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Touristen sollten im Urlaub wohl besser auf Kamelritte verzichten.

Auf Ritte verzichten

Behörden warnen Urlauber vor Kamel-Virus

Berlin - Besser nicht mit Kamelen in Kontakt kommen sollten Touristen, die sich im Nahen Osten aufhalten. Möglicherweise sind die Tiere Überträger eines gefährlichen Virus.

Das obligatorische Foto mit Kamel vom Urlaub im Nahen Osten sollten Urlauber wohl eher bleiben lassen: Das Auswärtige Amt warnt vor dem Kontakt mit den Tieren. Möglicherweise können sich Touristen über sie mit einem gefährlichen Virus infizieren, das die Atemwege stark angreift.

"Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus" heißt das Virus genau und ist erst seit Sommer 2012 bekannt. Es löst eine grippeähnliche Erkrankung aus, welche in eine Lungenentzündung übergehen und zu Atemversagen führen kann. Häufiges Begleitsymptom ist laut Robert Koch Institut Durchfall, es kann bei schweren Verläufen auch ein Nierenversagen auftreten.

"Es gibt Hinweise, dass Fledermäuse das Virusreservoir sind und Kamele an der Übertragung beteiligt sein könnten", schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite. Reisende sollten deswegen den Kontakt mit den Tieren meiden. Saudi-Arabien, Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Kuwait sind laut dem Amt besonders betroffen.

170 Fälle von Infizierungen mit dem Virus wurden der Weltgesundheitsorganisation WHO laut Robert Koch Institut bereits gemeldet, 40 Prozent der Patienten starben. Alle bisherigen Fälle waren direkt oder über einen anderen Patienten mit der arabischen Halbinsel oder benachbarten Ländern in Kontakt.

In Deutschland wurden bis jetzt zwei mit dem Virus Erkrankte behandelt. In München war 2013 ein infizierter Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an der Krankheit gestorben. Ein in Essen behandelter Patient aus Katar ist inzwischen wieder gesund.

wei

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