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Viel Betrieb und das 1:0: Anton Krinners (re.) Wechsel in die Spitze zahlte sich aus. 

Fussball: Landesliga 

Durchschnaufen nach Erfolgserlebnis

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Umstellung macht sich bezahlt: Heilbrunn gewinnt Sechs-Punkte-Spiel beim TSV Jetzendorf mit 3:0

Jetzendorf/Bad Heilbrunn – Die Kunst im Fußball ist es, die elf Spieler einer Mannschaft genau richtig aufzustellen. Jede Position entsprechend den Fähigkeiten der vorhandenen Spieler zu besetzen. Der Heilbrunner Trainer Walter Lang wollte für die wichtige Partie bei Tabellennachbar TSV Jetzendorf ein „paar neue Reize setzen“, nahm eine Umstellung vor, die sich beim 3:0-Auswärtssieg gestern Nachmittag auszahlte: Anton Krinner, sonst auf der rechten Außenbahn zu finden, fungierte diesmal als Sturmspitze. „Er hat für viel Betrieb gesorgt, sich oft schön freigespielt“, lobt Lang. Und nicht nur das: Krinner besorgte auch das richtungsweisende 1:0, mit dem die Heilbrunner den Bann nach 60 torlosen Minuten brachen. „Wir hatten die Hand auf dem Spiel, sind gut angelaufen, haben Druck gemacht“, sagt Lang.

Der HSV war das ganze Spiel überlegen. „Wir haben die richtige Mischung aus hinten abräumen und geordnetem Spielaufbau gefunden, wenn es die Situation erlaubte.“ So erarbeiteten sich die Gäste schon vor der Führung gute Chancen, während es die Platzherren in erster Linie mit weiten Bällen versuchten. Auch das kann gefährlich sein. „Wir haben nicht viel zugelassen, aber zwei-, dreimal wurde es eng“, räumt Lang ein. Ein Heber senkte sich knapp über dem Pfosten hinter das Tor von Christoph Hüttl. „Wenn wir da unglücklich in Rückstand geraten, kann das Spiel ganz anders laufen.“

Sein Team hatte nach dem Seitenwechsel auch den größeren Siegeswillen, die größeren Kraftreserven, selbst wenn Jetzendorf den Ball direkt nach der Pause gut laufen ließ. Doch nach 61 Minuten war es soweit: Krinner tankte sich in den Strafraum durch, TSV-Keeper Jeremy Manhard bekam zwar noch die Finger an seinen druckvollen Schuss, doch der Ball schlug trotzdem im Jetzendorfer Gehäuse ein, und Heilbrunn blieb am Drücker. Maxi Schnitzlbaumer war schon am TSV-Torhüter vorbei, als der ihn von den Beinen holte. Den Strafstoß versenkte Thomas Forster souverän.

Jetzendorf gab allerdings im Bewusstsein der Bedeutung des Spiels nicht auf. „Aber unsere Verteidigung war hervorragend, wir haben nichts anbrennen lassen“, sagt Lang. Nachdem Kapitän Sebastian Mertens kurzfristig krank ausfiel, übernahm Markus Petzold dessen Position in der Innenverteidigung und machte einen einwandfreien Job. Der eingewechselte Simon Klaar rechtfertigte seinen 30-Minuten-Einsatz durch das schöne Tor zum 3:0. Er legte den Ball, den Max Specker ihm mustergültig vor die Füße in den Strafraum gechippt hatte, aus acht Metern am TSV-Keeper vorbei. Lang: „Alles in allem ein hochverdienter Sieg, wir waren das bessere Team.“

Durch den Sieg klettern die Heilbrunner auf Relegationsplatz 15 der Landesliga und sind damit in Sichtweite des rettenden Ufers. „Das ist ein Erfolgserlebnis, das uns schon guttut.“

TSV Jetzendorf –
SV Bad Heilbrunn 0:3 (0:0)

Tore: 0:1 Krinner (61.), 0:2 Forster (73. Foulelfmeter), 0:3 Klaar (86.). – Schiedsrichter: Putz (Perlesreut). – Zuschauer: 200.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Forster, Petzold, Pföderl, Fl. Schnitzlbaumer, – A. Specker, Pappritz, – B. Specker (63. Klaar), M. Specker (88. Schmöller), M. Schnitzlbaumer (88. Essendorfer), – Krinner.

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