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Das Risiko eines Vogelschlags lässt sich von einer Airline nicht vermeiden. Wird ein Flug aus diesem Grund abgesagt, muss sie keine Entschädigung zahlen. Foto: Boris Roessler

Wissen für Fluggäste: Keine Entschädigung bei Vogelschlag

Vogelschläge können schwere Schäden an Flugzeugen verursachen. Manche Maschinen dürfen nach einem solchen Vorfall nicht mehr starten. Für Passagiere bedeutet dies meist lange Verzögerungen oder Flugausfälle. Haben sie dann einen Anspruch auf Entschädigung?

Darmstadt (dpa/tmn) - Wenn ein Triebwerk eines Flugzeugs nach dem Start durch Vogelschlag beschädigt wird, liegt ein außergewöhnlicher Umstand vor. Das heißt, Passagieren steht bei einer Verspätung keine Entschädigung zu.

In dem vom Landgericht Darmstadt verhandelten Fall (Az.: 7 S 176/14), über den die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" berichtet, wollten die Kläger aus der Dominikanischen Republik zurück nach Deutschland fliegen. Nach dem Start entschied sich der Pilot aber, wieder auf der Karibikinsel zu landen, weil das Triebwerk einen Schaden hatte.

Die Atlantiküberquerung erschien zu gefährlich. Offenbar war ein Vogel in ein Triebwerk geflogen und hatte dieses beschädigt. Die Kläger erreichten ihr Ziel erst mit zwei Tagen Verspätung. Sie klagten auf eine Entschädigung nach EU-Recht.

Vor Gericht hatten sie damit keinen Erfolg. Wie das Gutachten eines Sachverständigen ergab, hatte tatsächlich ein Vogel den Schaden verursacht. Die Kläger hatten dies abgestritten. Das Risiko eines Vogelschlags lasse sich von der Airline aber nicht vermeiden, daher handelt es sich um einen außergewöhnlichen Umstand. Es gab keine Entschädigung für die lange Verspätung.

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