Die Wende eingeleitet: Riccardo Giacalone (2. v. re.) gleicht für die Rot-Weißen Tölzer zum 2:2 gegen Bayrischzell aus, am Ende bleibt es bei einer Punkteteilung.
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Die Wende eingeleitet: Riccardo Giacalone (2. v. re.) gleicht für die Rot-Weißen Tölzer zum 2:2 gegen Bayrischzell aus, am Ende bleibt es bei einer Punkteteilung.

SVEB setzt Niederlagenserie fort

Kreisklasse 2: RW im Wechselbad der Gefühle - Glückliches Remis für Farchet-Reserve

  • VonRudi Stallein
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  • Nick Scheder
    Nick Scheder
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Der SV Eurasburg findet nicht in die Spur. Rot-Weiß erlebt alle Gefühle. Der BCF Wolfratshausen ist im Glück und Ascholding überzeugend. Die Kreisklasse 2 kompakt.

SV Bayrischzell - Rot-Weiß Bad Tölz 3:3 (2:0) – 0:2 zur Halbzeit zurück, Partie komplett gedreht und 3:2 in Führung gelegen und dann doch noch den Ausgleich kassiert: RW-Trainer Tarkan Demir erlebte gestern ein absolutes Wechselbad der Gefühle: „Mit dem Remis in Bayrischzell kann ich zwar leben, glücklich bin ich aber nicht.“ Dabei hatte das SV-Schreckgespenst den Namen Max Wiedmann, der alle drei Treffer (9.

/44./83.) für die Gastgeber erzielte. „Mit der Einstellung werden wir hier keinen Blumentopf gewinnen“, erklärte Demir seiner Truppe in der Kabine. Worte, die sich seine Schützlinge im zweiten Durchgang zu Herzen nahmen: Marinus Estner (52.), Riccardo Giacalone (64.) und Sebastian Wagner (73.) waren die Torschützen, die Rot-Weiß zwischenzeitlich sogar in Führung schossen. Als insgesamt positiv bezeichnete Demir, „dass wir immer noch ungeschlagen sind. Aber für ein Unentschieden gibt’s halt bloß einen Punkt.“  esc

TSV Weyarn - BCF Wolfratshausen II 1:1 (0:0) – Ein glückliches Remis erkämpfte sich die Reserve des BCF Wolfratshausen in Weyarn. „Der Gegner war besser, hatte deutlich mehr Chancen“, räumt BCF-Kapitän Alexander Bares ein. Dennoch war sein Team nach einer torlosen ersten Hälfte im zweiten Durchgang in Führung gegangen. Michael Räß luchste einem Verteidiger den Ball ab, düpierte den Torhüter mit einem Übersteiger und schob zum 1:0 ein. Als der TSV, der zuvor mit klarsten Chancen gescheitert war, per Elfmeter zum 1:1 ausglich, waren die Gäste nur noch zu zehnt. Nach einem Zusammenstoß mit einem eigenen Mitspieler, entschied der Unparteiische auf „Schwalbe“ gegen Bares, was diesem die gelbrote Karte einbrachte. Kurz vor Schluss ging auch Florian Lange mit gelbrot vom Platz. Fazit Bares: „Wir hatten uns mehr ausgerechnet, aber mit dem Punkt können wir leben.“ rst

SV Ascholding/Thanning - FC Rottach-Egern 2:1 (2:1) – Die Gastgeber haben sich nach der 1:3-Niederlage zuletzt beim TuS Geretsried II rehabilitiert. „Diesmal bin ich hochzufrieden“, freut sich SV-Trainer Heinz Tochtermann. „Nicht nur wegen des Sieges, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er zustande gekommen ist.“ Gegen einen robust und wuchtig agierenden Gegner fand der Aufsteiger von Anfang an das richtige Gegenmittel. „Wir haben dagegengehalten, das war wichtig“, meint Tochtermann. Philip von Jagemann hatte seine Elf in Führung (14.) gebracht, Thomas Knopp erhöhte auf 2:0 (36.). Zwei Minuten später spitzelte Christian Klein den Ball bei einem Tackling unglücklich ins eigene Tor. In der zweiten Halbzeit passierte nichts mehr. „Unter dem Strich ist der Sieg auf jeden Fall verdient“, zog SV-Coach Tochtermann nach 90 Minuten ein positives Fazit.

SF Egling-Straßlach - TuS Geretsried II 0:2 (0:1) – Daniel Knoll hatte für die erneute Niederlage der Sportfreunde eine einfache Erklärung. „Wenn man keine Tore schießt, kann man kein Spiel gewinnen“, stellt der Eglinger Co-Trainer fest. Mit sieben Treffern aus nunmehr neun Spielen, rangieren die Sportfreunde in dieser Kategorie auf dem letzten Platz. An Chancen mangelte es auch dieses Mal nicht. Aber Maximilian Dissinger, Simon Häußler und Tobias Beierbeck klebte das Schusspech am Stiefel – während auf der Gegenseite Christoph Klein aus allen Lagen traf. Bei einer Flanke stand der TuS-Kapitän im Zentrum richtig und trat den Ball volley zur Geretsrieder 1:0-Führung (35.) ins Netz. Ähnlich war es nach dem Seitenwechsel. Bei den Gastgebern köpfte Tim Sedlaczek den Ball über das Tor, Beierbeck zielte knapp daneben. Besser machte es erneut Klein, der zunächst laut Trainer Hans Schneider mit einer „Bombenchance“ an SF-Torhüter Philip Schneider scheiterte, ehe er drei Minuten vor Schluss den 2:0-Endstand markierte. „Das waren drei wichtige Punkte“, freut sich TuS-Trainer Schneider, der mit der Leistung bei seinem Debüt nicht vollends zufrieden war. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft viele gute Anlagen hat, aber wir haben auch noch viel Arbeit vor uns.“ Sein Gegenüber analysiert etwas zerknirscht: „Wir haben uns insgesamt ganz gut verkauft, vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, meint SF-Coach Knoll. „Aber wir sind vorne einfach zu harmlos.“  rst

DJK Darching - SV Eurasburg-Beuerberg 3:0 (2:0) – Der SV Eurasburg-Beuerberg setzt seine Niederlagenserie fort, was den Trainer vor ein Rätsel stellt. „Wenn wir nach zehn Minuten 3:0 führen, kann sich der Gegner nicht beklagen“, haderte Andreas Matthäus mit der mangelhaften Chancenverwertung seiner Mannschaft. Dem Ziel am nächsten kam Benedikt Bergmoser mit einem Lattentreffer. Ein Stellungsfehler in der Hintermannschaft leistete Hilfestellung beim Darchinger 1:0. Ein Eurasburger Einwurf „zum Gegner“ leitete eine Fehlerkette ein, an deren Ende das 0:2 kurz vor der Pause stand. „In der zweiten Halbzeit waren wir dann völlig neben der Spur, das hatte mit Kreisklasse nichts zu tun“, verstand Matthäus die Welt nicht mehr. „Nach dem Spielverlauf ist so eine Niederlage echt ärgerlich.“  rst

SV Bad Tölz - SG Aying/Helfendorf 0:1 (0:0) – Es gab zwei Situationen, die dieses Spiel entscheiden konnten. In der ersten setzte sich der Tölzer Simon Gramüller, der als Zehner hinter den Spitzen fungiert, bis in den Strafraum durch (65.), legte sich den Ball allerdings etwas zu weit vor, sodass ihn der Ayinger Torhüter gerade noch klären konnte. Bei der anderen Situation war die Tölzer Verteidigung bei einem Einwurf unachtsam. So konnte Benedikt Wohlschlaeger (80.) relativ ungestört zum Tor des Tages einköpfen. „Schade, dass wir den Punkt in der Schlussphase noch verloren haben“, sagt SVT-Trainer Daniel Heidemann. „Es war ein offenes Spiel zweier gleichwertiger Gegner, ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“ Aber ihm sei klar gewesen, dass das Spiel entschieden ist, sobald der Ball einmal im Netz ist. Wieder gehen die Tölzer leer aus, liegen damit mit vier Punkten auf dem vorletzten Platz. „Aber trotzdem Kompliment an die Mannschaft, die Einstellung stimmt.“ Heidemann glaubt weiter daran, dass die Tabellensituation nur eine Momentaufnahme ist. „Und die Spieler lassen sich auch nicht unterkriegen, wir kriegen die Kurve.“  nic

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