Kommt auch mit der Rolle als Außenverteidiger zurecht: Doch Maxi Schnitzlbaumer (li.) kann nicht verhehlen, dass er sich in der Offensive am wohlsten fühlt.
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Kommt auch mit der Rolle als Außenverteidiger zurecht: Doch Maxi Schnitzlbaumer (li.) kann nicht verhehlen, dass er sich in der Offensive am wohlsten fühlt.

Heilbrunn darf sich nicht immer eine Halbzeit lang ausruhen

SV Bad Heilbrunn: Sorgen um Personal und die Motivation - Pflichtaufgabe gegen Vorletzten

  • Nick Scheder
    VonNick Scheder
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Unerklärlich schwache Leistungen zeigte der SV Bad Heilbrunn zuletzt in den ersten Halbzeiten. Dies darf sich am Sonntag beim SV Cosmos Aystetten nicht wiederholen.

Bad Heilbrunn – Die Heilbrunner Fußballer haben sehr viel richtig gemacht: Zwölf Punkte nach neun Spielen sind eine zufriedenstellende Ausbeute, die sie auf Rang acht der Landesliga einstufen. Sie zeigen guten Fußball mit offensiven Akzenten. Trainer Walter Lang könnte zufrieden sein, wären da nicht die zuletzt jeweils wenig berauschenden ersten Halbzeiten in den Spielen in Ehekirchen und gegen Durach. „Mir unerklärliche Leistungen, die man sich in dieser Spielklasse nicht erlauben darf“, stellt der HSV-Trainer klar. Auch nicht gegen den Tabellenvorletzten, Aufsteiger SV Cosmos Aystetten.

Lang: „Wir dürfen nicht wieder die erste Hälfte verschlafen“

Eine Mannschaft, die mit dem Zwei-Meter-Hünen Maximilian Drechsler zumindest eine starke Spitze hat, die bereits viermal getroffen hat. Zudem hat die Mannschaft fünfmal in Folge verloren – was sie extrem gefährlich macht, meint Lang. „Die wollen gegen uns alles rausholen, um jeden Preis gewinnen.“ Eine Drucksituation für den HSV, der seinerseits den Gegner auf Distanz halten und weitere Punkte sammeln möchte. „Es muss uns spätestens auf der Busfahrt bewusst sein, dass wir von Anfang an da sein müssen und nicht wieder die erste Hälfte verschlafen dürfen.“

„Manchmal müssen wir ruhiger werden“

Soll heißen: Besseren Zugriff auf den Gegner, mehr Druck ausüben, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen kurz halten und ab und zu mehr Cleverness zeigen. Ein Gegentor wie das 2:2 gegen Durach, das aus einem Fehler in der eigenen Hälfte entstand, dürfe nicht mehr passieren. „Manchmal müssen wir ruhiger werden.“ Allerdings ist ihm auch bewusst, dass er viele Spieler im Team hat, die lernen, die in der hohen Spielklasse ankommen müssen.

Mehrere Routiniers fehlen, Mertens hilft aus

Da hilft es ihm nicht viel, wenn er auf den einen oder anderen Routinier verzichten muss. So hat sich Franz Schnitzlbaumer in den Urlaub und Naomichi Kamioka womöglich komplett verabschiedet. Der japanische Verteidiger wollte ursprünglich unbedingt für Heilbrunn spielen und den weiten Anfahrtsweg aus Schongau in Kauf nehmen. Doch jetzt führt er persönliche Gründe ins Feld, die seine Aufstellung zumindest in diesem Jahr verhindern. Auch hinter Dominik Kühberger (Kreuzschmerzen) steht ein dickes Fragezeichen. Lang verlässt sich auf die Startelf vom Mittwochs-Spiel, wünscht sich aber deutlich mehr Engagement von dem einen oder anderen – von Anfang an. „Groß umstellen kann ich nicht.“ Immerhin konnte er einen erfahrenen Mann für die Innenverteidigung reaktivieren: Ex-Kapitän Sebastian Mertens hat sich bereit erklärt, am Sonntag auszuhelfen.

SV Bad Heilbrunn

Hüttl – M. Schnitzlbaumer, Kapfhammer, Fl. Schnitzlbaumer, Kiechle, – A. Specker, Pappritz, – B. Specker, M. Specker, Krinner, – Lechner, – Mertens, Auer, Klaar, Egger, Gritzuhn.

Fahrt im Vereinsbus

Fans können den SV Bad Heilbrunn zu ihrem Spiel in Aystetten begleiten. Der Bus fährt um 11.45 Uhr am Sportheim los.

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