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Riesig war der Jubel bei den Lenggrieser Fußballern nach Maxi Schecks Siegtor in der 93. Minute.   

Spitzenreiter kommt mit blauem Auge davon

Maximilian Scheck in der 93. Minute zum Auswärtssieg des Lengrieser SC 

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Gerechtigkeit ist im Fußball eher eine Seltenheit. Aktuelles Beispiel ist das Match des Lenggrieser SC am Sonntag in Polling.

Eigentlich hätten sich die Gäste nach einer zerfahrenen Kreisliga-Partie mit einem 1:1-Remis zufrieden geben müssen. Doch den Kickern vom Brauneck kamen zwei uralte Fußball-Weisheiten zupass: Dass das Glück zumeist dem mehr gewogen ist, der in der Tabelle oben steht. Und dass ein Match immer 90 Minuten dauert, wenn nicht gar 93. Und so machte sich Anton Berger tief in der Nachspielzeit nach Balleroberung nahe des eigenen Sechzehners auf, um in höchstem Tempo über eine Strecke von 80 Metern und an zwei überforderten Gegenspielern vorbei zu sprinten. Am Ende dieser bärenstarken Aktion stand das leicht diagonale Zuspiel in den Strafraum, wo Max Scheck trotz allen Widerstands des Pollinger Keepers die Kugel in die kleine Lücke neben den kurzen Pfosten schickte und danach kaum mehr einzufangen war – 1:2. Allerdings hatten die Hausherren vor Wochenfrist in ähnlicher Manier in Waldram mit 2:1 gewonnen.

Robuste Gangart des SV Polling macht Lenggries zu schaffen

„Diese glücklichen drei Punkte spielen uns nach dem Unentschieden gegen Deisenhofen voll in die Karten“, kommentierte Martin Lindner einen alles andere als runden Auftritt seiner Mannen. Mit der robusten Gangart der Pollinger, die der LSC-Coach als „teilweise grenzwertig“ bewertete, sei seine Elf „überhaupt nicht zurecht gekommen“. Ein Schlenzer von Leo Gerg streifte das Tornetz, Bergers Versuch aus der Distanz flog am Kreuzeck vorbei. Das war’s aber auch im ersten Abschnitt, und sogar bis zu Schecks Lucky-Punch in der Nachspielzeit. „Drei Chancen, zwei Tore – das ist eine hundertprozentige Ausbeute“, scherzte ein Betreuer nach dem Abpfiff, wohl wissend um den Glücksmoment den Lenggrieser – den er zudem kurz davor prophezeit hatte.

Die Gastgeber gingen kurz vor der Pause durch den Ex- Geretsrieder Maxi Baumgartner in Führung. „Schlecht verteidigt, Zuordnung nicht gepasst“, urteilte Lindner. Doch war das Trübsal von zeitlich überschaubarer Dauer: Sebastian Biagini durfte einen Eckball im Strafraum annehmen und zu Luis Jendrzej befördern, der per Linksschuss einen Weg zum Ausgleich fand. Die Lenggrieser brachten im zweiten Abschnitt noch einige Youngster zum Einsatz, kamen aber wie auch der SVP zu keinen hochkarätigen Chancen mehr.  

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