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Erlösender Jubel: Tobias Schweiger und Matthias Leiß (r.) feiern den Schlehdorfer Treffer zum 3:0.

Keine Probleme mit FF Geretsried

FCKS-"Schrumpfelf" feiert ersten Sieg

FC Kochelsee-Schlehdorf - Es ist vollbracht: Der FC Kochelsee Schlehdorf hat den ersten Sieg in der Kreisliga eingefahren.

Der Aufsteiger trotze am Sonntagnachmittag seinen Personalnöten, traf allerdings auch auf den passenden Gegner zur rechten Zeit. Die harmlosen Fußballfreunde aus Geretsried konnten den 3:1-Erfolg der Schlehdorfer zu keiner Zeit in Gefahr bringen.

Trainer Michael Pössenbacher fand einen ganz eigenen Vergleich: „Schrumpfelf gegen Schrumpfelf“, umschrieb er den personellen Zustand beider Teams. Allerdings: Die Ersatzleute beim FCKS funktionierten besser als gedacht. Mit Maxi Eggert, Philipp Jocher und Manuel Petermüller nominierte Pössenbacher ein Trio aus dem Reservekader. Am Ende gab es ein dickes Lob. Auf teilweise ungewohnten Positionen hätten die Neulinge „ihre Sache sehr gut gemacht“. Zu allem Überfluss musste Juri Schindler nach einem Schlag gegen das Knie frühzeitig aus der Partie. Kapitän Stefan Raffeiner stellte sich dafür krank in den Dienst der Mannschaft.

Da war es eine Wohltat, dass mit den Fußballfreunden eine Mannschaft anreiste, die allenfalls mittleres A-Klassen-Niveau bot. „Die Qualität ist nicht da“, räumt Trainer Sinan Karaman ein. Und das nutzten die Gastgeber. Nach acht Minuten segelte ein Freistoß von Andi Huber von der linken Seitenlinie in die lange Torecke. Vielleicht berührte Simon Lantenhammer den Ball noch. Jedenfalls wertete es der Schiedsrichter so. Kurz zuvor hatte FCKS-Keeper Constantin Lutz einen Knaller von Matthias Pazdzierny pariert. Zwei positive Szenen zu Beginn als Mutmacher für eine überlegene erste Hälfte der Platzherren.

Die setzten dann in Person von Tobias Schweiger nach. Der dribbelte sich durch die Geretsrieder Reihen, und auch der Abschluss passte – 2:0. Für die Gäste eine kalte Dusche. Als Schweiger nach einer Stunde seinen zweiten Treffer markierte – Matthias Leiß hatte vorbereitet – nahm der erste Dreier der Schlehdorfer immer mehr Gestalt an. Kamil Kramskis Anschlusstreffer wäre bei zielstrebigerem Konterspiel eigentlich bedeutungslos gewesen. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht“, bestätigt Pössenbacher. Doch der Einsatz passte. Und damit am Ende auch das Ergebnis. „Kein hochklassiges Spiel“, urteilt der FCKS-Trainer. Aber das war ihm in Anbetracht der Umstände „sowas von egal“.

Quelle: fussball-vorort.de

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