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An der vielbeinigen Waldramer Abwehr um Torhüter Manuel Kluge sowie Sebastian und Bernhard Kresta rannten sich Jakob und Leo Gerg (re.) und die Lenggrieser immer wieder fest. Das Landkreis-Duell endete mit einem 1:1-Remis.

Abstand zu Otterfing wird größer

Lenggrieser SC lässt trotz Chancenplus Punkte gegen Waldram liegen 

  • vonEwald Scheitterer
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Der Lenggrieser SC kam trotz guter Gelegenheiten gegen den DJK Waldram nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. 

Lenggries/Waldram – Bei einem Remis gehen die Meinungen oft weit auseinander. So auch nach dem 1:1 (0:1) des Lenggrieser SC am Samstag gegen die DJK Waldram. Während Gästecoach Guido Herberth das Unentschieden als „gerecht“ empfand, beklagte sein Pendant Martin Lindner: „Heute hätten wir die drei Punkte wirklich verdient gehabt. Aber die Kugel wollte einfach kein zweites Mal über die Linie.“

Guido Herberth: „Wir nehmen den einen Zähler hier gerne mit“

Tatsächlich hatten die Hausherren vor allem im zweiten Durchgang einen fast 45-minütigen Sturmlauf hingelegt, während die DJK kaum noch für Entlastung der dauerstrapazierten Defensive sorgen konnte. So gab dann auch Herberth zu: „Hätte man mir vor dem Re-Start vier Punkte nach zwei Spielen angeboten, hätte ich sofort unterschrieben. Aber wir nehmen den einen Zähler hier gerne mit.“

Wirklich ausgeglichen verlief das Match nur in den ersten 30 Minuten. Dabei gelang Florian Häfner nach einer Ecke per Kopfball das 0:1 (13.). Bereits zuvor hatten Luis Jendrzej (6.) und Toni Berger (11.) das DJK-Gehäuse nur knapp verfehlt. Eine wirklich gute Chance vergab dann noch Waldrams Benedikt Bergmoser, ehe sich die Hausherren eine Dominanz erarbeiteten. Auch nach dem Seitenwechsel ging ihr Sturmlauf weiter. Vielleicht etwas zu häufig versuchten es die Lenggrieser über die linke Außenbahn, wo sich Jakl Gerg und Toni Berger immer wieder an der vielbeinigen Waldramer Abwehr festliefen. „Wir haben da wirklich viel investiert“, lobte Herberth. Und auch Fortuna hatte die DJK auf ihrer Seite, etwa als Abdel Kabbaj mit letzter Kraft vor dem einschussbereiten Maxi Scheck klärte oder Paul Schlott für seinen bereits geschlagenen Keeper per Kopf auf der Linie rettete.

„Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, der uns den Sieg gekostet hat“

Kurioserweise war es keine richtige Torchance, die zum längst verdienten Ausgleich der Hausherren führte. Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam Jendrzej am linken Strafraum-Eck an den Ball und gab ein Schüsschen ab. Zur Verblüffung aller passierte der Ball Freund und Feind und landete letztlich auch am verdutzten DJK-Torhüter Manuel Kluge vorbei im langen Eck (82.). „Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, der uns den Sieg gekostet hat“, quittierte Herberth die Situation. Lenggries hatte seinerseits noch den Siegtreffer auf den Schlappen, doch die beste Chance vergab Thommy Fischhaber aus kurzer Distanz bei einem Kopfball. Da musste Coach Lindner trotz allen Bemühens zugeben: „Vor dem Tor waren wir zu harmlos. Da hat die letzte Konsequenz gefehlt.“  

Lenggrieser SC –
DJK Waldram 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 (13.) Häfner, 1:1 (82.) Jendrzej.

LSC: Kleim – Wasensteiner (37., Felix Merklinger), M. Angermeier, Biagini, J. Gerg – L. Gerg, F. Adlwarth, Berger, Th. Fischhaber - Scheck, Jendrzej.

DJK:Kluge – Häfner (70., Seestaller), Ettenhuber, Kabbaj, B. Kresta – Bergmoser (61., Walter), S. Kresta, Faganello, Dreyer – Schlott (85., Raic), Amanquah (85. Wenus).

(esc)

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