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Eng am Mann: Benediktbeuerns Tobias Eichenseer (li.) trennte in dieser Szene den Eurasburger Stefan Manhart (re., mit Florian Hartmann) vom Ball. Die Klosterdörfler entführten beim 2:0-Sieg alle drei Punkte. 

Kreisklasse 3 Zugspitze: kompakt

FSV Höhenrain mit Derbysieg gegen SV Münsing - ASV Eglfing holt spät Remis

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  • Rudi Stallein
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Die Partien der Kreisklasse 3 Zugspitze im Überblick.

SV Eurasburg-Beuerberg - TSV Benediktbeuren 0:2 (0:1) 

So schnell lassen sich offene Fragen bisweilen klären. Noch am Freitag sinnierte Willi Link darüber, welche Konkurrenten sein im Umbruch befindliches Team denn wohl schlagen könnte. Nun, die kriselnden Mannen aus Eurasburg mal in jedem Falle. Wie der TSV am Samstag mit dem hochverdienten 2:0 hinlänglich unter Beweis stellte. „Wir haben clever gespielt und die besseren Chancen gehabt“, resümierte der Benediktbeurer Trainer. Der SVEB hingegen steuert nach fünf Niederlagen en bloc auf schwere Zeiten zu. „Wir müssen schauen, dass wir da wieder auskommen“, sagte Trainer Klaus Brand, der den Auftritt seiner Elf „erschreckend“ fand.

Die Klosterdörfer verzeichneten indes ihren bis dato gefälligsten Auftritt. Mit defensiver Ausrichtung ließ der TSV die Platzherren kaum einmal gefährlich in Tornähe, seinerseits aber auch dicke Chancen in der Anfangsphase aus. Benedikt Guggemos kam aus kurzer Distanz zum Nachschuss, Karim Teufel jagte die Kugel aus gut 20 Metern weit über die Querlatte, und Benedikt Veicht setzte einen Kopfball aus fünf Metern am rechten Torpfosten vorbei. Die Gastgeber brauchten für ihre erste nennenswerte Aktion satte 35 Minuten Anlauf. Michael Holzer. Florian Hartmann und Felix Gellner zielten aber zu ungenau. Kurz vor Pause gelang den Gästen mit einem Konter der Führungstreffer. Tobias Eichenseer bediente Guggemos – 0:1 (44.). Einer dieser Umschaltmomente, die Link „gut gefallen“ haben. Veicht vergab dann auch die beste Möglichkeit im zweiten Abschnitt, ehe Florian Ketterl nach Eckball mit dem 0:2 in der 70. Minute die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Gellners Lattentreffer hätte den Ausgleich bedeuten können, allerdings wäre das aus Sicht von SVEB-Coach Brand „nicht verdient“ gewesen, weil seine Mannschaft „schlecht gespielt“ habe.   

FSV Höhenrain - SV Münsing 3:1 (0:0) 

In einem spannenden Nachbarschaftsderby erkämpften sich die Gastgeber verdientermaßen drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Knapp 400 Zuschauer bildeten bei goldener Oktobersonne eine prächtige Kulisse für die Partie, in der Max Feirer schon nach zwei Minuten einen ersten Schuss aufs Münsinger Tor abgab, Eric Maier parierte mit beiden Fäusten. Auf der Gegenseite konnte Leo Borowski einen platzierten Kopfball von Hans Zachenbacher gerade noch über die Latte lenken. So ging es von Beginn an recht munter hin und her, wobei sich zwingende Gelegenheiten in der Folge kaum ergaben. Deshalb ging es torlos in die Pause.

Im zweiten Durchgang erwies sich der FSV dann als deutlich willensstärker und legte mit einem Doppelschlag den Grundstein zum Sieg. In der 58. Minute lief Feirer seinem Gegenspieler davon und ließ Maier keine Chance. Nur zwei später setzte Michael Huber den eingewechselten Tim Closs in Szene, der keine Mühe hatte, aus fünf Metern auf 2:0 zu erhöhen. „Heute hatten wir auch mal das nötige Glück, in Führung zu gehen. Dann tun wir uns leichter“, freute sich FSV-Trainer Gerhard Gleißner. Zwar konnte Münsing in der 69. Minute durch Stefan Mannweiler auf 1:2 verkürzen. Zu mehr reichte es nicht, denn als die Gäste sich etwas intensiver um den Ausgleich bemühten, schickte Gleißner Feirer, den er gleich nach seinem Führungstor zum Durchschnaufen auf die Bank beordert hatte, zurück aufs Feld. Nach Zuspiel von Florian Brücklmeier setzte sich Feirer energisch im Zweikampf gegen Christian Auer durch und ließ SVM-Keeper Maier mit einem perfekten Lupfer ins Leere laufen. „Ich denke, aufgrund der besseren Chancen und vom stärkeren Einsatz her, sind wie heute verdienter Sieger“, lautete Gleißners zufriedenes Fazit. Seinem Gegenüber hatte das Spiel ordentlich den Spaß verdorben. „Ich bin komplett bedient“, gab Christos Georgiadis zu. „Das war heute ein absoluter Tiefpunkt“, kritisierte der SVM-Coach, der bei seiner Elf „Teamspirit“ und Einsatzwillen vermisste.   

ASV Eglfing - FCK Schlehdorf 3:3 (1:2) 

In der Anfangsphase waren den Gästen ihre zuletzt wenig erfrischenden Leistungen deutlich anzumerken. Erst als Yuri Schindler mit dem ersten gelungenen Angriff das 1:0 von Eglfings Anton Bach egalisierte, befreiten sich die FCKS-Kicker aus ihrem angsterfüllten Korsett. „Das Tor hat jedem Auftrieb gegeben“, sagte Trainer Max Wagner. Die Folge waren das 2:1 durch Stefan Raffeiner kurz vor der Pause sowie Schindlers verwandelter Elfmeter nach 59 Minuten zum 3:1. Der Auswärtssieg – er schien perfekt. Doch mit jeder Minute schwanden die Kräfte der Gäste. Eglfing bemerkte das – und blies zur letztlich erfolgreichen Schlussoffensive mit zwei Toren. Bei allem Ärger ob der späten Gegentore – unterm Strich ging das Ergebnis für Wagner in Ordnung, den auch die kämpferische Einstellung seiner Kicker zufrieden stimmt: „Darauf lässt sich aufbauen.“    

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