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Läuft einen Tick schneller, springt einen Tick höher: Luis Jendrzej (re.) erzielte drei Treffer beim Lenggrieser 4:3-Sieg gegen Holzkirchen.  

„Wir wissen, dass Luis ein Riesen-Fußballer ist“

Mit letzter Kraft: Lenggrieser SC dank Luis Jendrzej Herbstmeister

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Der Lenggrieser SC ist Herbstmeister. Allerdings machten es die Isarwinkler in der Partie gegen den TuS Holzkirchen II spannend, verspielten beinahe eine 3:1-Halbzeitführung und retteten einen knappen 4:3-Sieg über die Zeit.

Mann des Tages war der dreifache Torschütze Luis Jendrzej. Das erste Mal schlug der 19-Jährige in der 8. Minute zu: Leo Gerg flankte in den Strafraum, Jendrzej sprang einen Tick höher als sein Gegenspieler Tobias Adam und köpfte zum 1:0 ein. Ganz ähnlich die Entstehung seines zweiten Treffers: Ein Eckball flog hoch in den Strafraum, Jendrzej war erneut einen Tick schneller am Ball als Adam und köpfte zum 3:1 ein. In der 80. Minute zeigte Jendrzej, dass er nicht nur Kopfball beherrscht und traf mit einem strammen Schuss zum 4:2. Der einzige Treffer, der nicht auf das Konto von Jendrzej ging, war das 2:0: Toni Berger ließ den Holzkirchner Lukas Krepek fast auf Höhe der Mittellinie ins Leere rutschen, hatte freie Bahn und vollstreckte seinen Sololauf eiskalt.

Jendrzej wollte um seinen Dreierpack nicht viel Aufhebens machen. „Wenn man drei Tore schießt, heißt das noch lange nicht, dass man gut gespielt hat“, sagte der 19-Jährige. „Ich habe nur meine Chancen gut genutzt.“ Drei Tore zu schießen sei „ganz okay. Aber ich hätte bessere Pässe spielen können und hätte besser nach hinten arbeiten müssen.“

„Wir kommen auf dem Zahnfleisch daher“

Trainer Martin Lindner ging da schon mehr aus sich heraus: „Wir wissen, dass Luis ein Riesen-Fußballer ist. Er hat eine sehr gute Schusstechnik und ist auch beim Kopfball stark“. Jendrzej habe schon in der vergangenen Saison sein Talent gezeigt, in der er 31 Tore für die A-Junioren schoss. „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“ Lindner fand allerdings auch einiges, das am Auftritt zu kritisieren war: „Es ist unsere Krankheit, dass wir die Spiele immer wieder spannend machen. Dem zweiten Holzkirchner Treffer sei ein überflüssiges Dribbling im Mittelfeld vorausgegangen: „Da muss man passen, dann passiert so was nicht.“

Der dritte Holzkirchner Treffer war ein klarer Torwartfehler. Lindner gab aber auch zu bedenken, dass zu Beginn nur drei Lenggrieser Spieler auf dem Feld standen, die älter als 23 Jahre waren: „Die Deisenhofener U 23 hat einen höheren Altersschnitt als wir. Es ist klar, dass bei so vielen 18- und 19-Jährigen noch nicht alles funktionieren kann, und auch die Zweikampfhärte etwas abgeht.“ Der Trainer ist heilfroh, dass nun bald die Winterpause bevorsteht: „Die Mannschaft ist von der Kraft her am Limit. Wir kommen auf dem Zahnfleisch daher.“

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