunen und Dampfbäder anbietet, sondern in 14 Therapieräumen auch alle erdenklichen Wellness-Treatments der ganzen Welt.

Was wir unternommen haben

Da für uns Urlaub immer auch Neugierde auf das bereiste Land bedeutet, haben wir hin und wieder diese Luxus-Enklave verlassen und Ausflüge gemacht.

  • Mit unserem Mietwagen, den wir bereits von Deutschland aus gebucht hatten, besichtigten wir in Teilabschnitten an mehreren Tagen fast die gesamte Küste der Bodrum-Peninsula.
  • Natürlich gehört dazu der Besuch der Stadt Bodrum selbst, mit ihren zwei durch die mittig auf einem Hügel thronende Burg getrennten Buchten. Die Stadt ist trotz Nachsaison quirlig, laut und touristisch. Der Hafen mit der weltweit größten Anzahl an Holzschiffen, den Gulets, ist ebenfalls auf jeden Fall sehenswert!
  • Einen krassen Gegensatz hierzu findet man an der Westküste, in Yalikavak und speziell dort an der Palmarina, dem Yachthafen. Hier ist alles neu, edel und zumindest jetzt, Ende September, geradezu leergefegt. Den Spaziergang entlang der Yachten beendeten wir in einer Bar am Ende der Pier bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.
  • Die Orte Gündogan und Türkbükü an der Nordseite werden nicht umsonst als das St.Tropez der Türkei bezeichnet. Unser persönliches Highlight war allerdings der Ort Gümüslük. Er liegt in einer kleinen Bucht, vorgelagert ein Inselchen (Haseninsel) mit den Überresten der antiken Stadt Myndos. Je nach Wasserstand kann man zu Fuß durchs Wasser auf die Insel hinübergehen – auf dem alten, inzwischen im Wasser versunkenen, gepflasterten Weg. Die Restaurants am Wasser sind alle liebevoll dekoriert, zum Teil kann man an Tischen direkt im Sand an der Wasserlinie sitzen. Frischer und besser kann man Fisch vermutlich nicht essen. Wir haben hier einen wunderschönen, romantischen Abend verbracht, haben hervorragend gegessen und auch an diesem Ort einen fast schon kitschigen Sonnenuntergang erlebt.

Unser Fazit

Eine tolle Reise, die uns eine neue Erfahrung in Sachen „Fliegen auf hohem Niveau” gebracht hat, wunderschöne Tage in einem international besuchten Fünf-Sterne-Resort mit Luxus, den wir in den Tagen danach zu Hause schmerzlich vermisst haben, und die Erkenntnis, dass Luxus und Döner eben doch kein Widerspruch sein müssen.

Astrid und Michael Hoß 

Die Infos zum Reiseziel

REISEZIEL Bodrum, die weiße Stadt, liegt wie ein Amphitheater angeordnet in einer Bucht der Türkischen Ägäis an den Ausläufern des Taurusgebirges. Die Küstenlandschaft ist hier gegliedert durch zahlreiche Kaps und vorgelagerte Inseln. Bodrum hat etwas mehr als 30.000 Einwohner. Die griechische Insel Kos ist 30 Schiffsminuten entfernt.

Turkish Airlines.

ANREISE Turkish Airlines fliegt fünfmal täglich von München nach Istanbul und von dort täglich bis zu 15 Mal weiter nach Bodrum sowie in über 260 Destinationen in 108 Ländern weltweit. Das Flugticket München-Bodrum kostet ab 207,98 Euro in der Economy-Klasse und ab 675,98 Euro in der Business-Class. Info/Buchung im Reisebüro oder online unter www.turkishairlines.de.

WOHNEN Das Kempinski Hotel Barbaros Bay mit 149 Zimmern und 24 Suiten liegt an einer der schönsten Buchten der Halbinsel Bordrum, 20 Autominuten vom Hafen Bodrum entfernt (zum Flughafen sind es 38 Kilometer). Das Hotel wurde auf einem 70 000 Quadratmeter großen Areal direkt auf die Klippen gebaut, dadurch hat man von jedem Zimmer (jedes mit Balkon oder Terrasse) einen freien Blick aufs Meer und den hoteleigenen Strand in der Bucht. Der Infinity Pool, der 100 Meter über dem Meer liegt, scheint sich übergangslos mit dem Meer zu verbinden. Zum Hotel gehören vier Restaurants und drei Bars sowie ein 5500 Quadratmeter großer Spabereich mit traditionellen türkischen Hamams, einem Innenpool und einem Fitnessraum. DZ ab 180 Euro/Nacht, Deluxe-DZ ab 220 Euro, Junior Suite ab 290 Euro, jeweils bei Doppelbelegung, 20 Prozent Rabatt für Frühbucher. Buchung per E-Mail unter reservations.barbaros@kempinski.com. Das Hotel ist ganzjährig geöffnet.

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