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Elfmeter oder Stürmerfoul? TSV-Torwart Maxi Schönsteiner und Münsings Torjäger Simon Schmid gerieten aneinander, doch Schiedsrichter Lucas Jerlich entschied zugunsten der Hausherren. 

Kreisklasse 3 kompakt

Benediktbeuerns Gärner: „Kampf und Einstellung haben gepasst“

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Der TSV Benediktbeuern und der SV Münsing-Ammerland trennen sich mit einem leistungsgerechten Unentschieden (1:1). Dennoch sorgte die Partie für reichlich Diskussionsstoff.

ESV Penzberg – TSV Schäftlarn 4:1 (2:1) 

Neues Spiel, gleiche Fehler – macht in der Summe die nächste Niederlage für den TSV. „Es ist zum Haare raufen“, ärgerte sich David Balogh über individuelle Aussetzer, die sein Team erneut um ein Erfolgserlebnis brachten. Ein haarsträubender Fehlpass im Spielaufbau ging der Penzberger Führung (30.) voraus. Den Lapsus konnte Leander Troppmann zwar postwendend mit einem strammen Schuss unter die Latte ausgleichen (32.), doch nur fünf Minuten später lag Penzberg wieder vorn, weil sich die TSV-Hintermannschaft bei einer Ecke „zu brav verhielt“. Ein nicht gegebenes Abseitstor und ein gehaltener Elfmeter waren weitere Höhepunkte auf Seiten der Gäste, die mit einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung das 1:3 (66.) einleiteten. „Da bist du am Drücker, und dann sowas. Das kann einfach nicht wahr sein“, schnaufte Balogh, dessen Team sich in der Nachspielzeit noch ein weiteres Gegentor einfing.  

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TSV Benediktbeuern – SV Münsing-Ammerland 1:1 (1:1) 

Den Zuschauern wurde keine mitreißende Partie geboten. Dennoch gab es auf beiden Seiten Szenen, die für Diskussionsstoff sorgten – allesamt kurz vor dem Seitenwechsel. Da war zunächst Gästetorjäger Simon Schmid durch die bis dahin konsequent agierende Abwehr der Gastgeber gebrochen, steuerte alleine auf Maxi Schönsteiner zu. Der TSV-Keeper eilte aus seinem Kasten und kam ebenso wie Schmid zu Fall. Christos Gkouziotis schob die Kugel ins leere Gehäuse, aber Schiedsrichter Lucas Jerlich hatte bereits unterbrochen. Abseitstor oder Elfmeter? Nein, Stürmerfoul war die Entscheidung. Die Partie wurde mit einem Freistoß für die Hausherren fortgesetzt. Kurz darauf verhinderte Schönsteiner mit seiner zweiten Glanztat den Führungstreffer der Hausherren. Der fiel dennoch vor dem Seitenwechsel: Nach einem Zweikampf an der Torauslinie zwischen Florian Deiser und Florian Buchlohe deutete Jerlich auf den Elferpunkt. Schmid (44.) ließ sich die Chance nicht entgehen, vollstreckte unhaltbar zu seinem 13. Saisontor. Noch vor dem Pausenpfiff dann eine ähnlich Szene auf der gegenüberliegenden Seite. Schandl wurde attackiert und erneut gab es einen Strafstoß. Benedikt Guggemos (45. + 2) markierte souverän den Ausgleich. Nach Wiederbeginn ähnelte das Geschehen dem Spielverlauf der ersten Halbzeit. Münsing hatte mehr Ballbesitz, kam aber nur zu wenigen guten Möglichkeiten; bei der besten war Schönsteiner erneut auf dem Posten. TSV-Trainer Thomas Gärner bilanzierte: „Kampf und Einstellung haben gepasst. Ich denke, das Unentschieden geht in Ordnung.“ Sein Trainerkollege Christos Georgiadis meinte: „Ich möchte nicht behaupten, dass wir zwei Punkte verloren haben, aber es wäre mehr möglich gewesen.“  

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FC Kochelsee Schlehdorf – MTV Berg II 2:0 (1:0) 

Gegen den Tabellenletzten taten sich die Hausherren ungewöhnlich schwer. Aber nicht etwa wegen der eisernen Gegenwehr der Berger. „Wir haben den Ball nicht laufen lassen, uns immer wieder in Zweikämpfen verstrickt“, analysierte FC-Trainer Klaus Fahrner. Selbst das 1:0 durch Vladimir Nedeljkovic (30.) brachte nicht die erhoffte Ruhe ins Spiel. Eine Kombination wie sich Fahrner mehrere gewünscht hätte, brachte das 2:0 (49.): Markus Kröner spielte steil auf Stefan Raffeiner, der schlug noch einen Haken um den MTV-Keeper und schob ein. Danach machte Berg komplett auf, doch die Kochler agierten weiterhin zu fehlerhaft. „Wir hätten mindestens noch ein, zwei Tore nachlegen müssen“, kritisierte Fahrner, „wir sind viel gelaufen, aber leider umsonst.“  

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SV Uffing - SV Eurasburg-Beuerberg 4:1 (2:0) 

Für das buchstäblich letzte Aufgebot des SVEB erwies sich der Tabellenführer als eine Nummer zu groß. „Wir waren heute chancenlos. Das muss man ehrlicherweise sagen“, meinte Trainer Klaus Brand, der zu Beginn der Partie ohne Auswechselspieler da stand. Nach einer „super Kombination“, wie der SVEB-Coach eingestand, war Uffing nach fünf Minuten in Führung gegangen. Nach einer Viertelstunde lagen die Gäste mit 0:2 zurück. Ein Eckball kurz nach der Pause, den ein Eurasburger unglücklich ins eigene Tor drückte, besiegelte die Niederlage endgültig. Daran änderte auch der Anschlusstreffer Felix Gellner (59.) nichts. Der Treffer zum 4:1 fiel in der 75. Minute. „Es ist, wie’s ist“, nahm Brand gelassen, was nicht zu ändern war. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben in der zweiten Halbzeit kämpferisch gut dagegen gehalten.“  

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