Musste den Kapitän ersetzen: Florian Schnitzlbaumer (li.). Foto: Daniel Worsch

SV Bad Heilbrunn verpasst verdienten Ausgleich in Neuburg und verliert 1:3

Scharbatke trifft doppelt! Bittere Pille am Elfmeterpunkt 

  • Nick Scheder
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Bad Heilbrunn – Raus mit Applaus. Es war eines der besten Saisonspiele der Heilbrunner Fußballer. Umso bitterer, dass sie nach starkem Auftritt beim VfR Neuburg/Donau mit leeren Händen nach Hause fuhren:

Mit 1:3 (1:1) mussten sich der HSV am Samstag dem Tabellendritten der Landesliga geschlagen geben. „Die Mannschaft wusste, dass sie gut gespielt hat, sich einen Punkt verdiente hätte. Deswegen tut es weh“, sagt Trainer Walter Lang.

Denn statt des möglichen Ausgleichs per Elfmeter bei 1:2-Rückstand kassierte der HSV am Ende das – letztlich bedeutungslose – 1:3. Fast noch mehr als die Niederlage schmerzt den Heilbrunner Coach ein weiterer Ausfall: Nach zehn Minuten und optimalem Beginn mit der Führung musste Kapitän Sebastian Mertens wegen einer Leistenzerrung ersetzt werden. Für ihn kam Florian Schnitzlbaumer, der in den vergangenen sechs Wochen kaum trainiert hatte.

Es war ein intensives, schönes Fußballspiel, mit wechselndem Ballbesitz und guten Szenen auf beiden Seiten. Max Schnitzlbaumer hatte Heilbrunn nach schöner Vorarbeit von Thomas Schmöller in Führung gebracht. Ein zweifelhafter Elfmeter – Peter Auers hohen Fuß gegen den Neuburger im Strafraum konnte man ahnden, doch der Ball kam von einem Spieler im Abseits – führte zum Ausgleich durch Fabian Scharbatke.

„Aber Hut ab vor der Mannschaft“, sagt Lang. „Wir haben danach weitergemacht, waren mindestens ebenbürtig, hatten einige Möglichkeiten.“ Und Christoph Hüttl – denn der Heilbrunner Keeper entschärfte zwei Alleingänge der Platzherren mit sensationellem Einsatz und packte weitere starke Paraden aus. Er hätte zum Helden werden können, als er später zum Elfmeter-Punkt antrat.

Heilbrunn hatte ebenfalls gute Chancen zur Führung, die beste vergab Max Schnitzlbaumer alleine vor dem Tor. Dem Aufsteiger fehlte eine für die höheren Gefilde entscheidende Eigenschaft: Eiseskälte. Während Anton Krinner allein vor dem Tor statt den Abschluss zu suchen auf den eingewechselten Felix Gellner zurücklegte – Endstation Torwart –, vollstreckte erneut Scharbatke nach einem Pass in die Schnittstelle eiskalt zum 2:1 für den VfR.

In der Schlussphase waren die Heilbrunner sogar körperlich überlegen, machten weiter Druck. Nach einem Foul im Strafraum am immer besser werdenden Gellner hatten die Gäste die große Gelegenheit zum Ausgleich. Hüttl legte sich den Ball zurecht. Zuletzt gegen Memmingen hatte er souverän verwandelt. Jetzt scheiterte der HSV-Keeper am Neuburger Torwart. Lang: „Er hätte es sich verdient gehabt.“

VON NICK SCHEDER

VfR Neuburg/Donau - SV Bad Heilbrunn 3:1 (1:1)

Tore: 0:1 (5.) M. Schnitzlbaumer, 1:1 (21./FE) Scharbatke, 2:1 (67.) Scharbatke, 3:1 (90.) Habermeyer, – Schiedsrichter: Michael Hintermaier, – Zuschauer: 126.

SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Auer, Mertens (10. Fl. Schnitzlbaumer), Kapfhammer, Petzold, – Pappritz (60. Gellner), Pföderl, – M. Schnitzlbaumer, A. Specker, Krinner, – Schmöller.

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