Heute sind alle Zehen heil: Im Hinspiel der vergangenen Saison ging Schlussmann Christoph Hüttl durch einen Bruch der großen rechten Zehe schwer gehandicapt in die Partie gegen Garmisch – entsprechend deutlich fiel die 0:4-Niederlage aus.
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Heute sind alle Zehen heil: Im Hinspiel der vergangenen Saison ging Schlussmann Christoph Hüttl durch einen Bruch der großen rechten Zehe schwer gehandicapt in die Partie gegen Garmisch – entsprechend deutlich fiel die 0:4-Niederlage aus.

Bad Heilbrunn peilt gegen Favorit Garmisch einen Punkt an

SV Bad Heilbrunn hat mit FC Garmisch-Partenkirchen noch eine Rechnung offen

  • VonWolfgang Stauner
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Der SV Bad Heilbrunn hat mit dem FC Garmisch-Partenkirchen noch eine Rechnung offen, wie Teamsprecher Christoph Hüttl sagt. Beim Heimspiel erhofft er sich einen Punkt.

Bad Heilbrunn – Der SV Bad Heilbrunn auf Platz drei in der Landesliga Südwest – eine schöne Momentaufnahme. Ob es nach dem 3:2-Sieg beim Bayernliga-Absteiger TSV Nördlingen ebenso erfolgreich weitergeht, bezweifelt indessen Trainer Walter Lang: „In Nördlingen war eine gehörige Portion Glück dabei. Das werden wir nicht immer haben.“

Garmisch verpatzt Saisonstart - Bad Heilbrunn hat das mit „schmunzelndem Auge“ gesehen

Ob Glück oder Können heute Abend gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen überwiegen, wird sich in 90 spannenden Derby-Minuten zeigen (Anpfiff 18.30 Uhr). Möglicherweise haben die Hausherren das Momentum auf ihrer Seite, denn die Garmischer haben ihren Saisonstart gegen Aufsteiger Cosmos Aystetten gründlich vermasselt: In der dritten Nachspielminute kassierten sie den 2:2-Ausgleichstreffer, und Trainer Christoph Saller war restlos bedient. „Das haben wir natürlich mit einem schmunzelnden Auge gesehen“, räumt Schlussmann und Teamsprecher Christoph Hüttl ein, schreibt den Gästen aus dem Werdenfels dennoch die Favoritenrolle zu.

Wenig zum Lachen hatten die Heilbrunner dagegen beim ersten Vergleich in der Corona-Saison 2019/21. Mit 0:4 ging die Lang-Elf am Gröben baden. Schwer gehandicapt musste Hüttl in Ermangelung einer Nummer zwei die Begegnung bestreiten: Ein paar Wochen zuvor hatte er sich gegen Olching den rechten großen Zeh gebrochen. „Das war meiner Leistung natürlich nicht zuträglich“, räumt der Keeper ein, „bei jedem Rückpass, jedem Abschlag hat das höllisch geschmerzt.“

SV Bad Heilbrunn peilt einen Punkt bei erstem Heimspiel an

Die Blessur ist natürlich längst ausgeheilt, und auch die Frage nach der Nummer zwei ist geklärt. Torwart-Trainer Gerry Hillringhaus, vor ein paar Wochen 59 geworden, haut sich in dieser Saison noch mal richtig rein, um im Falle eines Falles einen adäquaten Ersatz abzugeben. „Ich habe noch nie einen 59-Jährigen gesehen, der so fit ist wie Gerry“, staunt Hüttl und verrät, dass der Oldie „am liebsten mit einer Fünf-Kilo-Bleiweste“ trainiert. „Von so einem gestandenen Schlussmann und Ex-Profi kann ich mir noch eine Menge abschauen“, meint die Nummer eins respektvoll.

In Sachen Fitness könnte auch Felix Gellner Anschauungsunterricht bei Hillringhaus nehmen. Der Goalgetter rackerte in Nördlingen eine Halbzeit vorbildlich und schoss mit zwei Treffern den 3:2-Sieg heraus – aber für 90 Minuten reichen Gellners Körner noch nicht aus. Vom Anpfiff weg werden die Angriffe wohl wieder von Dominik Kühberger, Toni Krinner und Benedikt Specker vorgetragen. Ansonsten kann Trainer Lang den kompletten Kader aufbieten. „Keine Blessuren in Nördlingen“, berichtet Hüttl, „allenfalls ein bissl Muskelkater.“ Den würden die Heilbrunner für einem weiteren Erfolg gerne in Kauf nehmen. „Denn wir haben ja noch eine Rechnung offen“, sagt Hüttl, „einen Punkt peilen wir bei unserem ersten Heimspiel auf jeden Fall an.“

Die Aufstellung des SV Bad Heilbrunn

Hüttl – Kamioka, M. Schnitzlbaumer, Pföderl, Kapfhammer – Pappritz, A. Specker, Krinner, B. Specker, M. Specker – Kühberger – Fl. Schnitzlbaumer, Fr. Schnitzlbaumer, Lechner, Schmöller, Kiechle, Gellner – Hillringhaus (ETW).

Die Zuschauer

werden gebeten, rechtzeitig vor dem Anpfiff (18.30 Uhr) ins Stadion zu kommen, da Datenregistrierung und Sitzplatzzuweisung Zeit in Anspruch nehmen.

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