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Mit einem sehr kleinen Kader startet der SV Sachsenkam in die Saison (hinten, v. li.): Florian Kappelsberger, Stefan Pfatrisch, Martin Pfatrisch, Stefan Adler, (Mi.) Trainer Andreas Horwath, Bernhard Reiter, Korbinian Haberl, Ludwig Kappelsberger, Peter Haberl sowie (vorne) Johannes Brayshaw, Michael Kronwitter, Andreas Sonner, Andreas Kappelsberger und Lukas Schubert.

Trainer Horwath prophezeit sehr schwere Saison

SV Sachsenkam: Nur sechs Spieler regelmäßig im Training

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Seit Beginn des Jahres wird der SV Sachsenkam von Verletzungen und Ausfällen gebeutelt. In der Sommerpause hat sich die Situation noch einmal verschlechtert.

Sachsenkam – Nur sechs Spieler konnten sich regelmäßig am Training beteiligen. Mit entsprechend geringen Erwartungen geht Trainer Andreas Horwath in die Saison. Er prophezeit: „Es wird sehr, sehr schwierig.“

Die Liste der Ausfälle ist mittlerweile unendlich lang. Martin Geisreiter und Johann Kappelsberger haben mit dem Fußballspielen aufgehört, Markus Haberl ist nach Heilbrunn gewechselt. Beim Dorfturnier erwischte es Martin Strein. Der Verteidiger zog sich einen Kreuz- und Innenbandriss zu. Auch bei Stefan Adler ist der Einsatz in den kommenden Monaten ausgeschlossen. Der Mittelfeldspieler hat Bakterien in der Lunge, der Arzt verordnete ihm bis Ende September ein striktes Sportverbot. Ausfall Nummer drei ist Torhüter Max Böckler, bei dem ein Band in der Schulter gerissen oder angerissen ist. Keine Besserung ist auch bei Verteidiger Albert Gast in Sicht. Der Verteidiger plagt sich seit Monaten mit Rückenschmerzen herum. Nun kamen noch Leistenprobleme hinzu, weshalb er in Behandlung ist.

Aber es sind nicht nur Verletzungsprobleme, mit denen die Sachsenkamer zu kämpfen haben. Markus Adler schreibt sein Abitur und hat eine Firma gegründet, auf die er sich erst einmal konzentrieren will. Trainieren ist gar nicht mehr möglich, Adler kann höchstens noch sporadisch aushelfen. Thomas Sonner verabschiedete sich für fünf Wochen nach Norwegen und bastelt dann an seiner Meisterprüfung. In den ersten sechs Saisonspielen wird Sonner nicht zur Verfügung stehen. Das Studium steht bei Matthias Urek erst mal im Vordergrund. Auch Stefan Pfatrisch konnte sich wegen Prüfungen kaum auf die Saison vorbereiten. Unterstützung durch die Reserve ist kaum zu erwarten. Die zweite Mannschaft leidet ebenfalls unter Personalnot, hat einen Kader von nur neun Spielern – die Teilnahme am Spielbetrieb ist unter diesen Vorzeichen fraglich.

Auch mit Nachrückern aus dem Nachwuchs sieht es schlecht aus. Andreas Würmseer spielt wohl erst mal bei den A-Junioren. Für dieses Team wäre auch Johannes Brayshaw eingeplant gewesen. Aufgrund der Personalnot rückt der Mittelfeldspieler wohl schneller als gedacht in die Erste auf. „Momentan sieht es sehr schlecht aus“, sagt Horwath. Zwei von vier Testspielen mussten die Sachsenkamer absagen, weil nicht genügend Spieler zur Verfügung standen. Was macht überhaupt Hoffung? „Die Leute, die da sind, sind gut“, sagt Horwath. Das Häuflein der Verbliebenen erreichte immerhin einen 2:1-Sieg im Testspiel gegen Gaißach. Unter diesen Vorzeichen hofft Horwath auf einen Platz im Mittelfeld.

Tipp der Redaktion Bad Tölz

Es gibt eigentlich nur wenige Argumente dafür, dass die Sachsenkamer eine erfolgreiche Saison spielen. Verletzungen, Abgänge, schulische und berufliche Verpflichtungen dünnen den SVS-Kader enorm aus. Zu einem Platz im gesicherten Mittelfeld der A-Klasse sollte es für den Absteiger trotzdem reichen – allerdings nur, wenn die Personalsorgen nicht noch größer werden.

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