1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis Bad Tölz

Relegation 2022: SV Bad Heilbrunn steigt ab - Anadolu wird durchgereicht

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Moritz Bletzinger

Kommentare

0:3 in Rückstand: Die Heilbrunner – hier (v. li.) Andre Tiedt und Maximilian Schnitzlbaumer – müssen im Rückspiel gegen den TV Erkheim ein anders Gesicht zeigen.
0:3 in Rückstand: Die Heilbrunner – hier (v. li.) Andre Tiedt und Maximilian Schnitzlbaumer – müssen im Rückspiel gegen den TV Erkheim ein anders Gesicht zeigen. © Hafner/Archiv

Die Relegation ist in Oberbayern in vollem Gange: Der SV Bad Heilbrunn steigt in die Bezirksliga ab. Spielabbrüche bei Wacker und Schongau. Der Überblick.

Relegation zur Landesliga: SV Bad Heilbrunn steigt ab

Der SV Bad Heilbrunn steigt nach verbissenem Kampf und zwei Spielzeiten in der Landesliga Südwest wieder in die Bezirksliga ab. Nach der 0:3-Hinspielpleite beim TV Erkheim aus der Bezirksliga Schwaben Süd musste sich der HSV auch im Rückspiel mit 0:2 geschlagen geben.

Fabian Krogler verpasste der Heimelf nach 18 Minuten den ersten Dämpfer auf das Wunder von Bad Heilbrunn. Nach dem Seitenwechsel traf der 31-Jährige erneut und sicherte damit seiner Mannschaft endgültig den Aufstieg. In 180 Minuten war der TV Erkheim die klar bessere Mannschaft und hat verdient den Sprung in die nächsthöhere Klasse geschafft.



Schämen muss sich beim HSV niemand, wie auch der Stadionsprecher nach dem Schlusspfiff verkündete: „Ihr seid lebende Legenden“, versuchte er die abgestiegenen Spieler der Gastgeber zu trösten.

Relegation zur Bezirksliga: Wacker hat ein Spiel mehr in den Beinen - Murnau feiert Rückkehr nach 14 Jahren

Der FC Wacker München mussten in der ersten Runde zweimal gegen den FC Phönix ran. Die Partie wurde in der Nachspielzeit abgebrochen, das Flutlicht hatte sich ausgeschalten, der BFV entschied, das ganze Spiel zu wiederholen. Dort setzte sich Wacker letztlich souverän mit 3:0 durch. Die Entscheidung um den Aufstieg fällt jetzt im Finale gegen Hellas München (Anpfiff: 15.00 Uhr).

Die Drachen fliegen in die Bezirksliga. Im Rückspiel der Relegation zur Bezirksliga setzte sich die Elf von Trainer Tim Schmid nach dem knappen 1:0-Sieg am Donnerstagabend mit 2:0 gegen den TSV Peiting durch und feiert den Aufstieg.

Gäste-Coach Fabian Melzer und seine Mannschaft wehrten sich und kämpften um ihre Chance. Erst nach der Pause, die wegen des starken Regens deutlich länger ausfiel als geplant, machte der TSV Murnau nach 14 Kreisliga-Jahren den Sprung nach oben perfekt.

Bastian Adelwart sorgte nach 63 Minuten mit dem Führungstreffer zum 1:0 für die erste große Erleichterung an der Poschinger Allee. Torjäger Georg Kutter, mit 32 Treffern Torschützenkönig der Zugspitz-Kreisligen und somit Gewinner von 15 Tragerl ERDINGER Weißbräu, machte den Sack in der Schlussviertelstunde mit dem Tor zum 2:0-Enstand endgültig zu. Nach dem Schlusspfiff gab es für die 1200 Zuschauer und die Heimmannschaft kein Halten mehr.

Relegation zur Kreisliga Zugspitze: Scheitert Waldram wieder?

Durch einen Doppelschlag von Simon Nikolaus Beck und Anian Trettenhann träumt die SG Hausham von der Krönung der Saison. Stephan Leitner und seine Spieler stehen nach dem 2:1-Sieg bei Leitners Ex-Klub kurz vor dem Aufstieg

.Der DJK Waldram droht nach zehn Jahren in der Kreisliga 1 die Rückkehr in die Kreisklasse. Hoffnung dürfte den Gästen machen, dass der Klub trotz Ampelkarte gegen Fabian Raic am Mittwochabend noch auf 1:2 durch Luca Faganello verkürzen konnte. Taktieren brauchen Dominik Irmer und seine Jungs nicht mehr. Zwei Tore muss die DJK mindestens erzielen, um den Abstieg noch zu verhindern.

Relegation zur Kreisliga München: Shala-Elf scheitert - Solln ringt Alemannia nieder

Der TSV Solln jubelt und steigt in die Kreisliga auf. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel kämpften sich Matias Blasenbreu und seine Jungs am Sonntag nach Verlängerung zum erhofften Sieg. „Ich kann es überhaupt noch nicht realisieren“, sagte TSV-Coach kurz nach cer Partie. „Ich bin am Platz gestanden, als wir in der Bezirksliga zerstört wurden. Ich habe in der Kreisliga gesehen, wie sie durchgereicht wurden. Und dann so ein Spiel, 120 Minuten. Der Kapitän, der seit sechs Jahren auf diesen Moment wartet. Ich finde es einfach nur geisteskrank.“

Die Belastung der Relegation ging an Blasenbreu nicht spurlos vorbei: „Ich habe seit Mittwoch gar nicht geschlafen, aber das ist egal.“ Bis der Trainer etwas durchschnaufen konnte, dauerte es mehr als eine Stunde. Samuel Schewe traf in der regulären Spielzeit nach 66 Minuten zum 1:0 - damit war das Ergebnis vom Hinspiel egalisiert. In der Verlängerung traf Stefan Gerhard dann in der 108. Minute zum 2:0. Doch damit war die Partie noch nicht gelaufen. Wegen des Unwetters unterbrach Daniel Gutmann die Partie, ehe im Münchner Süden dann die Korken knallten.

Der SV Weichs folgt dem TSV 1865 Dachau II in die Kreisliga. Nach dem 5:3-Auswärtssieg beim FSV Harthof aus dem Hinspiel hatte der SV vor dem Rückspiel eine sehr gute Ausgangsposition. Doch in der ersten Hälfte des Rückspiels hatte der FSV die größten Chancen. Dies zog sich auch in der zweiten Halbzeit so fort. Insgesamt gab es drei Aluminiumtreffer für Harthof.

Der SV war deutlich effizienter mit seiner Chancenverwertung. In Durchgang zwei trafen Nico Huber, Philip Heiß und Alen Muminovic in kürzester Zeit für Weichs. Dreimal nach dem selben Schema. Langer Ball hinter die Kette. Die Hintermannschaft des FSV Harthof sah bei allen drei Gegentreffern nicht gut aus.

Der FSV bewies allerdings Charakter und spielte mit 100% weiter. Der in der zweiten Halbzeit überragende Marvin Kretzschmar machte den Weichsern das Leben schwer. Neben zwei Pfostentreffern steuerte er beide Vorlagen der Anschlusstreffer bei. Torschützen waren die Pute-Brüder Ben und Adam.

Durch die beiden Niederlagen muss der FSV Harthof den Gang in die Kreisklasse antreten. Der SV Weichs ist nächstes Jahr wieder einmal in der Kreisliga am Start.

Der SV Niederroth bleibt in der Kreisliga. Nach dem 2:1-Hinspielsieg sorgten Spielertrainer Sebastian Hüttner beim Rückspiel in Garching schnell für klare Verhältnisse. Dominik Leisch (15.)und Simon Betz (25.) schraubten das Ergebnis nach Hin- und Rückspiel im ersten Durchgang vorübergehend auf 4:1.

Gzim Shala und Türk Spor Garching gaben nach der Pause noch einmal alles. Dochmehr als die Treffer von Octavian Dragan per Foulelfmeter (58.) und Feimi Antemoglou (63.) schaffte der Kreisklassist nicht mehr und hat damit den Aufstieg verpasst.

Ganz Zorneding feiert das Comeback in die Kreisliga. Nach einem eher ernüchternden Hinspiel gegen den VfB Forstinning II (2:1 für Forstinning) legte die Mannschaft von Trainer Sascha Bergmann los wie die Feuerwehr. Nach nur sieben Minuten führten die Gastgeber durch ein Kopfballtor des Routiniers Maximilian Jarosch, der mustergültig vom jüngsten Akteur, Paul Schweighardt, bedient wurde. Gerade einmal zwölf Minuten später legte Zorneding das 2:0 nach. Wieder war es Jarosch, der den TSV erneut mit einem Kopfballtor jubeln ließ.

Die zweite Halbzeit war zwar nicht ganz so ereignisreich, aber genauso schön für alle, die an diesem Nachmittag den TSV Zorneding anfeuerten. Nach einem Konter knipste Christoph Englmann alle Lichter des VfB aus und sicherte dem TSV den 3:0-Sieg und damit den ersehnten Aufstieg in die Kreisliga.

Der ATSV Kirchseeon hat im Rückspiel beim TSV Trudering nichts anbrennen lassen und nach dem 2:0-Hinspielsieg den Klassenerhalt im Nachsitzen geschafft. Lukas Bliemel (4.) und Thomas Güterman (16.) sorgten schon in der Anfangsphase für klare Verhältnisse.

Die Hausherren ließen sich dennoch nicht hängen und konnten zumindest die Saison ohne Heimniederlage beenden. Maximilian Lengauer sicherte mit einem Doppelpack den 2:2-Endstand.

Der FC Anadolu Bayern wird durchgereicht. Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Bezirksliga geht es noch einen Stock tiefer in die Kreisklasse. Der 2:1-Sieg in Milbertshofen reichte der Mannschaft von Sinan Neumaier Süngüoglu nicht, um nach 180 Minuten den Klassenerhalt zu feiern.

Johannes Dittmann läutete die Aufholjagd der Milben mit dem 1:0 nach drei Minuten ein. Djamal Halfa Toga gelang per Foulelfmeter der Ausgleich zum 1:1-Pausenstand. Nach der pause sah es nach Caglar Balcis Treffer zum 2:1 für die Hausherren nach Klassenerhalt aus. Doch der TSV gab nicht auf und drehte die Partie. Mert Göldeli (61.) und Salavtore Militano (66.) machten binnen fünf Minuten den Aufstieg der Gäste perfekt. Yasin Aydin flog in der Nachspielzeit noch mit der Roten Karte vom Platz.

Relegation zur Kreisklasse Zugspitze: Elfmeter-Krimi in Warngau - Dießen feiert Aufstieg

Was für ein Krimi in Warngau! Der TSV setzt sich gegen die Sportfreunde Egling nach Elfmeterschießen durch und setigt somit in die Kreisklasse auf.

Die Warngauer starteten gut in die Partie, denn Eddy Biyogho Nguema (12.) brachte die Seinen früh in Führung. Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeitpause, in die Verlängerung und schließlich sogar ins Elfmeterschießen.

Dieses begannen die Warngauer. Das Elfmeterschießen musste außerdem für 20 Minuten unterbrochen werden, da ein starkes Gewitter aufkam. Nachdem Egling den siebten Elfer verschossen hatte, traf Thomas Moritz zum entscheidenden Elfmeter, der für den Aufstieg der Gastgeber sorgte.

Das Spiel zwischen dem TSV Schongau und dem SV Igling wurde in der 61. Minute aufgrund eines Gewitters unter- und schließlich abgebrochen werden. Das Wiederholungsspiel findet am Montag um 13:00 Uhr in Schongau statt.

Bis zum Abbruch stand es 1:1. Damit wären die Schongauer in die Kreisklasse aufgestiegen, denn das Hinspiel ging mit 1:0 gewonnen.

Der MTV Dießen steigt auf und startet nächste Saison in der Kreisklasse! Gegen die SG FC Oberau/ TSV Farchant setzte sich der Gastgeber mit 2:1 durch.

Moritz Loh (25.,80.) traf per Doppelpack für die Hausherren. Der Anschlusstreffer der Gäste durch Korbinian Bäuerle (90.+3) in der Nachspielzeit kam zu spät.

Aufgrund des Hinspielergebnis beim 0:0-Unentschieden sind die Dießener mit dem Heimsieg nun Kreisklassist. Die SG muss nach nur einem Jahr Kreisklasse wieder den Gang in die A-Klasse antreten.

Der Gautinger SC hat es geschafft: Die Mannschaft von Bernd Ziehnert gewinnt das Rückspiel gegen den TSV Pentenried und bleibt in der Kreisklasse. Nach dem furiosen 4:4 im Hinspiel startete die zweite Derby-Auflage deutlich vorsichtiger. Dann entwickelte sich ein echtes Kampfspiel. Mit dem glücklicheren Ende für den GSC. Ein abgefälschter Schuss von Relegationsheld Benedikt Brauner (traf damals doppelt gegen den SC Unterpfaffenhofen) rettet die Saison der Kreisklassisten.

Der TSV Pentenried hat jetzt noch die Chance in der Lucky-Loser-Runde gegen den SV Germering (Donnerstag, 19 Uhr in Gilching). Viel Ärger herrscht am Römerfeld jetzt über den Schiedsrichter, der GSC-Keeper Noske nach sechs Minuten nicht vom Platz schickte, obwohl er einen Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand aufhielt. Der Gautinger SC hingegen verzehrt heute 200 Liter Freibier am eigenen Vereinsgelände.

Der ASC Geretsried hat den größten Vorsprung aller Teams in der Relegation um die Kreisklasse Zugspitze. Die Adler feierten einen 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel. Der SV Eurasburg braucht heute also zwei Tore, um das Blatt noch zu wenden. Lässt der ASC das vor heimischem Publikum zu? Um 16.45 Uhr geht es los..

Auch interessant

Kommentare