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Belebendes Element für die Heilbrunner: Anton Krinner (li.) spielt gegen Gilching erstmals nach längerer Verletzung wieder. 

Fußball: Landesliga 

Heilbrunn: Entspannung trotz Pleitenserie

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Der SV Bad Heilbrunn geht am Freitagabend mit weniger Druck und größerem Kader in das Heimspiel gegen Gilching.

Der Anschluss ist verloren gegangen. Mit 4 Punkten und 35 Gegentreffern als Schießbude der Landesliga rangiert Aufsteiger SV Bad Heilbrunn auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sieben Mal in Folge ging die Mannschaft von Walter Lang als Verlierer vom Platz, kassierte teils heftige Niederlagen. Doch die Pleitenserie habe auch ihr Gutes, meint der Trainer: „Der Druck ist weg. Wichtig ist jetzt, dass wir wieder Freude am Fußball bekommen.“

Das geht am besten durch ein Erfolgserlebnis – einen Sieg oder zumindest mal wieder eine Führung. Gelegenheit dazu haben die Heilbrunner im vorgezogenen Heimspiel am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen den TSV Gilching/Argelsried in Heilbrunn. Der HSV kam dem Wunsch der Gäste nach, die Partie wegen einer Hochzeit am Wochenende bereits am Freitag auszurichten.

Auch wenn die Brust des souveränen Aufsteigers nach der Niederlagenserie deutlich schmaler geworden sein dürfte, rechnet sich Lang im Spiel gegen den Tabellenfünften etwas aus. „Wir werden die Partie auf keinen Fall vorher abschenken.“ Denn selbst wenn die Gilchinger zuletzt viel gepunktet haben, spielen sie nach eigenen Angaben gegen den Abstieg. „Ich denke, da ist was zu holen.“

Dass Heilbrunn in der Situation ist, sich an jeden Punkt klammern zu müssen, hat Lang befürchtet – zumal sich der Kader schon vor Saisonbeginn entscheidend dezimiert hat. „Ausfälle in dieser Spielklasse sind einfach tödlich“, sagt Lang. Der Ausfall von Florian Kapfhammer ist nicht zu kompensieren.

Wegen weiterer Verletzungen muss der Trainer nun jede Woche seine Innenverteidigung neu aufstellen. Auch diesmal muss er wahrscheinlich auf Markus Petzold verzichten, dessen Einsatz wegen einer Oberschenkelzerrung fraglich ist. Möglicherweise zieht er dafür Thomas Pföderl von der Sechser-Position zurück, dessen Platz Andreas Specker bei seinem zweiten Einsatz nach langer Verletzung einnehmen könnte. Anton Krinner gibt sein Comeback nach ebenfalls langer Auszeit. „Er ist ein belebendes Element für die Mannschaft, hat wieder trainiert und kann nun seine Comeback geben“, sagt Lang. Und auch offensiv sind die Heilbrunner nach der Rückkehr von Max Schnitzlbaumer wieder einigermaßen kompakt aufgestellt. „Wir dürfen uns nicht verstecken, nicht zu defensiv spielen“, fordert der Coach.

Ganz aus der Verantwortung für die prekäre Situation nehmen will Lang seine Spieler nicht. „Der eine oder andere muss sich hinterfragen, warum er nicht den letzten Meter geht.“ Auch das wird gegen Gilching nötig sein, wenn die Negativserie reißen soll. 

SV Bad Heilbrunn

Hüttl – Forster, Fl. Schnitzlbaumer, Pföderl, Kiechle, – Krinner, A. Specker, Pappritz, M. Schnitzlbaumer, – M. Specker, Schmöller. – Hillringhaus (ETW), B. Specker, Fr. Schnitzlbaumer, Klaar, Essendorfer, Haberl, Gritzuhn.

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