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Sommerurlaub in greifbarer Nähe: Günstige Preise und positive Markttrends helfen bei der Entscheidung.

So wird der Reisesommer

Es ist Zeit, an den Sommerurlaub zu denken. Der Krise zum Trotz wollen die meisten Deutschen auch in diesem Jahr verreisen, aber nicht um jeden Preis. Die wichtigsten Trends und Spartipps für 2010.

Frühzeitig oder Last Minute

Den Arbeitnehmern fehlt in Zeiten der Krise die nötige Planungssicherheit, frühzeitig den Sommerurlaub zu buchen. So wird 2010 eine Fortsetzung des letzten Jahres, über das Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reiseverbands DRV sagte: „Das war ein Jahr der Langfrist- Planer und Kurzfrist-Entscheider.“ Immerhin: Ein Drittel der Urlauber legte sich bei der Planung beizeiten fest, um sich die Frühbucher-Rabatte – laut DRV bis zu 30 Prozent – zu sichern. Viele Veranstalter haben die Frühbucher-Rabatte jetzt verlängert.

Beispiel TUI: In rund 200 Hotels gibt’s bei Buchung bis 28. Februar noch einmal 100 Euro Rabatt. 58 Prozent der Deutschen sind aber laut Umfrage der Nürnberger Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) davon überzeugt, dass man bei Last-Minute- Angeboten mehr sparen kann.

Alles oder nichts

Die Kosten im Griff behalten – darum geht es beim All-inclusive- Urlaub, für den sich laut GfK heuer jeder dritte Urlauber entscheiden wird. Bei dieser Urlaubsform gibt es kaum Nebenkosten, Mahlzeiten, Getränke, Sportangebote sind vorab bezahlt. Es gibt aber auch den gegenläufigen Trend: Dynamic Packaging aus Bausteinen. Motto: Nur das bezahlen, was man wirklich braucht. Wie viele diese Urlaubsform wählen, wurde für die Studie nicht abgefragt. Was jedoch als Nischenprodukt begann, entwickelt sich zu einem wachsenden Marktsegment.

Klassisch oder exotisch

Acht Wochen nach dem Verkaufsstart für die Sommersaison 2010 kristallisieren sich die ersten Trends heraus. Fernreise-Klassiker wie Thailand, USA, Kuba und Südafrika befänden sich im Plus, sagt TUI Chef Dr. Volker Böttcher. Auf der Mittelstrecke punkten die Türkei, Korfu und Menorca, das aus dem Schatten seiner großen Schwester Mallorca tritt.

Immer mehr aufs Meer

Auf dem Meer wachsen die Umsätze. 1999 unternahmen 380 000 Deutsche eine Kreuzfahrt, 2009 waren es laut DRV über eine Million. Auch heuer kommen wieder neue Ozeanriesen dazu. Der Ökonom nennt einen solchen Markt „angebotsgetrieben“, was für den Kunden heißt: Schnäppchen. Ein Ende des Preiskampfes ist nicht in Sicht.

Billigflieger auf neuem Kurs

Viele Airlines haben in guten Zeiten neue Flugzeuge bestellt, die werden jetzt geliefert und wollen ausgelastet werden, so dass kaum mit steigenden Preisen zu rechnen ist. Etwas anders sieht es bei den Ferienfliegern aus, da haben die Veranstalter im vergangenen Jahr auf schwach gebuchten Strecken Kapazitäten abgebaut. Das wird die Preise stabil halten.

Von Mensch zu Mensch

Im Krisenjahr 2009 war das Reisebüro wieder gefragt. Bei den rein touristischen Büros stieg die Zahl erstmals wieder, zwar nur um 41 auf 6944, aber immerhin. Zurückzuführen ist der Trend wohl letztlich auf die persönliche Beratung.

Nicht alles wird billiger

In vielen Ferienländern werden die Mietwagen knapp: Die großen Anbieter haben ihre Flotten verkleinert, weil zuletzt die Nachfrage sank. Preissteigerungen von zehn Prozent und mehr sind wahrscheinlich. Und auch Luxusreisen werden nicht billiger. Grund: Die Zielgruppe der Vermögenden, die beim Urlaub keine Abstriche machen muss, bleibt offenbar konstant.

Thomas Sell

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