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Viel Bewegung über die Außenbahn: Anton Krinner (re.) war an vielen guten Aktionen des SV Bad Heilbrunn beteiligt und schoss zwei Tore beim 5:2-Sieg gegen den FV Illertissen II.  

„Die ersten 25 Minuten haben wir fast nur zugeschaut“

Maxi Specker dreht mit dem SV Bad Heilbrunn Partie beim FV Illertissen II

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Ein Trainer hat einige Stellschrauben, mit denen er Einfluss auf seine Mannschaft nehmen kann. Wenn das Spiel erst einmal läuft, bleiben nur noch die richtigen Anweisungen. Und die Wechsel.

Der Heilbrunner Coach Walter Lang bewies am Samstag genau das richtige Händchen, als er in Illertissen bei 1:2-Rückstand zur Pause überraschend den bis dahin starken Markus Petzold vom Feld nahm – und nicht etwa Thomas Pföderl, der in der Innenverteidigung mit seinem Gegenspieler überhaupt nicht zurechtkam und schon kaum mehr seine Fußballschuhe anziehen wollte. Doch Lang beorderte Pföderl vor auf seine angestammte Sechserposition, brachte Kapitän Sebastian Mertens in der Innenverteidigung – und erreichte damit genau das Quäntchen mehr Druck nach vorne, das schließlich zum 5:2-Auswärtssieg beim Tabellenfünften führte.

Danach sah es zunächst überhaupt nicht aus. „Die ersten 25 Minuten haben wir fast nur zugeschaut, zwei Tore hergeschenkt“, moniert Lang, der an der Seitenlinie immer unruhiger wurde. Unnötige Ballverluste und fehlende Kommunikation führten zu den beiden Gegentreffern durch Tim Bergmiller und Dominik Trautmann beim zwischenzeitlichen eher glücklichen Ausgleich durch Anton Krinner nach einer Eckballvariante. Torhüter Christoph Hüttl hielt Heilbrunn mit einer starken Parade im Spiel. „Und irgendwann haben wir dann den ersten Zweikampf gewonnen, ab da lief es besser.“ Noch besser, als Lang seine Umstellung vornahm.

„Es zahlt sich aus, wenn man reagieren kann“

„Wir waren nach dem Wechsel einfach giftiger“, sagt der HSV-Trainer. Zwar ließ Illertissen II den Ball im Mittelfeld gut zirkulieren, das kostete viel Kraft. Doch weil sie zurück im Spiel waren, bekamen die Heilbrunner die zweite Luft, plötzlich stimmten die Laufwege, kombinierten die Gäste schön nach vorne, der groß gewachsene Mertens klärte die hohen Bälle der Regionalliga-Reserve souverän – und verlängerte einen Einwurf auf Krinner, der zum 2:2-Ausgleich abschloss.

Heilbrunn hatte etliche angeschlagene Spieler, die aber auf der Bank bereit für ihren Einsatz waren. „Es zahlt sich aus, wenn man reagieren kann“, sagt Lang, dessen zweiter Wechsel sich ebenfalls als goldrichtig erwies: Andreas Specker kam für Michael Mügler, die Heilbrunner machten viel Druck in der Offensive, und Max Specker brachte die Gäste per Doppelschlag innerhalb von einer Minute auf die Siegerstraße. Erst schloss er einen Angriff über Krinner und Benedikt Specker zum 3:2 ab, dann erhöhte er auf 4:2. Und Benedikt Specker (81.) machte alles klar, als Max Schnitzlbaumer auf ihn querlegte, er noch einen Gegenspieler aussteigen ließ und zum 5:2 abschloss.

 

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