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Hinten abgeräumt, vorne druckvoll: Der SV Bad Heilbrunn mit (grüne Trikots, v. li.) Sebastian Mertens, Tom Pföderl, Andreas Specker, Florian Schnitzlbaumer und Thomas Forster holt einen Punkt gegen Kempten. 

Fussball: Landesliga 

Viel Aufwand für einen Punkt

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Mit einer starken zweiten Hälfte gegen Kempten hätte der SV Bad Heilbrunn mehr verdient als ein 1:1. 

Bad Heilbrunn– Immens viel investiert – und einen Punkt mitgenommen. „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen“, sagt Walter Lang. „Aber ich muss den Hut ziehen vor der Leistung meiner Mannschaft“, sagt der Trainer des SV Bad Heilbrunn, der sich am Sonntag gegen den Tabellensechsten FC Kempten mit einem 1:1 zufrieden geben musste. „Wir waren die bessere Mannschaft, aber mit dem Punkt können wir gut leben“, versuchte er seine Spieler nach der ansehnlichen Partie aufzurichten.

Vor allem in der zweiten Hälfte zeigte der Aufsteiger kompromisslosen Einsatz, räumte in der Abwehr souverän ab und machte viel Druck. Doch den 0:1-Rückstand (7.) auszugleichen, dauerte bis in die Schlussphase. Nach etlichen vergebenen Heilbrunner Möglichkeiten brauchte es wieder mal den Kopf des Kapitäns, um auf 1:1 zu stellen. „Ist mal wieder Zeit geworden“, sagte Sebastian Mertens.

Der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt hoch verdient. Zwar gingen die hoch gehandelten Allgäuer früh in Führung. Eine sehenswerte Direkt-Kombination schloss Michael Rauh zum 1:0 ab. Doch bald lief der Ball fast nur noch auf das von Elias Bodenmüller gehütete Kemptener Tor. Der zeigte sich sehr gut aufgelegt, als vor allem Anton Krinner und Max Specker ihn mehrfach prüften. Kurz vor der Pause schaute sich Krinner allein vor dem Kasten die Ecke aus, Bodenmüller lenkte den Lupfer gerade noch ab.

Nach dem Wechsel erhöhten die Heilbrunner den Druck. Felix Keller, der trotz schmerzender Schulter bis zum Schluss durchhielt, hatte Markus Petzold auf der für ihn ungewohnten Zehner-Position abgelöst, die Petzold nach Benedikt Speckers erkältungsbedingter Absage einnahm. „Das hat uns mehr Druck nach vorne verschafft“, sagt Lang. Der HSV wollte das Tor nun unbedingt, die Chancen häuften sich. Krinner setzte Max Specker auf links in Szene, der Winkel wurde zu spitz. Krinner verzog nach Speckers Flanke, der zweimal per direktem Freistoß knapp am FC-Keeper scheiterte. Doch nach Krinners Eckball war Mertens per Kopf zur Stelle und erzielte den wichtigen Ausgleich. „Es kann ja auch passieren, dass wir besser sind, zig Chancen haben, den Ball aber gar nicht reinbekommen und auf der Gegenseite ein blödes Tor einfangen“, sagt Lang. So kam es nicht – so gesehen ein Punktgewinn für Heilbrunn.

Andererseits wäre mehr drin gewesen: Max Schnitzlbaumer prüfte den Torhüter noch einmal, Keller wurde zweimal in guter Position angespielt, der Schiedsrichter entschied beide Male auf abseits, umstritten. Und Krinner hätte kurz vor Schluss zum Helden werden können: Allein auf weiter Flur lief er unbedrängt auf den Kemptener Torwart zu, stieg jedoch auf den Ball, und es blieb beim 1:1.

Ein Unentschieden, das sich für die Spieler wie eine 0:5-Niederlage anfühlen dürfte. „Aber wir haben nicht verloren, ihr habt einen Punkt gegen Kempten geholt und eine Top-Leistung abgeliefert“, lobte Lang sein Team. Und damit bleiben die Heilbrunner in Reichweite der Relegationsplätze: „Da dran zu bleiben, ist unser Ziel.“

SV Bad Heilbrunn -
FC Kempten 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 (7.) Michael Rauh, 1:1 (69.) Mertens, – Schiedsrichter: Golo Schricker (Hohenthann), – Zuschauer: 300.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Forster, Mertens, Pföderl, Fl. Schnitzlbaumer, – Pappritz, A. Specker, – Krinner, Petzold (46. Keller), Schnitzlbaumer, – M. Specker (90. Schmöller).

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