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Starker Einsatz und ein Lattentreffer: Felix Keller (li.) und seine Heilbrunner hatten gute Chancen auf eine Punkteteilung gegen den SV Mering. 

Fußball Landesliga 

Das Tor will nicht fallen

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Etliche Hochkaräter vergeben: Heilbrunn versäumt gegen Mering die Chance, das Spiel zu wenden und verliert 0:2. 

Bad Heilbrunn– Vom Glück ist der SV Bad Heilbrunn derzeit nicht verfolgt. Nachdem es der SV Mering in der ersten Hälfte versäumt hatte, den Sack zuzumachen, verpassten der Landesliga-Aufsteiger nach dem Wechsel die Chance, das Spiel zu drehen, vergab etliche Hochkaräter und verlor mit 0:2.

Heilbrunn konnte sich bei Torwart Christoph Hüttl bedanken, dass es in der ersten Hälfte bei einem 0:1 blieb. Der HSV-Keeper entschärfte drei, vier Hochkaräter der Gäste sehenswert. Mit etwas Glück wäre anschließend mehr drin gewesen: Die Platzherren übernahmen nach dem Seitenwechsel das Spiel, bekamen viele Chancen. Doch viermal scheiterten sie alleine am – zugegeben starken – Meringer Torhüter und kassierten schließlich noch das 0:2. „Wir haben gerade eine bittere Phase“, sagt Trainer Walter Lang. „Wenn man hinten drin steht, hat man eben kein Glück. Jetzt müssen wir wirklich den Kampf gegen den Abstieg aufnehmen.“

Die Gäste waren spielerisch überlegen, hatten klar mehr Ballbesitz und vor allem in der ersten Hälfte deutlich mehr und bessere Möglichkeiten. Einzig der HSV-Torjäger Max Specker leitete einige starke Aktionen ein. Doch Mering machte das Spiel: Julius Drevs scheiterte bei einem Konter an der Latte, Manuel Utz verstolperte einen Angriff, die Heilbrunner klärten in höchster Not vor Harald Kerber. Und Torhüter Hüttl sorgte mit starken Paraden dafür, dass es zur Pause nur 0:1 stand. Nur Utz musste er sich geschlagen geben, der die Gäste mit einem ansatzlosen Schuss in Führung brachte – aus stark abseitsverdächtiger Position. „Die Niederlage geht in Ordnung, Mering hätte das Spiel in der ersten Hälfte klar für sich entscheiden können“, meint Lang. Doch nach dem Seitenwechsel drehte der HSV auf.

Sei es, weil sich die Platzherren mehr zutrauten, das Risiko erhöhten, oder weil die Gäste ein wenig in den Verwaltermodus schalteten: Plötzlich rannte nur noch Heilbrunn an, setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Schon vor der Pause hatte Simon Essendorfer den Ausgleich auf dem Fuß, als er vor dem ebenfalls gut aufgelegten Meringer Schlussmann Julian Baumann in Szene gesetzt wurde. Doch sein Lupfer geriet etwas zu kurz.

Auch Anton Pappritz scheiterte an Baumann. Der nach der Pause für Benedikt Specker eingewechselte Johannes Kiechle schoss den Keeper freistehend an. „Wir können es uns nicht leisten, solche super herausgespielten Chancen zu vergeben“, moniert Lang. Das gilt auch und besonders für Thomas Schmöller, der für ungläubiges Staunen beim HSV-Anhang sorgte: Schön in Szene gesetzt von Max Specker fand er sich völlig frei und unbedrängt vor dem Meringer Kasten wieder – sein halbherziges unplatziertes Schüsschen stellte Baumann vor keinerlei Probleme. Auch Thomas Pföderl scheiterte am SV-Keeper, Felix Keller drosch an die Latte. Statt Ausgleich im Gegenzug die Entscheidung, als Jeton Abazi zum 2:0 traf.

Um sein Team aufzurichten, zog Lang anschließend Winston Churchill zu Rate: „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“ SV Bad Heilbrunn - SV Mering 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 (21.) Utz, 0:2 (76.) Abazi, – Schiedsrichter: Grimmeißen (Löpsingen) - Zuschauer: 410. – SV Bad Heilbrunn: Hüttl, – Fl. Schnitzlbaumer, Mertens, Petzold, Forster, – Essendorfer (61. Klaar), Pföderl, Pappritz, B. Specker (54. Kiechle), – Schmöller (70. Keller), M. Specker.

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