Geburtstagsgeschenk mit Schönheitsfehlern

- Emmering gewinnt gegen Garmisch-Partenkirchen trotz schlechter Leistung

VON DIETER METZLER Emmering - Am Samstagnachmittag gab es wahrlich keinen Fußball für Feinschmecker im Hölzlstadion zu sehen. Die Begegnung zwischen dem gastgebenden FC Emmering und dem FC Garmisch verdiente beileibe nicht das Prädikat Spitzenspiel. Mit einem erst in der Schlussphase sichergestellten 3:0-Sieg bleiben die FCE-Kicker daheim aber weiterhin ungeschlagen. Zusätzlich bereitete die Elf ihrem Trainer Sebastian Hartl ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Hartl wurde tags zuvor 55.

Mit dem Erfolg zog Emmering punktemäßig gleich mit Garmisch, rückte aufgrund des besseren Torverhältnisses aber auf Tabellenplatz drei vor. Emmering begann im Vergleich zum 0:0 in Gräfelfing mit einer Änderung in der Aufstellung. Der etatmäßige Libero Martin Ufer musste zunächst auf der Bank schmoren, seinen Part übernahm Martin Lankes. Welche Gründe Hartl zu dieser Umstellung auch bewogen haben, dem Spiel des FCE haben sie zweifellos geschadet.

Im Mittelfeld fehlte Lankes der Mannschaft an allen Ecken und Enden. So war es auch nicht verwunderlich, dass die gefährlichsten Aktionen immer dann zustande kamen, wenn Lankes seinen Liberoposten aufgab und mit nach vorne marschierte. Die dickste Chance für die Platzherren vergab Christian Scherer kurz vor der Pause, als er nach technisch perfekter Ballannahme das Leder neben das Garmischer Gehäuse setzte. Drei Minuten zuvor bewahrte FCE-Keeper Florian Eckl bei einem Freistoß von FCG-Kapitän Franz Benkert seine Elf vor einem Rückstand, als er den Ball mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte. Mit Thomas Loder für den glücklos kämpfenden Sascha Tochtermann und mit Martin Ufer für den blassen Sebastian Jakob sollte das Spiel des FCE endlich Früchte tragen. Ufer übernahm seinen gewohnten Liberoposten, Lankes tummelte sich wieder im Mittelfeld. Doch zunächst sah sich die Hartl-Elf einem Sturmlauf des Gegners ausgesetzt. Der Führungstreffer für die Gäste lag mehrmals in der Luft. Ein glückliches Händchen bewies Wastl Hartl mit der Einwechselung von Tobias Jakob. Bei seinem zweiten Ballkontakt, einem 18-Meter-Flachschuss, brachte Jakob den FCE in Führung. Mit einer Energieleistung bereitete Martin Lankes die Entscheidung vor. Der erneut zu den auffälligsten Akteuren zählende Lankes setzte sich auf dem rechten Flügel durch, flankte maßgerecht und Christian Scherer musste nur mehr einnicken. Den Schlusspunkt setzte erneut Scherer, als er einen vom Garmischer Torhüter an Thomas Loder verursachten Strafstoß sicher verwandelte.

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