Das klägliche Chaos hat einen Namen...

- Emmering - Selbst gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten kann der FC Emmering nicht mehr gewinnen. Zum Saisonbeginn von ihm noch zum Spitzenteam gekürt, wird für Trainer Heinz Tochtermann nun trotz aller Durchhalteparolen aus dem Präsidium die Luft immer dünner. Geradezu erbärmlich ergab sich seine Elf ihrem Schicksal und unterlag dem Forstenrieder Absteiger-Team des Ex-Emmeringer Thomas Ströhle mit 2:3. Ernsthafter denn je muss der FCE nun um den Klassenerhalt bangen.

Kläglich, peinlich, hilflos - so trat Emmering vor den eigenen maßlos enttäuschten und bitterböse schimpfenden Fans gegen die bereits mit der Kreisliga planenden Münchner Vorstädter auf. Tochtermann und der wieder genesene Abteilungsleiter Georg Bachmeyer standen nach dem Abpfiff fassungslos auf dem Platz, während die Spieler niedergeschlagen in die Kabine schlichen. Ernsthaft hatte wohl niemand im Emmeringer Lager mit einer Niederlage über die bis dato nur mit einem Saisonsieg (3:2 über Oberweikertshofen) angereisten Gäste geglaubt.

Nach der blamablen Vorstellung dürfte der FCE wohl endgültig sämtlichen Kredit bei der ohnehin schrumpfenden Anhängerschar verspielt haben. Den Spielern fehlt einfach jene Leidenschaft, die es einer Mannschaft ermöglichen würde, die spielerischen Mängel durch Kampf auszugleichen. Aber steht da überhaupt eine Crew auf dem Platz, die nach Herbergers Vorbild ("Elf Freunde müsst ihr sein") rackert und wühlt?

Nach 20-minütiger Einfallslosigkeit der Hausherren wurde der aus einer verstärkten Abwehr agierende Tabellenletzte immer mutiger. Der zweite Entlastungsangriff bescherte den Gästen die überraschende Führung. Gegen den platzierten Schuss ins Kreuzeck besaß Ersatzkeeper Michael Müller nicht den Hauch einer Chance. Müller musste für Stammkeeper Florian Eckl einspringen, der sich beim Aufwärmen eine Zerrung zugezogen hatte.

Die Taktik der Gäste ging mit dem 2:0 zwei Minuten nach Wiederanpfiff endgültig auf. Emmering wirkte gehemmt und unsicher, konnte sich letztlich auch 40 Minuten lang nach einer Ampelkarte gegen nur noch zehn Gegenspieler nicht entscheidend durchsetzen. Hinzu kamen erneut eklatante Schwächen im Abschluss. Darüber täuschen auch die Tore von Christian Scherer und Alex Boos nicht hinweg.

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