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Viel Aufwand, wenig Zählbares: Matthias Leiß (re.) und seine Kochler bemühten sich redlich, aber ohne Erfolg. 

Kreisklasse 3

Schlehdorfer Hurra-Stil bringt nur einen Punkt - Bad Kohlgrub siegt 3:1

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„Die erste Halbzeit war nicht gerade berauschend“, fasste der Benediktbeurer Co-Trainer Dominik Hiederer den ersten Teil des Desasters zusammen.

FC Bad Kohlgrub – TSV Benediktbeuern 3:1 (2:0) – „Wir haben keine Zweikämpfe angenommen.“ Zwei rasche Tore der Hausherren (14./20.), und die Partie war gelaufen. „Und das auch noch gegen einen schwachen Gegner“, schob Trainer Willi Link nach. Die Beurer, die auf eine Reihe urlaubender Stammspieler verzichten mussten, kamen erst besser ins Spiel, als Link sein System auf zwei Spitzen umstellte: Neben Albert Schandl stürmte Benedikt Guggemos. Das Duo sorgte für deutlich mehr Schwung nach vorne. „Wir hatten mehr Ballbesitz“, stellte Link klar. Schandl sorgte auch für den 1:2-Anschlusstreffer (58.). „Danach waren wir dem Ausgleich näher, als die Kohlgruber ihrem dritten Treffer“, berichtet Hiederer. Der fiel dennoch, unter freundlicher Mithilfe der Gäste: Ein Fehlpass im Mittelfeld ermöglichte den Kohlgruber Konter, den Florian Kraus (71.) zum 3:1-Endstand abschloss. „Danach war die Luft raus“, sagt Hiederer.  sts

ESV Penzberg – FC Kochelsee Schlehdorf 0:0 – Nach einer starken ersten Halbzeit hätte im Lager des FCKS niemand den Verdacht geäußert, die Partie könnte nicht zu Gunsten der Gäste enden. Doch mit dem Schlusspfiff war Durchschnaufen angesagt, mussten die Schlehdorfer mit dem torlosen Remis beim ESV Penzberg mehr als zufrieden sein. Entsprechend durchgemischt war die Gefühlswelt bei Max Wagner. Der FC-Coach beorderte sein Team an die Seitenlinie, um ihm die Versäumnisse der vorangegangenen 90 Minuten klar vor Augen zu halten; sein Hauptvorwurf: Naivität. Im Hurra-Stil wurde nach vorne gelaufen, ohne auch nur eine im Ansatz erkennbare Absicherung zu hinterlassen. Wenn dann die zentralen Mittelfeldspieler nach Ballverlusten stehen bleiben, wittern auch zuvor ängstliche Widersacher ihre Chance. Hätte nicht Florian Lantenhammer einen Kopfball von Michael Loroff aus kurzer Distanz mit einem Reflex aus dem Eck getaucht, und wären nicht zwei Penzberger im Fünfer an einer Hereingabe vorbeigerauscht, wäre der Punktgewinn wohl futsch gewesen. Wagner monierte, dass sein Team einerseits einen „brutalen Aufwand“ ohne jeglichen Gegenwert betreibe. Leo Sam verpasste beispielsweise eine Hereingabe von Markus Kröner um Zentimeter. Und bei Stefan Raffeiners Alleingang bäumte sich ESV-Keeper Marius Becker mächtig auf. „Wir schaffen es nicht, etwas Zwingendes herauszuspielen“, bedauert der 34-Jährige. Daneben bekrittelte er das sorglose Streben nach gnadenloser Offensive. „Zu viel nach vorne und auf Risiko“, urteilte Wagner. „Das kannst du nicht über 90 Minuten durchhalten.“ Die Folge: Nach und nach nahmen die Ballverluste zu, und die Penzberger erspielten sich ein Übergewicht – das freilich auch nichts einbrachte. „Am Ende war es Harakiri“, kritisierte Wagner.  or

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