Jede Menge Arbeit hatte die SV-Hintermannschaft um (v. li.) Keeper Fidan Sefaj und Alex Baumgärtner. RW-Torschütze Branislav Turecek drang immer wieder gefährlich in der Sechzehner ein. Foto: Hans Demmel

Alle Spiele der Kreisklasse - Derbysieg zu Demirs Geburtstag

Rot-Weiß Bad Tölz schlägt SV 4:1 – Beutelrock schießt Gaißach ins Glück

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Kein langes Abtasten gab es beim Kräftemessen der beiden Aufsteiger. Schon nach wenigen Minuten hatten die Gäste die erste Großchance. Fatih Kocyigit setzt sich auf der Außenbahn durch, taucht alleine vor Siegfried Bahner auf, doch mit einem waghalsigen Einsatz konnte der Rot-Weiß-Keeper einen frühen Rückstand der Platzherren verhindern.

SC Rot-Weiß Bad Tölz – SV Bad Tölz 4:1 (2:0) – Weitere zwingende Möglichkeiten konnten die Gelb-Schwarzen im ersten Abschnitt dann allerdings nicht mehr verzeichnen. Die Rot-Weißen bestimmten immer mehr das Geschehen und gingen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause. Branislav Turecek (10.) hatte sehenswert für das 1:0 gesorgt. SV-Keeper Fidan Sefaj wurde durch einem weiten Ball aus seinem Kasten gelockt und der Torjäger zirkelte aus schwierigem Winkel in die Maschen. Der Neuzugang war weiterhin äußerst aktiv, war schließlich nur durch ein Foul zu bremsen und Adrian Ackermann (29.) verwandelte den fälligen Strafstoß. Nach Wiederbeginn baute Marinus Estner (54.) den Vorsprung auf 3:0 aus. „Bei solch klarer Führung ist es schwierig, die Konzentration zu halten“, meinte RW-Coach Tarkan Demir. Leonardo Vocaj (85.) gelang der Anschlusstreffer, für eine Aufholjagd war es aber längst zu spät. Vielmehr konnte Sebastian Horwath (90.+3) sogar noch zum 4:1- Endstand erhöhen. SV- Trainer Hicham Aqabli: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Da waren unsere Aktionen zu langsam.“ Jubilar Tarkan Demir meinte: „Ein schöneres Geburtstagsgeschenk als einen Derbysieg gibt es nicht. Jetzt können wir locker zum Spitzenspiel beim TuS Geretsried II fahren.“  dh

SG Hausham – TuS Geretsried II 7:0 (2:0) - Alles andere als das erwartet „enge Spiel“ war der Auftritt der Geretsrieder Reserve in Hausham, bei dem sich der Tabellenführer völlig von der Rolle präsentierte. „Wir hatten uns schon was vorgenommen, aber es war heute wie verflucht“, stellte Coach Cem Acikbas fest. Womöglich hätte die Partie einen anderen Verlauf genommen, wenn Robert Barbir in der 40. Minute ins Tor getroffen hätte, statt nur ans Außennetz. Es wäre der 1:1-Ausgleich gewesen. Kurz nach Barbirs Fehlschuss erhöhte Manuel Marcks zum 2:0 für die Hausherren, die sich nach dem Seitenwechsel keine Blöße mehr gaben. Anders als die Gäste, die „jeden Ball dem Gegner vor die Füße“ spielten, wie Acikbas die Fehlpassorgie genervt kommentierte. Vor allem bei Standardsituationen habe sein Team versagt, analysierte der Trainer. „Vielleicht haben sie nach den ersten vier Siegen geglaubt, das sei ein Selbstläufer. Deshalb war es vielleicht nicht schlecht, auf den Boden zurückgeholt worden zu sein.“  rst

TSV Weyarn – Olympic Geretsried 0:0Nach zwei Siegen zum Auftakt mussten die Geretsrieder Griechen mit dem torlosen Remis einen ersten Dämpfer hinnehmen. „Das ist nicht schlimm“, sagte Olympic-Coach Anastasios Fytanidis. „Solche Platzverhältnisse sind für uns schwierig“, sah der Trainer in dem tiefen, „batzigen“ Fußballfeld einen Hauptgrund dafür, dass vor allem seine technisch versierteren Spielern nicht zurechtkamen. Dennoch waren die Gäste nicht chancenlos. Panajot Toska und Alexander Kutzmutz vergaben ebenso wie der Spielertrainer selbst. Auf der Gegenseite hatte Olympic Glück, dass Andreas Glanz neben das Tor traf, nachdem Torhüter Marvin Bauer bei einem Rempler im Fünfmeterraum den Ball ausließ. Fytanidis: „Ich hätte gerne gewonnen. Aber die Jungs haben insgesamt eine gute Leistung gezeigt, und wir haben kein Tor kassiert – das ist positiv.“  rst

SC Gaißach – FC Rottach-Egern 4:3 (4:2)– Es war eine Gala-Vorstellung von Gaißachs Kapitän Matthias Beutelrock: Im Alleingang schoss der quirlige Offensivmann, den Trainer Helmut Schenk diesmal als hängende Spitze aufgeboten hatte, die Gaißacher zum ersten Saisonsieg. Zweimal leistete Tom Pföderl die Vorarbeit; hinzu kamen ein Freistoß und ein Foulelfmeter – und schon lagen die Hausherren scheinbar komfortabel in Front. „Sehenswerte Tore“, lobte Teamsprecher Georg Simon, „das hat er super gemacht.“ So wie alle anderen Gaißacher auch. Doch in der zweiten Hälfte wurde es eine Zitterpartie, nachdem die Gäste kurz vor dem Wechsel noch einen Elfer zum 2:4-Zwischenstand kassierten. „Danach haben wir total den Boden verloren“, berichtet Simon. So kamen die Rottacher auf 3:4 heran. „Und wir haben um den Ausgleich gebettelt“, stellt Simon ironisch fest. Doch das Betteln blieb ohne Folgen. „Das war eng“, schnaufte Simon nach dem Schlusspfiff durch. „Hauptsache wir haben den Dreier.“  sts

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