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Fast immer Sieger: Der Heilbrunner Stürmer Max Specker (li.) brachte seinen Jetzendorfer Gegenspieler Christos Papadopoulos oft zur Verzweiflung. Doch ein Tor sprang dabei nicht heraus.

Nullnummer ganz ohne Leerlauf

Hohes Niveau zwischen SV Bad Heilbrunn und TSV Jetzendorf - Tore fehlen

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Im ersten Landesliga-Spiel weiß der SV Bad Heilbrunn zu überzeugen - genauso wie Mitaufsteiger TSV Jetzendorf. Trotzdem gab es „nur“ ein torloses Remis.

Bad Heilbrunn– Haufenweise Chancen auf beiden Seiten, ein verschossener Elfmeter, ein zurecht nicht gegebener Strafstoß, spektakuläre Spielszenen mit teils schmerzhaften Folgen, geniale Pässe, guter Fußball: Bei der ersten Landesligapartie des SV Bad Heilbrunn war alles geboten – außer Tore: Die Gastgeber trennten sich am Sonntagnachmittag 0:0 von Mitaufsteiger TSV Jetzendorf. „Ein starker Gegner, der uns alles abverlangt hat“, meint HSV-Coach Walter Lang.

Immerhin: Heilbrunn bleibt zu Hause weiter ungeschlagen und holt den ersten Punkt in der Landesliga Südwest. „Und wir haben eine gute Leistung geboten“, meint Lang. „Das Unentschieden ist gerecht, auch wenn es am Ende etwas bitter war.“ Als sich nämlich Anton Krinner den Ball zum Elfmeter zurechtlegte und einen nahezu mustergültigen Schuss absetzte, landete die Kugel vielleicht drei Zentimeter zu hoch: Sie prallte von der Latte vor die Linie, und Jetzendorf klärte mit der Brechstange.

Dafür hätten sich die Heilbrunner nicht beklagen dürfen, wenn sie mit einem Rückstand in die Pause gegangen wären: Sehr tief stehend leisteten sich die Gastgeber manche Unkonzentriertheiten und Fehlpässe, auch bedingt durch effektives Pressing der Gäste. Den Gästen gelangen zuweilen geniale Pässe in die Spitze – unglaublichen Paraden von HSV-Tormann Christoph Hüttl und dem Pfosten hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass es beim 0:0 zur Pause blieb. „Bei technisch so starken Spielern kann man nicht alles ausschalten“, räumt Lang ein. „Aber wir mussten die Räume zwischen Abwehr und Angriff enger machen.“ Das gewohnt schnelle Heilbrunner Umschaltspiel hakte manchmal.

Anfangs hatten aber die Gastgeber die besseren Möglichkeiten: Max Schnitzlbaumer fehlte bei zwei Angriffen über links nur etwas Vehemenz im Abschluss, Max Specker prüfte Torhüter Dennis Poellner mehrfach. Und er brachte Christos Papadopoulos komplett zur Weißglut, den er einmal in bester Neymar-Manier schwindlig spielte. Der TSV-Verteidiger konnte es nicht fassen und war außer sich.

Nach der Pause mussten beide Teams ein wenig der Intensität des Spiels Tribut zollen. Hohes Tempo, ständig wechselnde Richtung der Angriffsbewegungen, rassige Zweikämpfe. Einmal entwischte der starke Alexander Schäffler, hob aber, als der Winkel zu spitz wurde, lieber ab als Hüttl zu umspielen. Statt eines Elfmeters bekam er Gelb für seine Schwalbe vom souveränen Schiedsrichtergespann um Richard Conrad.

Heilbrunn, das die etwas besseren Reserven zu haben schien, hatte die große Chance zur Führung durch Anton Krinner: Zunächst strich sein satter Schuss knapp am Kreuzeck vorbei, dann meldete er sich zum Elfmeter. Max Specker hatte zuvor eine Torwart-Rückgabe per Kopf abgefangen und an den Pfosten verlängert. Dabei traf ihn der TSV-Keeper am Kopf, Specker musste kurz pausieren, und Krinner drosch den Strafstoß an die Latte. Es blieb beim 0:0. „Am Ende gerecht“, meint Lang. Und alles andere als langweilig. NICK SCHEDER

SV Bad Heilbrunn – TSV Jetzendorf 0:0

Tore: Fehlanzeige, – Schiedsrichter: Conrad (Aschheim), – Zuschauer: 400, – HSV: Hüttl, – A. Specker, Fl. Schnitzlbaumer, Mertens, Forster, – Pföderl, Pappritz, – M. Schnitzlbaumer, Krinner, – Schmöller (69. Essendorfer), M. Specker.

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