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Der Joker sticht: Der kurz zuvor eingewechselte und eigentlich noch angeschlagene Benedikt Specker (re.) setzte sich gegen Ichenhausens Waldemar Schaab durch und traf zum 1:0 für den SV Bad Heilbrunn. 

Das Glas ist eher halb voll

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Trotz Ausgleich kurz vor Schluss: Heilbrunn will mit Punktgewinn gegen Ichenhausen zufrieden sein

Bad Heilbrunn – Glas halb voll oder halb leer? Es kommt auf die Sichtweise an: Ein 1:1 lässt sich als Punktgewinn sehen – oder als zwei verschenkte Zähler. Nach dem Spielverlauf ist man beim Fußball-Landesligisten SV Bad Heilbrunn zwar ein wenig enttäuscht darüber, eine 1:0-Führung kurz vor Schluss aus der Hand gegeben zu haben. Doch Trainer Walter Lang möchte sich über den einen Punkt nach dem 1:1 (1:0) am Sonntagnachmittag gegen den SC Ichenhausen eher freuen als ärgern – und hat das auch so seiner Mannschaft kommuniziert: „Wir haben jetzt dreimal in Folge gepunktet. Und angesichts der Umstände ist das Ergebnis nicht nur gerecht, sondern auch ein Erfolg für uns.“

Schließlich drückten die Gäste nach behäbigem Start in der Schlussphase doch noch ganz schön auf den Ausgleich. Und die Heilbrunner mussten schon vor Spielbeginn erneut Änderungen an ihrer Aufstellung vornehmen: Beim Warmmachen hatte sich Florian Schnitzlbaumer wehgetan. Sebastian Mertens musste mit Trainingsrückstand nach Verletzungspause den Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Wenig später musste Maxi Schnitzlbaumer – zuvor noch mit einer guten Möglichkeit – mit schmerzendem Oberschenkel raus. Für ihn kam der noch angeschlagene Benedikt Specker, der für die Heilbrunner Führung sorgte. Nach schöner Vorarbeit von Anton Pappritz drosch er im dritten Nachschuss die Kugel zum 1:0 ins Netz (30.).

Max Specker, der zunächst wieder als Spitze fungierte und einige gefährliche Schüsse und Freistöße auf den SC-Kasten abfeuerte, hatte ebenfalls zu kämpfen, biss sich aber über 90 Minuten durch. Nicht jedoch Andreas Specker, den Lang in der Offensive als Zehner gebracht hatte. Er knickte um und musste zur Pause mit lädiertem Knöchel draußen bleiben. „Wir haben es mit den Ersatzspielern trotzdem gut gemacht“, lobte Lang. Die Heilbrunner störten früh, Ichenhausen kam kaum gefährlich vor Christoph Hüttls Kasten. Die Gastgeber dagegen kombinierten sich mehrfach schön in den Gefahrenbereich. Doch Speckers Treffer blieb zunächst der einzige.

Nach einer Stunde wurden die Gäste immer gefährlicher. „Es war ein Spitz-auf-Knopf-Spiel“, meinte Lang. Bei einem Ausflug vor seinen Kasten bekam Hüttl den Ball nicht zu fassen, Ichenhausen ihn aber auch nicht über die Linie. Bei weiteren SC-Chancen war der HSV-Keeper zur Stelle, beim Ausgleich war er machtlos: Ichenhausen kombinierte sich mit ein paar Pässen in den Strafraum, Lang: „Da hätten wir mehr draufschieben müssen.“ Stattdessen legte Benjamin Sturm quer auf Denis Nickel, der nur noch das leere Tor vor sich hatte – 1:1 (84.).

„Der eine oder andere war enttäuscht nach dem späten Ausgleich “, sagte Lang. Allen voran Hüttl, der sein Equipment wütend vor die Spielerbank warf. „Aber nachdem wir wichtige Spieler ersetzen mussten, geht der Punktgewinn schon in Ordnung.“

SV Bad Heilbrunn –
SC Ichenhausen 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Specker (30.), 1:1 Nickel (84.), – Schiedsrichter: Spindler (Rosenheim), – Zuschauer: 200. SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Mügler, Pföderl, Mertens, Forster, – Petzold, Pappritz, – M. Schnitzlbaumer (23. B. Specker, 89. Klaar), A. Specker (46. Keller), Krinner, – M. Specker.

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