"Emotional Support Animals"

Warum in den USA Tiere im Flugzeug zum Problem werden

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Zuerst waren es nur Blindenhunde, dann wurde die Regelung auf Katzen, Hühner, Hausschweine und sogar Ponys ausgeweitet. Doch die Tiere bringen Probleme mit in die Passagierkabine.

Seit 2003 ist es in den USA möglich, dass psychisch instabile Menschen ihre Lieblingstiere mit ins Flugzeug nehmen. Lobbygruppen haben sich bereits seit den 1980er Jahren dafür eingesetzt, dass betroffene Personen nicht nur Blindenhunde, sondern auch viele andere Tiere ihrer Wahl mitnehmen dürfen. 

Die tierischen Begleiter, im Fachjargon "Emotional Support Animals" genannt, sollen unterstützend gegen die Flugangst der Passagiere wirken, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Was jedoch nicht beachtet wurde: Immer öfter kommt es deswegen zu tierischen Komplikationen in der Passagierkabine.

Nicht nur Allergiker beschweren sich nun über Katzenhaare an Board, sondern auch Fluggäste, die sich durch die Tiere wie beispielsweise Ratten gestört fühlen. Auch ist es bereits vorgekommen, dass Stewardessen ausgebüxte Katzen wieder einfangen mussten. Nun beschäftigt sich sogar der Ausschuss für behindertengerechtes Reisen mit der Angelegenheit. Eine neue Regelung für die USA soll in den nächsten Monaten veröffentlicht werden.

Auch die US-Fluggesellschaften haben bei dem umstrittenen Tiertransport ein Wörtchen mitzureden: Da normalerweise eine Gebühr für die Mitnahme von Haustieren erhoben wird, könnten über den Weg der "Emotional Support Animals" die Tiere kostenlos mitfliegen.

Bisher darf das Flugpersonal nur auffällige und ungewöhnliche Tiere wie beispielsweise Spinnen oder Schlangen abweisen. Die Mitarbeiter der Airlines dürfen auch die "emotionalen Leistungen" der Tiere nicht hinterfragen, da die betroffenen Passagiere die Fluglinie wegen Diskriminierung verklagen könnten und diese Entschädigung zahlen müsste.

Rubriklistenbild: © Twitter / @mark_essig

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