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Bald ein gewohntes Bild: Maximilian Wagner coacht kommende Saison den Kreisklassisten FCK Schlehdorf.

Wagner: „Ich muss jetzt erst einmal weg von Antdorf“

Ex-Antdorfer Maximilian Wagner wird Trainer beim FCK Schlehdorf

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Die aktive Karriere war für Maximilian Wagner schon vor etwa zwei Jahren beendet. Der 34-Jährige, der bei seinem Heimatverein ASV Antdorf in den sechs Spielzeiten seit seiner Rückkehr vom Landesligisten BCF Wolfratshausen im Mittelfeld die Fäden zog, hat Arthrose im Sprunggelenk.

„Mit Fußball geht da gar nichts mehr“, so Wagner. Daher konzentrierte er sich auf eine Tätigkeit als Trainer. In der kommenden Saison wird er den Kreisklassisten FCK Schlehdorf betreuen. Es ist seine erste Trainerstelle im Herrenbereich.

Diese Aussage stimmt nicht ganz. Als Roland Krammer in der vergangenen Saison zurücktrat, war Wagner für einige Spiele als Hauptverantwortlicher an der Seitenline, ehe er von Jürgen Staiger abgelöst würde. Der 34-Jährige übernahm wieder das Amt des Co-Trainers, das er beim ASV insgesamt mehr als ein Jahr innehatte. In dieser Saison, die für die Antdorfer so unerfreulich verlief und mit dem Abstieg in die Kreisklasse enden wird, war Wagner nur noch als Zuschauer bei den Spielen seines Heimatvereins zu sehen.

Ab dem kommenden Juli gilt seine volle Konzentration dann dem Traineramt bei den Schlehdorfern, wo er die Nachfolge von Klaus Fahrner antreten wird. Der FCK spielt eine eher durchwachsene Saison. Nach missratenem Start befand sich das Team zunächst im Tabellenkeller. Inzwischen ist es im Niemandsland der Tabelle angekommen. Seit Wochen spielt der FCK um die goldene Ananas. Aufgabe von Wagner wird es sein, wieder Kontinuität und Ruhe in den Verein zu bekommen. Das obere Tabellendrittel ist laut Wagner das Ziel für die kommende Spielzeit.

In seiner aktiven Zeit war der Antdorfer Offensivspieler, entsprechend soll der Stil bei seiner neuen Mannschaft sein. „Ich werde mit Sicherheit nicht den Bus hinten drin stehen haben“, so der 34-Jährige. Will heißen: Der FCK wird sein Heil künftig vornehmlich im Angriff suchen. Läuft alles nach Plan, wird man Wagner am Kochelsee für längere Zeit als Trainer sehen. „Drei Jahre sind der Rahmen, den wir uns gesetzt haben“, berichtet der Antdorfer. „Das soll was aufgebaut werden. Das wird kein Schnellschuss.“

Wagner kann sich sehr gut vorstellen, irgendwann einmal zum ASV Antdorf zurückzukehren. „Dort habe ich meine Wurzeln.“ Dem aktuellen Vorstand der Fußballer gehört er als Beisitzer an. Sofort als Trainer beim ASV zu beginnen, hält er für keine gute Idee: „Das ist alles noch zu frisch. Ich muss jetzt erst einmal weg von Antdorf.“

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