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Zuletzt Aktivposten im Sturmzentrum der Heilbrunner: Anton Krinner (re.).

Fußball: Landesliga

Ungewohnte Favoritenrolle

  • Nick Scheder
    vonNick Scheder
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SV Bad Heilbrunn ist bei Schlusslicht Kaufbeuren ausnahmsweise mal nicht Außenseiter und peilt einen Sieg an.

Bad Heilbrunn – Es wird in dieser Saison nicht oft vorkommen, dass der SV bad Heilbrunn in einem Spiel der Favorit ist. Diesmal ist es so: Wenn der Landesliga-Aufsteiger an diesem Samstag (14 Uhr) bei der SpVgg Kaufbeuren antritt, erwartet er ganz klar am Ende drei Punkte gegen das Schlusslicht der Liga. „Wir werden den Tabellenletzten zwar nicht unterschätzen“, stellt Team-Sprecher Sebastian Mertens klar. „Aber diesmal ist das Ziel nichts anderes als ein Sieg.“

Damit würde sich der Tabellen-16. kurz vor der Winterpause das Leben deutlich einfacher machen. Mertens: „Wir würden uns von den Abstiegsplätzen absetzen und Anschluss zum sicheren Ufer halten.“ Der Druck auf die Mannschaft, diesen wichtigen Erfolg einzufahren, sei allerdings in erster Linie ein positiver, meint der HSV-Innenverteidiger. „Mit einem Dreier machen wir einen weiteren Schritt nach vorne, können uns ein wenig von den Abstiegsplätzen lösen, sollten wir verlieren, ist nichts verloren, Kaufbeuren zieht nicht an uns vorbei.“

Der Heilbrunner 3:2-Heimsieg am dritten Spieltag der Saison im Hinspiel zeigt, dass Kaufbeuren nicht ungefährlich ist. Einem Sieg und fünf Unentschieden stehen allerdings 13 Niederlagen gegenüber. Mittlerweile hat die SpVgg mehr Gegentore (51) kassiert als Heilbrunn (48), das in 19 Spielen 17 Punkte aus vier Siegen und fünf Remis bei zehn Niederlagen gesammelt hat.

Das Spiel im Allgäu wird voraussichtlich einen ganz anderen Charakter bekommen als die Partien zuvor – beispielsweise das Derby gegen den TuS Geretsried vor Wochenfrist. „Vermutlich wird Kaufbeuren sehr defensiv spielen, abwartend, sich auf Konter verlegen“, glaubt Mertens. Das bedeutet: Die Heilbrunner müssen das Spiel machen, kreativ werden, den Ball nach vorne bringen. Zwar eher ungewohnt für das Team von Trainer Walter Lang, das sonst eher darauf spekuliert, Druck zu machen, Ballverluste zu erzwingen und schnell umzuschalten. „Aber wir können schon auch damit umgehen, mehr Ballbesitz zu haben, das Spiel nach vorne zu bringen, das kriegen wir hin“, versichert Mertens.

Dabei müssen die Heilbrunner auf Außenverteidiger Thomas Forster, der die Hochzeit seines Bruders feiert, und Franz Schnitzlbaumer verzichten, der ebenfalls privat verhindert ist. Ansonsten sind alle an Bord. Umstellungen nimmt der Trainer voraussichtlich keine vor. Denkbar wäre höchstens, dass Anton Krinner wieder auf die Außenbahn rückt, und Benedikt Specker seinen Platz in der Sturmspitze einnimmt. Doch auch das löst Lang vielleicht anders, denn Krinner war zuletzt absoluter Aktivposten in der Heilbrunner Offensivabteilung.

SV Bad Heilbrunn

Hüttl – Petzold, Mertens, Pföderl, Fl. Schnitzlbaumer – A. Specker, Pappritz, – B. Specker, M. Specker, M. Schnitzlbaumer – Krinner – Klaar, Schmöller, Essendorfer, Haberl, Mügler.

Busfahrt

Im Mannschaftsbus sind noch Plätze frei. Abfahrt: 11 Uhr am Sportheim.

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