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Die Vorentscheidung: Ritvan Maloku (liegend) erzielt die Olchinger 2:0-Führung. HSV-Verteidiger Florian Schnitzlbaumer kommt zu spät, und Christoph Hüttl reckt sich vergebens.

Bad Heilbrunn kassiert Niederlage in Olching

Lang: „Insgesamt fehlt einfach etwas für die Liga“

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Der SV Bad Heilbrunn hat das Auwärtsspiel beim SC Olching mit 1:2 verloren. Der Anschlusstreffer des Aufsteigers fiel erst in der Nachspielzeit. 

Olching/Bad Heilbrunn – Es war jeweils die neunte Minute in beiden Spielhälften, die den Heilbrunner Fußballern in Olching das Genick brach: Zuerst nutzte Lukas Hornung eine unglückliche Situation im HSV-Strafraum zur überraschenden Führung nach Wiederanpfiff war es Ritvan Maloku, der einen glänzenden Spielzug mit dem vorentscheidenden 2:0 abschloss. „Insgesamt gesehen, geht die Niederlage in Ordnung. Mehr ist bei uns im Augenblick nicht drin. Da fehlt einfach zu viel Potenzial“, gestand Coach Walter Lang.

Entgegen den Befürchtungen standen sowohl Kapitän Sebastian Mertens als auch Maxi Specker und Keeper Christoph Hüttl auf ihren angestammten Positionen. So hatte der Aufsteiger gegen den Tabellennachbarn nicht nur Beton angerührt, sondern versuchte auch, offensiv Akzente zu setzen. Freilich ohne zählbaren Erfolg. Ein Totalausfall war Bene Specker, der lediglich mit gesenktem Kopf über den Platz schlich. Er musste bereits nach 38 Minuten für Thomas Schmöller weichen. Auch Bruder Maxi war nach einer Verletzungspause noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Er hatte die beste HSV-Chance auf dem Fuß, als er nach einem schönen Solo aus etwa 18 Metern mit seinem Flachschuss an SC-Torhüter Stefan Held scheiterte (35.). In der zweiten Hälfte kam der Goalgetter nach ausgezeichneter Vorarbeit von Michael Mügler nur einen Schritt zu spät; Held fischte ihm da das Leder vom Fuß (52.). „Von unserer Verletztenmisere abgesehen, haben wir derzeit auch kein Glück“, stellte Lang fest.

Lang: „Insgesamt fehlt einfach etwas für die Liga“

Bei seiner Feststellung bezog er sich auf eine Szene zu Beginn der Partie, als Abwehrchef Mertens mit dem Kopf einen weiten Ball abwehrte, der Hornung vor die Füße fiel. Dessen Schuss wurde dann auch noch so unglücklich abgefälschte, dass die Kugel in einer Bogenlampe hinter Hüttl im Netz landete. Dass Fortuna derzeit nicht auf Seiten der Heilbrunner Seite, zeigte auch eine Situation im Olchinger Strafraum (76.): Das Leder sprang unkontrolliert von Bein zu Bein und schließlich an den Pfosten, ehe es die SC-Defensive ins Feld zurückbeförderte. Auch wenn Lang erkannte, „Olching ist keine Übermannschaft und hat zudem kein überragendes Spiel abgeliefert“, so zeigten deren gestandene Recken dennoch, dass in den Niederungen der Landesliga ein anderer Wind weht, als an der Spitze der Bezirksliga. Konsequente Härte und Cleverness sind da gefragt. So lief Maloku zweimal ungebremst in Torwart Hüttl, so dass dieser behandelt werden musste. Genauso wie Keeper Held, der, nachdem er den Ball verfehlt hatte, sein rechtes Bein voll in Maxi Speckers Unterleib rammte. Es gab Gelb für den Keeper und Thomas Forster verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:2-Endstand. So bilanzierte Lang, ob der Ohnmacht seiner Truppe: „Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Sie habe gekämpft bis zum Schluss. Aber insgesamt fehlt einfach etwas für diese Liga. Jetzt müssen wir darauf achten, dass wir die letzten beiden Tabellenplätze nicht aus den Augen verlieren.“

SC Olching – SV Bad Heilbrunn 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 (9.) Hornung, 2:0 (54.) Maloku, 2:1 (90. + 4) Forster (FE). – Zuschauer: 174.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl – Forster, Mertens, Petzold, Fl. Schnitzlbaumer - Kiechle (70., Klaar), Pföderl, Pappritz, Mügler (70. Essendorfer) – M. Specker, B. Specker (38., Schmöller).

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