Geschenke für sich und seine Heilbrunner: Felix Gellner (2. v. li.), eingewechselt nach der Pause, steuerte an seinem 26. Geburtstag zwei Tore zum 3:2-Überraschungssieg in Nördlingen bei.
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Geschenke für sich und seine Heilbrunner: Felix Gellner (2. v. li.), eingewechselt nach der Pause, steuerte an seinem 26. Geburtstag zwei Tore zum 3:2-Überraschungssieg in Nördlingen bei.

Matchwinner Gellner - Zwei Tore und drei Punkte zum Geburtstag

SV Bad Heilbrunn gewinnt gegen Nördlingen in der Landesliga

  • VonWolfgang Stauner
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Der SV Bad Heilbrunn gewinnt das Landesliga-Duell gegen den TSV Nördlingen. Auf der Heimfahrt konnte Matchwinner Felix Geller nicht nur den Sieg feiern.

Nördlingen/Bad Heilbrunn – Gute zweieinhalb Stunden dauert die Busfahrt von Nördlingen nach Bad Heilbrunn. Genügend Zeit also, um so richtig in Partystimmung zu kommen. Und Grund dazu gab es am späten Samstagabend reichlich für die Heilbrunner Kicker. Zum einen war da der 3:2-Sieg im Auftaktmatch gegen den Bayernliga-Absteiger TSV Nördlingen, zum anderen feierte just Matchwinner Felix Gellner seinen 26. Geburtstag. Mit seinen zwei Toren war der Ex-Eurasburger maßgeblich am Überraschungssieg beteiligt. Denn daran ließ HSV-Trainer Walter Lang keinen Zweifel aufkommen: „Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt total verdient gewesen, aber beim Sieg war dann doch ein ordentliches Stück Glück dabei.“

SV Bad Heilbrunn gerät vor Halbzeit in Rückstand

Angefangen hat die neue Landesliga-Saison für die Heilbrunner bestens. An einem weiten Abschlag von Schlussmann Christoph Hüttl segelte ein Nördlinger Verteidiger vorbei. Nutznießer war Benedikt Specker, der TSV-Schlussmann Daniel Martin im Fünfer fein ausspielte und aus spitzem Winkel zur Führung einnetzte. Die Freude hielt nicht lange an, denn immer drückender und zwingender wurden die Aktionen der Hausherren. Aus einer gut stehenden Dreierkette ging es über die Flügel flugs nach vorne. „Die haben wahnsinnigen Druck gemacht. Mit deren Taktik sind wir überhaupt nicht zurecht gekommen“, räumt Lang ein. Prompt klingelte es innerhalb von fünf Minuten zweimal im Heilbrunner Kasten.

In der Halbzeitpause stellte auch der HSV-Coach auf Dreierkette um: Andi Specker und Toni Krinner machten die Flügel stark, und Stürmer Felix Gellner kam für Außenverteidiger Naomichi Kamioka. Der Offensiv-Joker stach zweimal. Bereits kurz nach der Einwechslung gab er einen ersten Warnschuss aufs Nördlinger Tor ab, der jedoch noch zur Ecke abgewehrt wurde. Zehn Minuten später war es dann erstmals so weit: Einen Freistoß von Max Specker lenkte Gellner zum 2:2-Ausgleich in die Maschen ab. Kurz vor Schluss folgte dann der siegbringende Geniestreich. Den öffnenden Pass von Thomas Pföderl leitete Johannes Kiechle vom rechten Flügel in die Mitte weiter, wo der Goalgetter lauerte. Ein kurze Drehung um Schlussmann Daniel Martin und aus spitzem Winkel erzielte er das 3:2.

Mit „Mords-Leidenschaft“ den Sieg erkämpft

„Eine wunderbare Geschichte“, strahlte Lang nach dem Schlusspfiff. „Mit einer Mords-Leidenschaft haben wir uns den Sieg erkämpft. Der Dreier gibt uns Sicherheit.“ Wieviel, das wird sich bereits am Mittwoch zeigen, wenn der FC Garmisch am Krebsenbach gastiert. Auch ohne Busfahrt und Geburtstag würden die Heilbrunner nach einem weiteren Erfolg rasch in Feierlaune kommen.

TSV Nördlingen – SV Bad Heilbrunn 2:3 (2:1)

Tore: 0:1 (9.) Benedikt Specker, 1:1 (21.) Manuel Meyer, 2:1 (26.) Julian Bosch, 2:2 (60.) Felix Gellner, 2:3 (82.) Felix Gellner.

Schiedsrichter: Christoph Stühler (DJK SC Oesdorf). – Zuschauer: 200.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl – A. Specker, Pföderl, Kapfhammer Kamioka (46. Gellner, 89. Lechner) – Pappritz, M. Specker (80. Kiechle), M. Schnitzlbaumer – Krinner, Kühberger (72. Fl. Schnitzlbaumer), B. Specker (72. Schmöller).

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