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Rustikal, aber effizient: Heilbrunns Thomas Schmöller (re.) behauptet sich auch gegen technisch starke Spieler des SVN München – wie hier Napel Alex.

Ein Tor reicht gegen SVN

SV Bad Heilbrunn: Keller verletzt sich bei knapem Sieg gegen Neuperlach

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Ein Tor machte den Unterschied. Anton Krinner gelang es als Einzigem, den gegnerischen Torwart zu überwinden. Bad Heilbrunn schnappt sich die drei Punkte, einziger Wermutstropfen: Die Verletzung von Felix Keller

Bad HeilbrunnSo entschied der SV Bad Heilbrunn ein taktisches, ausgeglichenes Spiel zweier starker Mannschaften mit 1:0 (0:0) für sich und behält die blütenweiße Heim-Weste: Das 1:0 (0:0) gegen den SVN München aus Neuperlach war der fünfte Sieg im fünften Spiel vor eigenem Publikum. Damit bleibt der Aufsteiger dem Spitzenreiter SC Unterpfaffenhofen – ebenfalls Liga-Neuling – mit zwei Punkten Rückstand und einem Spiel weniger dicht auf den Fersen.

„Sportlich eine wunderbare Sache“, freut sich Trainer Walter Lang, dem aber gleich wieder die Sorgenfalten auf die Stirn treten. „Aus personeller Sicht allerdings ganz bitter.“ Felix Keller kugelte sich bei einer harmlosen Hakelei zum wiederholten Mal die Schulter aus, muss möglicherweise lange pausieren. Lang: „Harmlose Verletzungen scheint es bei uns nicht zu geben.“ Immerhin trösten die drei Punkte etwas über den Ausfall des aufstrebenden Offensivtalents hinweg.

Heilbrunn war keinesfalls drückend überlegen gegen spielerisch versierte und technisch richtig starke Gäste. Sie leisteten sich in den ersten Minuten einige Stoppfehler und Fehlpässe. Doch ließen sie kaum Chancen zu. Auch nach der Heilbrunner Führung war das schöne Kombinationsspiel der Münchner laut Lang „brotlose Kunst: Ballbesitz ist nicht alles.“ Neuperlach kam meist nur bis zur Strafraumgrenze, dort vergaben mehrfach Felix Schmieg und Cenk Imsak. Bei der besten Chance der Gäste war HSV-Keeper Christoph Hüttl gleich doppelt zur Stelle. Erst verhinderte er einen Lupfer von der Ecke des Sechzehners, beim Nachschuss war er zurück auf der Linie und wehrte zur Ecke ab. „Eine sehr starke Leistung der Mannschaft, die hat das clever gemacht“, lobt Lang, der an seinem Team kaum etwas auszusetzen hatte. Höchstens, dass die Angreifer zuweilen eher den Abschluss hätten suchen sollen, statt noch mal querzulegen. Zuweilen fehlte auch nach schönen Einsätzen von Maxi Schnitzlbaumer oder Maxi Specker eine Anspielstation in der Mitte. „Aber der Gegner hat es uns auch nicht leicht gemacht“, hebt Lang die solide Abwehr des Aufstiegskandidaten hervor. „Ein paar Bälle in die Schnittstellen, vielleicht wäre noch ein Tor mehr möglich gewesen.“

So war es nach einer ersten Halbzeit, in der Heilbrunn nicht viele, aber die besseren Chancen hatte, nach der Pause nur Krinner, der auf rechts frei vor SVN-Torhüter Daniel Stacheter zum Tor des Tages einschob. Doch die Münchner, die den Aufstieg als Ziel ausgegeben und sich mit etlichen Spielern verstärkt hatten, zeigten in der letzten halben Stunde ihre Klasse. „Von daher hätten wir ein 1:1 auch genommen“, sagt Lang. Doch da hatten die wild entschlossenen Heilbrunner und eben Hüttl etwas dagegen. Und so hielt er seinen Kasten in einem bis in die Nachspielzeit sehr fairen Spiel mit nur einen gelben Karte sauber.

SV Bad Heilbrunn –
SVN München 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 (49.) Krinner, –Schiedsrichter: Vincenzo Tropeano (SF Harteck München), –Zuschauer: 200.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – A. Specker, Kapfhammer, Mertens, Forster, - M. Schnitzlbaumer (64. Keller, 84. B. Specker), Pföderl, Pappritz, Krinner, M. Specker (89. F. Schnitzlbaumer), Schmöller.

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