Auch der letzte Schuss ging daneben: Simon Wagner (Mi.) und seine Kochler unterlagen dem SVE mit 0:1. Foto: esc

SV Eurasburg-B. siegt in Kochel 1:0, FSV überzeugt mit einem halben Dutzend

TSV Benediktbeuern fertigt Huglfing mit 3:0 ab – Doppelpack von Albert Schandl

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Unendlich viele Zweikämpfe im Mittelfeld, ebensoviele Fehlpässe, dagegen kaum packende Torraumszenen. Die rund 80 Zuschauer, die sich am Freitagabend bei Nieselregen und einstelligen Temperaturen am Kochler Flutlichtplatz eingefunden hatten, sahen wenig Erbauliches.

FC Kochelsee Schlehdorf – SV Eurasburg-Beuerberg 0:1 (0:0)

„Das Match war genauso wie das Wetter – absolut ausbaufähig“, monierte FCKS-Jugendleiter Thomas Wohlfahrt zur Pause treffend. Er hatte ebenso Recht wie Gäste-Coach Klaus Brand in seinem Schlussresümee: „Es war eine insgesamt schwache Partie mit wenigen Chancen. Und von den wenigen hatten wir ein paar mehr. Letztlich ein verdienter Sieg.“ Weil seine Eurasburger eine davon auch nutzten, gingen sie als 1:0 (1:0)-Sieger vom Platz. Natürlich war FCKS-Coach Max Wagner enttäuscht: „Das war eine Begegnung, die eigentlich hätte unentschieden ausgehen müssen. Aber Eurasburg macht aus zwei Chancen in der zweiten Halbzeit ein Tor. Das ist eben der Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft der Liga und uns.“ Die beste Chance im ersten Durchgang hatte für die Hausherren Stefan Raffeiner, der aus dem Gewühl heraus per Kopf lediglich den Pfosten traf (28.). Auch nach der Pause setzte sich das öde Gekicke fort. Nur als die FCKS-Verteidigung einmal das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone brachte, kam Florian Hartmann unbedrängt aus acht Metern zum Kopfball und markierte das goldene Tor (74.). Pech hatte dann erneut Raffeiner, der nach einer Ecke bei drei Versuchen scheiterte: Erst an einem Verteidigerbein, dann am SV-Torhüter und letztlich an der eigenen Präzision – der Versuch ging ans Außennetz. Auch der letzte Schuss der Partie von Simon Wagner verfehlte knapp das Ziel (90.). „Das war bestimmt nicht unsere beste Leistung“, so Wagner, „aber das nötige Quäntchen Glück haben wir derzeit auch nicht.“  esc

TSV Benediktbeuern – SC Huglfing 3:0 (1:0)

Gut erholt und voller Elan machten sich die Hausherren mit sechs Urlaubsrückkehrern an die Arbeit, um gegen den Aufsteiger endlich den ersten Sieg einzufahren. Besonders tatkräftig war Stürmer Albert Schandl, der zweimal zuschlug (21./72.). Doch die Gäste hatten dem Willen des TSV wenig entgegenzusetzen. „Meine Elf hat läuferisch und kämpferisch voll überzeugt“, lobte Trainer Willi Link. Huglfinger Torchancen waren ohnehin Mangelware, da Link sein Team defensiv gut eingestellt hatte, und auch die Konter gut vorgetragen, aber nicht erfolgreich abgeschlossen wurden. Als die Beurer zum Ende hin in den Verwaltungsmodus geschaltet hatten, war dann doch noch ein Konter von Erfolg gekrönt: Benedikt Guggemos traf zum 3:0-Endstand (87.). „Endlich ein Dreier“, frohlockte Link erleichtert, „der tut unserer Seele gut.“  sts

SG Oberhausen/Weilheim – FSV Höhenrain 1:6 (0:3)

Der Knoten scheint beim FSV Höhenrain endgültig geplatzt zu sein. Nach dem 5:0-Heimsieg gegen die Garmischer Landesligareserve fegte der Aufsteiger die neugegründete Spielgemeinschaft von deren eigenem Platz. „Ich glaube, wir sind jetzt wirklich in der Liga angekommen“, sagte FSV-Trainer Gerhard Gleißner. „Meine Spieler wissen jetzt, wie sie in der Kreisklasse auftreten müssen.“ Michael Huber brachte die Gäste per Strafstoß (11.) früh in Führung. Nach Rückpass von Johannes Ohlhof erhöhte Maximilian Lutz nach einer halben Stunde auf 2:0. Kurz vor der Pause legte Ohlhof selbst das 3:0 nach, indem er den Ball aus der Drehung unter die Latte wuchtete. Auch im zweiten Durchgang behielt der Liganeuling das Heft sicher in der Hand. „Oberhausen hatte null Chancen“, stellte der FSV-Coach fest, während seine Elf mit dem Toreschießen munter weitermachte. Benedikt Huber aus 16 Metern (60.), Max Feirer mit einem Alleingang (69.) und Simon Pauli per Kopfball nach einer Ecke (72.) schossen einen Sechs-Tore-Vorsprung heraus, ehe die Gastgeber in der Nachspielzeit per Elfmeter zu ihrem Ehrentreffer kamen. „Die Mannschaft hat heute überzeugend Fußball gespielt und auch in der Höhe absolut verdient gewonnen“, so Gleißners Fazit.


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