Schlehdorfs Schreckgespenst fehlt in Schäftlarn

FC Kochelsee ohne Goalgetter Leiß gegen Handschuh-Elf 

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Die Spiele der Kreisklasse 3 im kompakten Überblick.

TSV Schäftlarn – FC Kochelsee Schlehdorf (Sa., 16 Uhr) – An den 3. Oktober vorigen Jahres erinnern sich die Gastgeber mit Grausen. 0:11 ging da das Team des damaligen Trainers David Balogh in Schlehdorf unter. „Das war sehr, sehr peinlich“, weiß Coach Thomas Handschuh, der das Debakel am elften Spieltag jedoch nicht als Augenzeuge erlebte. Seit der Winterpause hat sich der Aufsteiger in seiner Leistung stabilisiert und zuletzt mit dem 2:1 in Peißenberg einen wichtigen Sieg eingefahren. „Ich hoffe, dass das ein Befreiungsschlag war“, so Handschuh, „denn jetzt kommen die Wochen, in denen wir dringend Punkte holen müssen.“

Womöglich kommt es seinem Team entgegen, dass bei den Gästen Matthias Leiß die Reise nach Schäftlarn nicht mit antritt. Der FCKS-Torjäger hatte fünf seiner insgesamt 17 Saisontore im Hinspiel erzielt. Dass er immer wieder Leistungsträger ersetzen muss – in Schäftlarn fehlt auch Sebastian Reissenweber – ist Gästetrainer Klaus Fahrner Ärgernis und Herausforderung zugleich. „Die Jungs haben nach der Winterpause gezeigt, dass sie einiges dazu gelernt haben und auch ohne einige Leistungsträger gut spielen und gewinnen können“, sagt der FCKS-Coach. Er hadert lediglich mit den 1:2- Niederlagen bei Tabellenführer Uffing und gegen den ESV Penzberg am Osterwochenende. „Das sind zwei Kerben in unserem guten Lauf“, so Fahrner, dessen Team theoretisch bereits gesichert ist. „Ich will trotzdem so viele Punkte wie möglich. Das ist mein sportlicher Ehrgeiz“, macht er deutlich, dass er keine Ausflugsfahrt nach Schäftlarn plant.  rst

TSV: Rudkowski – Friedrich, Lesch, Kolle, Hein, Lichtenegger, Soldner, Graham, Möller, Hornbogner, Aigner, Erb, Schmitt, D. Schröferl, Motzkau, B. Prölß.

FCKS: Lantenhammer – Simmeth, Kammerlochner, Wagner, Schindler, Jocher, Klinger, Kröner, Resenberger, Syrowatka, S. Raffeiner, Thieme, M. Raffeiner.

BSC Oberhausen – SV Eurasburg-Beuerberg (So., 15 Uhr) – Die Eusarburger Kicker kommen personell auf dem Zahnfleisch daher, lassen sich aber nicht unterkriegen. „Wir wollen unsere Serie so lange wie möglich halten“, versichert Klaus Brand, dessen Team seit der Winterpause noch kein Spiel verloren hat. Und das, obwohl der Trainer beim Blick auf seinen Kader immer wieder feststellen muss, dass er „mit dem letzten Aufgebot“ unterwegs ist: „Wir haben einfach zu wenig Leute. Die Mannschaft stellt sich seit Wochen von alleine auf.“ Weil die Ergebnisse trotzdem stimmen, kann der SVEB gelassen die Reise zum Tabellendritten antreten. „Oberhausen hat auch nix zu verlieren. Beide können befreit aufspielen“, hofft der SVEB-Coach auf einen entspannten Nachmittag.  rst

SVEB: Heigl – R. Knobloch, C. Knobloch, Knaupp, Götzinger, Hartmann, Lange, Greimel, Manhart, Sturm, Maier (?) Nocher (?).

SV Münsing – TSV Peißenberg (So., 16 Uhr) – Mit ihren forschen Auftritten in der Hinrunde, die sie zwischenzeitig auf den zweiten Platz geführt hatte, hat die junge Münsinger Elf Erwartungen geweckt, die sie in der jüngsten Zeit nicht erfüllen konnte. Christos Georgiadis wundert sich darüber nicht. „Celjko Cikos hat im Winter aufgehört, Christos Gkoutsiotis ist seit Wochen beruflich verhindert und Josef Holzer hat sich das Kreuzband gerissen. Das sind drei Routiniers, die uns fehlen“, stellt der SVM-Coach fest. „Und die jungen Spieler haben noch nicht die Ruhe und Konstanz, um das ausgleichen zu können. Das ist ein normaler Reifeprozess.“ Gegen den in der Tabelle nur einen Punkt besser gestellten TSV Peißenberg gibt es einen weiteren Grund, hochmotiviert aufzutreten. „Gegen die habe ich noch nie gewonnen, seit ich Trainer bin“, gesteht Georgiadis.  rst

SVM: Maier – Auer, Hirn, Mannweiler, A. Holzer, Suttner, Buchloh, Schönacher, Pflieger, Schmid, Kiefer, Ehgartner, Singer, Limm.

ESV Penzberg – TSV Benediktbeuern (Sa., 15.30 Uhr)– Direkter Klassenerhalt, Verbleib in der Kreisklasse über die Relegation oder – im schlimmsten Fall – sogar der direkte Abstieg. Für die Benediktbeurer Kicker ist alles möglich. Ein Blick auf das Restprogramm macht jedoch Hoffnung auf einen versöhnlichen Saisonausklang. Von den verbleibenden fünf Begegnungen bekommt es das Team von Trainer Thomas Gärner mit vier Vereinen aus dem hinteren Tabellenbereich zu tun. Die Loisachtaler könnten den Klassenerhalt also aus eigener Kraft bewerkstelligen. Am besten von den gegnerischen Mannschaften ist der ESV Penzberg platziert. Die Truppe von Coach Stefan Korpan hat es bereits auf 28 Punkte gebracht und könnte sich mit einem Heimsieg über die Klosterdörfler nahezu auf der sicheren Seite wiegen. Gärner stellt klar: „Das wollen wir verhindern. Aber nicht, um Penzberg als Revanche für die 0:2-Hinspielniederlage eines auszuwischen, vielmehr benötigen wir jeden Punkt. Da brauchen wir aber nicht rechnen oder den Blick auf andere Vereine und Ergebnisse richten. Wir haben es selbst in der Hand. Die Leistungen müssen stimmen.“ Penzberg erwartet Gärner als geschlossen auftretende Gastgeber, die nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch einiges drauf haben. Gärner ist zuversichtlich: „Wir sind gut aufgestellt.“ dh

TSV Benediktbeuern: Schönsteiner – F. Kiefersauer, T. Öttl, F. Deiser, Ketterl, Th. Pölt, B. Guggemos, Zelfel, Schandl, Fr. Rest, Poschenrieder, Metzger, Teufel, St. Pölt.

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