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Paris, die Stadt der Liebe, sieht für viele Touristen in der Realität ganz anders aus.

Paris Syndrom

Warum Paris für bestimme Reisende zum Albtraum werden kann

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Paris wird bei Touristen, die noch nie dort waren, oft romantisiert. Je stärker das geschieht, desto wahrscheinlicher können sie unter dem Paris-Syndrom leiden.

Paris. Die Stadt der Liebe, erlesener Weine und raffinierter Gerichte. Wie keine zweite Stadt weckt Paris romantische Gefühle und eine starke Sehnsucht. Je stärker diese Romantisierung im Vorfeld besteht, desto eher können Reisende unter dem Paris-Syndrom leiden.

Kultur-Schock: Das Paris-Syndrom

Als Paris-Syndrom wird eine vorübergehende psychische Störung bezeichnet. Meist sind davon Japaner beim Aufenthalt in Paris betroffen. Denn gerade in der japanischen Kultur ist Paris Sinnbild für Liebe, Romantik und Sehnsucht.

Auslöser für das Paris-Syndrom gilt der extreme Unterschied zwischen der Erwartungshaltung der Touristen und dem tatsächlichen "Spirit" der Stadt. Zusätzliche Auslöser sind die Sprachbarriere, kulturelle Unterschiede, ein idealisiertes und romantisiertes Image sowie die Erschöpfung, die mit dem Besuch einer Metropole einhergeht. 

Das kulturgebundene Syndrom ist jedoch keine anerkannte Diagnose. Professor Craig Jackson, Leiter der Psychologie an der Birmingham City University, hat die Erkrankung untersucht und sagte gegenüber der Dailymail, Psychiater und Psychologen könnten sich nicht darauf einigen, was das Paris-Syndrom tatsächlich sei: "Es ist keine voll anerkannte psychische Erkrankung wie Schizophrenie oder Depression. Eher handelt es sich um eine Ansammlung von subjektiven Symptomen, bei denen die Betroffenen sich in neuen Umgebungen unwohl und nicht dazugehörig fühlen."

Das Paris-Syndrom ist durch folgende psychische Symptome gekennzeichnet:

  • Schwindel
  • Starkes Schwitzen
  • Akute Wahnzustände
  • Halluzinationen und Verfolgungswahn
  • Verlust des Realitätssinns
  • Angst

Fälle des Paris-Syndroms

Die Stärke der Symptome variiert je nach Person. So berichtete der Konsulatschef der japanischen Botschaft in Paris, Yoshikatsu Aoyagi im Jahr 2006 von zwei Damen, die überzeugt waren, ihr Hotelzimmer sei verwanzt. Sie glaubten, gegen sie sei eine Verschwörung im Gange und litten unter Verfolgungswahn. Ein Mann, der Paris besuchte, war der Überzeugung war, er sei Ludwig XIV., während eine Frau fest glaubte, sie würde mit Mikrowellen attackiert werden.

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sca

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