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Cho Hyun Ah entschuldigte sich für ihre folgenschweren Mäkeleien.

Sie wollte sie im Schälchen

Eklat um Tüten-Nüsse: Airline-Managerin gefeuert

Seoul - Weil ihr missfiel, wie ihr vor dem Abflug ein paar Nüsse angeboten wurden, hat die Tochter des Chefs von Korean Air den planmäßigen Start verhindert. Der Vorfall hat jetzt ein Nachspiel.

Cho Hyun Ah sei nach öffentlicher Kritik an ihrem Verhalten von ihrem Posten als Vize-Vorsitzende der größten südkoreanischen Fluggesellschaft zurückgetreten, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag.

Der Zwischenfall hatte sich am Freitag in New York ereignet. Eine Flugbegleiterin hatte Cho Macadamianüsse angeboten, um die sie nicht gebeten habe. Und nicht nur das: Die Knabberei wurde ihr in der Packung und nicht in einem Schälchen angeboten, wie Cho das eigentlich erwartet habe, berichteten südkoreanische Medien.

Daraufhin habe Cho darauf bestanden, dass die Chefin des Kabinenpersonals das Flugzeug verlassen müsse, weil sie für den Verstoß gegen die Servicevorschriften verantwortlich sei, erklärte Korean Air. Die Maschine, die bereits auf dem Weg zur Startbahn war, musste zum Terminal zurückrollen und startete schließlich mit 20 Minuten Verspätung.

Zeugin: Cho ließ Stewardess niederknien

Die Ex-Managerin bestreitet allerdings, dass sie den Serviceleiter Park Chang Jin und eine Stewardess außerdem aufforderte, vor ihr niederzuknien. "Davon weiß ich nichts", sagte Cho. Eine Passagierin in der ersten Klasse bestätigte hingegen entsprechende Aussagen Parks, der sich über eine Erniedrigung durch die Managerin beschwert hatte. "Mir taten die beiden sehr Leid, sie wirkten vollkommen verängstigt", sagte sie dem Sender KBS.

Das Verkehrsministerium ordnete eine Untersuchung des Vorfalls, der in Südkorea große Empörung auslöste, auf mögliche Verstöße gegen die Flugsicherheit an.

Vater und Tochter entschuldigen sich

Cho Yang Ho, der Chef von Korean Air, gab sein Versagen bei der Erziehung seiner Tochter zu. 

Der Chef der südkoreanischen Fluggesellschaft Korean Air entschuldigte sich für das Verhalten seiner Tochter. Bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz bezeichnete Cho Yang Ho ihr Verhalten am Freitag als "dumm". "Ich entschuldige mich als Vater und als Chef von Korean Air", sagte er.

Die gescholtene Tochter trat am Freitag schließlich selbst vor die Fernsehkameras, als sie für eine Befragung zu dem Vorfall im Verkehrsministerium erschien. "Ich entschuldige mich ernsthaft", sagte sie mit kaum hörbarer Stimme vor Journalisten. Sie wolle die Verantwortung für den Vorfall übernehmen, wurde Cho zitiert und bestätigte zudem, dass sie alle ihre Posten aufgebe. 

Cho Hyun Ah wollte die beiden Flugbegleiter am Sonntag sogar persönlich aufsuchen, doch da keiner von ihnen zu Hause war, hinterließ sie eine Botschaft an ihren Haustüren, wie eine Sprecherin der Fluglinie mitteilte.

afp/dpa

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