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„In der Landesliga haut sich jeder voll rein:“ HSV-Innenverteidiger Thomas Pföderl (Mitte) mag immer gewinnen.  

Der 22-Jährige vom SV Bad Heilbrunn im Interview

Thomas Pföderl: „Sprung von der Bezirksliga in die Landesliga gewaltig“

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Mit 21 Punkten aus 21 Spielen hat sich Landesliga-Aufsteiger SV Bad Heilbrunn in den Abstiegsrelegationsrängen platziert.

Ein paar Punkte mehr wären für die Fußballer aus dem Loisachtal in einigen knappen Spielen durchaus drin gewesen – so auch beim umkämpften 1:1 gegen den SV Egg an der Günz am Sonntag, einen Spieltag vor der Winterpause. Der 22-jährige Thomas Pföderl, Elektrotechnik-Student in München und während der Saison vom Sechser zum Innenverteidiger umgeschult, über ärgerliche Ergebnisse, Fortschritte und Zusammenhalt seiner Mannschaft.

Herr Pföderl, das Hinspiel in Egg an der Günz 1:6 verloren, jetzt eine 1:1-Punkteteilung – aber Ihr habt trotzdem enttäuscht gewirkt?

Ja sicher, kurz nach dem Spiel waren wir schon enttäuscht. Man mag immer gewinnen, vor allem in unserer Situation und besonders, wenn der Sieg möglich gewesen wäre. Da ist das schon ein ärgerliches Ergebnis. Aber im Nachhinein betrachtet ist das Resultat schon in Ordnung: Wir hatten Chancen zum Sieg, aber Egg auch.

Sie als Innenverteidiger haben ja vor allem die Aufgabe, Tore zu verhindern. Wäre da gegen Egg mehr möglich gewesen?

Ein Gegentor ärgert einen als Verteidiger besonders, aber gegen Egg zu verteidigen, ist auch nicht ganz so einfach. Man kann nicht alles verhindern. Da sind schon ein paar schnelle Spieler dabei, technisch gut, die wissen durchaus, wie es geht, und brechen halt auch mal durch.

„Müssen hinten weniger Fehler machen“

Dann eher vorne die Chancen nutzen, die durchaus vorhanden waren?

Das gilt, denke ich, für die ganze Saison: Wir müssen vorne konsequenter werden. Aber wir müssen vor allem auch in der Defensive dazulernen: Hinten weniger Fehler machen, möglichst keine einfachen Gegentore kassieren. Wir haben schon Fortschritte gemacht im Vergleich zum Saisonbeginn. Gerade das Hinspiel in Egg: Da haben wir viel zu viele einfache Fehler gemacht und wurden bestraft. Das ist jetzt schon deutlich besser gelaufen. Aber da geht noch mehr.

21 Punkte in 21 Spielen, Rang 15 kurz vor der Winterpause, ist das für Euch zufriedenstellend?

Mit dem Punktedurchschnitt wird es schwierig, die Abstiegsrelegation zu vermeiden. Aber wir sind schlecht gestartet, haben am Anfang einige Spiele am Stück verloren. Jetzt stehen wir schon viel besser da, wir sind einigermaßen dabei. Allerdings haben wir schon bei ein paar Spielen den einen oder anderen Punkt liegen lassen, gerade gegen Geretsried oder Kempten, als wir die bessere Mannschaft waren, aber nur 1:1 gespielt haben. Uns hat auch manchmal ein wenig das Glück gefehlt, um mehr Punkte herauszuholen.

War Euch klar, dass es in der Landesliga so schwierig werden würde?

Ja, es war jedem klar, dass die Landesliga etwas ganz anderes ist. Der Sprung von der Bezirksliga ist gewaltig, es wird ein anderer Fußball gespielt, schneller, technisch besser, härter, da langt jeder zu, nicht unfair, aber jeder haut sich voll rein. Niemand hat gedacht, dass es nach drei Aufstiegen so weitergeht. Der Start, als wir teilweise kein Land gesehen haben, war so nicht eingeplant, aber mittlerweile ist es aufwärts gegangen.

„Jeder gibt alles für jeden“

Die Mannschaft ist komplett zusammengeblieben, schon in den Vorsaisons war Zusammenhalt Euer Trumpf. Hat das auch diesmal geholfen, nach der schwarzen Serie die Ruhe zu bewahren und unten rauszukommen?

Ja, absolut. Zusammenhalt ist bei uns immer da. Jeder gibt alles für jeden. Ich glaube, das ist auch jetzt wieder eine unserer Stärken, mit der wir gegen jeden Gegner mithalten können: Wir gehen mit viel Leidenschaft und großem Kampfgeist auf den Platz. Das hat schon etwas ausgemacht, um aus dem Tabellenkeller wieder rauszukommen.

Ihr müsst kommendes Wochenende noch beim Tabellenführer FC Gundelfingen ran, wird es dann Zeit für eine Pause?

Ja. Es war wirklich eine extrem lange Zeit, 34 Spieltage, das ist auch noch ein Unterschied zu den Ligen darunter. Beim Spitzenreiter in Gundelfingen werden wir noch einmal alles geben, und dann wird es Zeit für etwas Regeneration.

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