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Ollert hadert mit Leistung gegen HSV: „Sollte selbstverständlich sein, im Derby präsent zu sein“

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Von: Oliver Rabuser

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Der zweite Heimsieg ist geschafft: Der SV Bad Heilbrunn um Max Lechner (re., hier beim 3:0) hat gestern Abend einen erstaunlich schwachen FC Penzberg mit 3:1 abgefertigt und steht an der Tabellenspitze.
Der zweite Heimsieg ist geschafft: Der SV Bad Heilbrunn um Max Lechner (re., hier beim 3:0) hat gestern Abend einen erstaunlich schwachen FC Penzberg mit 3:1 abgefertigt und steht an der Tabellenspitze. © oliver Rabuser

Aufatmen beim SV Bad Heilbrunn. Am Spieltag stellte sich die Verletztenmisere als nicht mehr ganz so gravierend dar.

Bad Heilbrunn – Zumindest war die Qualität des Kaders ausreichend, um einen überraschend harmlosen 1. FC Penzberg mit 3:1 in die Schranken zu weisen. „Wir waren die bessere Mannschaft, haben die Fußball-Inhalte auf den Platz gebracht“, resümierte Walter Lang nach dem Schlusspfiff.

Die vom Coach unterstellten Ambitionen seitens der Gäste waren nicht in Ansätzen zu erkennen. Der HSV gewann nicht etwa durch Glück, oder umstrittene Aktionen, sondern weil er präsenter, lauf- und zweikampfstärker war und den Sieg viel mehr wollte. Natürlich mit der Hilfestellung zweier früher Treffer, die das Selbstvertrauen naturgemäß anwachsen ließen. Nach nur vier Minuten knallte Andi Specker den Ball aus kurzer Distanz und schrägem Winkel unter die Latte. Fünf Minuten später war es Bene Specker, der eine einstudierte Eckball-Variante mit einem Schuss in den kurzen Torwinkel krönte. Hübsch anzuschauen, weil der Torschütze den Eckball selbst ausführte und die Kugel von Toni Krinner mustergültig serviert zurück erhielt, ohne dass das im Lager der schläfrigen Gäste auch nur annähernd interessierte.

„Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, in einem Derby präsent zu sein“, verpackte FC-Trainer Simon Ollert seine Kritik am laschen Auftritt der Penzberger geschickt. Doch kann Ollert auch deutlicher werden. „Wir haben am Anfang die Zweikämpfe nicht gewonnen, und mir fehlte das Verlangen der Mannschaft.“ Lang indes gab lediglich zu Protokoll, dass seine Elf „sehr klar“ gespielt habe und die Tore „zur rechten Zeit“ geschossen habe.

Gleiches gilt für das 3:0, das ebenfalls noch vor Seitenwechsel fiel. Marco Hiry verlor an der Mittellinie den Zweikampf gegen Felix Gellner um einen winzigen Augenblick. Doch konnte Gellner so das Spielgerät exakt in den Lauf von Maxi Lechner spitzeln. Dessen Abschluss unter Daniel Baltzer hindurch war Formsache. Eher schon blieb die Frage offen, wo Penzbergs Restverteidigung herumturnte. „Die Mannschaft glaubt noch nicht so recht an sich“, breitet Ollert den Schutzmantel auf. Drei Spiele, ein Punkt - das ist nicht der Anspruch den 1. FC. „Ich habe fast erwartet, dass wir uns am Anfang schwer tun“, sagt Ollert.. „Es liegt nicht am Spielerischen, sondern an der Überzeugung. Ein Tor unbedingt schießen zu wollen, hat komplett gefehlt.“

Heilbrunn indes schaltete ob dem komfortablen Polstern auf konzentrierten Verwaltermodus. „Du musst das Spiel nicht 5:0 gewinnen, sondern clever sein“, betont Lang. Trotz alldem hatte der Landesliga-Absteiger durch Gellner und Krinner noch zwei Hochkaräter. Das 3:1 durch Franz Huber aus einem Gestochere am Fünfer war mehr Zufallsprodukt denn so gewollt. Zumal Gabriel Taffertshofer eine mögliche Schlussattacke durch seine Zehnminutenstrafe ziemlich unmöglich machte. (or)

SV Bad Heilbrunn – 1. FC Penzberg 3:1 (3:0)

Tore: 1:0 (4.) A. Specker, 2:0 (9.) B. Specker, 3:0 (45. + 1) Lechner, 3:1 (80.) Gerg. – Schiedsrichter: Lucas Jehrlich (DJK Fasangarten). – Zuschauer: 301.

HSV: Hüttl – Tiedt, Kapfhammer, A. Specker, Pföderl, A. Pappritz (66. Fr. Schnitzlbaumer), B. Specker (87. Drotleff), M. Schnitzl-baumer, Kritzhuhn, Fr. Schnitzl-baumer, Krinner, Gellner (89. Mertens), Lechner (77. Ammer).

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