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Nicht zu stoppen: Max Specker (re.) zeigte eine überragende Leistung und schoss das 2:0. 

Kampf bis zum Wadenkrampf

Bad Heilbrunn vermasselt Deisenhofen die Aufstiegschance

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Hätte der SV Bad Heilbrunn noch nachweisen müssen, dass er zurecht in die Bezirksliga aufsteigt – spätestens seit Sonntagnachmittag ist der Nachweis erbracht.

Bad Heilbrunn – Hochverdient bezwang der HSV den FC Deisenhofen II mit 2:0 – und verpatzte den Gästen die Chance auf den Aufstieg. Unmittelbar nach Spielende ging Gäste-Trainer Florian Lanz zu seinem Kollegen Walter Lang, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Dass ihr noch mal so motiviert ins Spiel geht – damit hätte ich nicht gerechnet.“

Auch Lang selbst war mehr als zufrieden: „Das war ein würdiger Abschluss, Respekt. Die Mannschaft hat den Charakter gezeigt, der sie schon die ganze Saison ausgezeichnet hat.“ Dass seine Schützlinge noch mal solch einen Auftritt hinlegen, überraschte Lang wohl selbst am meisten. Die Vorbereitung auf die Partie war schließlich nicht so ganz lehrbuchmäßig. Ein Teil der Mannschaft war erst in den frühen Morgenstunden von der „Mexican Night“ in Sachsenkam zurückgekehrt. Lang gab sich nachsichtig: „Das sind junge Burschen, die ein Jahr lang hart für den Erfolg gearbeitet haben. Wenn sie am nächsten Tag so spielen, dürfen sie das.“

Nach ausgeglichenem Start bekam der HSV das Spitzenspiel immer besser in den Griff. In der 34. Spielminute verwandelte Anton Krinner kühl einen berechtigten Foulelfmeter. Dann erhöhte Max Specker nach einem Traumpass von Thomas Schmöller auf 2:0. Die Gäste wirkten angezählt, zumal der Relegations-Konkurrent Habach weiter mit 1:0 führte.

Nach dem Seitenwechsel behielten die Gastgeber das Spiel im Griff. Doch dann informierte Lanz seine Mannschaft, dass Habach plötzlich mit 1:2 in Rückstand lag. Diese Nachricht setzte beim FCD neue Kräfte frei. Ein erster Schussversuch streifte knapp am Heilbrunner Tor vorbei (60.), Thomas Karl setzte einen Freistoß neben das Heilbrunner Tor (62.), Rudi Gerhartsreiter zielte bei seinem Schuss etwas zu weit in die Mitte (63.). Für ein paar Minuten schien es so, als kämen Hausherren ins Wanken. Doch die Heilbrunner befreiten sich aus der Umklammerung. „Die Mannschaft hat das taktisch ganz clever gemacht“, lobte Lang.

Ein ums andere Mal erarbeitete sich der HSV hochkarätige Konterchancen. Doch Max Specker scheiterte ebenso aus aussichtsreicher Position (64./88.) wie Thomas Schmöller (68.), Anton Krinner (89.) und Mamziz Koroma (92.). Fast mit dem Schlusspfiff setzte Max Specker noch einen Schuss ans Torgestänge, ehe er mit Wadenkrämpfen ausgewechselt werden musste. Ebenso wie seine Teamkollegen hatte der Torjäger bis zum Umfallen gekämpft. Am Ende waren die Gäste mit der knappen Niederlage noch gut bedient.

Text: pr

SV Bad Heilbrunn – Deisenhofen U 23 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 (34.) Krinner (Foulelfmeter, 2:0 (45.) M. Specker.

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